Berlin 24/7 im Dezember II – Grüne, zugezogene Wessis in Ostberlin und andere Gräuel

 

Ein kleines Tagebuch für Berlin, wo ich erzählerisch und rückblickend zusammenfasse, was mir so im Alltag hier passiert, wenn es  subjektive Relevanz für das Politische und Gesellschaftliche hat. Da diese leicht autobiographischen Texte von den Klickzahlen immer recht gut angekommen sind, habe ich mich entschlossen das zur Regelmäßigkeit zu machen und extra dafür Notizen zu führen. Mehr Unterhaltung, als fundierter Sachartikel.

Vorab erwähnt sei, dass ich nichts gegen sog. Wessis habe und lediglich zum Lesevergnügen das Wort nutze, um eine Beobachtung zu veranschaulichen.

Nun da stand ich also bei klirrender Kälte in Köpenick mit einem Kollegen und als wir gerade beim zweiten Glühwein angekommen waren, gesellte sich ein Pärchen zu uns an den Glühweinstand. Beide entpuppten sich als witzig und angenehm im Gespräch, das wir sogleich vom Zaun brachen. Sie waren uns sympathisch und wir ihnen, sodass sich der Inhalt der Unterhaltung bald auf seriösere Themen ausrichtete. Die Zwei sind laut eigener Aussage extra aus NRW nach Berlin gezogen und haben, weil sie gehört haben wie schön es hier in Köpenick im Südosten der Stadt sein soll, hier eine Wohnung gemietet. Er arbeitet in einer kleinen Firma (irgendwas mit Technik) und sie sucht noch eine Anstellung.

Nachdem wir dann auch von uns erzählt hatten, berichtete die Frau in der Gruppe von ihrer Stadt in NRW, die so überhaupt nicht mehr hipp sei. Vor allem durch den Müll und die Kriminalität. Die kleine Dame war sofort umso sympathischer geworden. Mein Kollege machte dann aber den verständlichen Fehler von dieser Äußerung auf die politische Haltung der beiden Wessis zu schließen. Er nahm wohl an, dass weil sie schmutzige Städte und Kriminelle nicht mögen, sie wohl konservativ denkende Leute sein müssten.

«Na damit das hier nicht auch noch passiert, muss man nur richtig wählen. Hier im Osten klappt es ja!»

Der Satz meines Kollegen sorgte für Heiterkeit und Irritation, bis der Wessi-Mann fragte, was er denn damit genau meinte. Er erklärte wiederum, dass er damit darauf hinweisen wollte, doch die AfD zu wählen, damit die Gegend hier nicht bald so aussehen würde wie Stadt xy in NRW.

Die Temperatur stürzte dann wohl am Stand auf unter 20 Grad Minus. Sibirische Verhältnisse in den Gesichtern der beiden Wessis, die sich sofort als Grüne zu erkennen gaben und sich ein paar Augenblicke später woanders hin verstreuten. Und so waren wir dann den Rest des Abends nur noch zu zweit, aber wenigstens nicht grün.

Dennoch lässt mich der Gedanke nicht los, dass grüne und linke Deutsche vom Typus Caroline Rosales aus den multikulturellen Shitholes in Westdeutschland die Flucht in den Osten antreten, ihr Wahlverhalten mitbringen und dann unreflektiert unsere Nachbarschaften letztendlich auch in die gleichen Problemzonen verwandeln wie Essen, Duisburg, Köln, Dortmund usw.

Am Ende des Abends ging ich nah meiner Wohnung an zwei deutschen Jungs vorbei, der eine wohl irgendwie mit Wurzeln aus Südasien, der andere blond und weiß. Beide hielten mit mir an der Ampel an. Der Eine :«Alter, Döner hat noch auf.»

Der Andere: «Ja, lass Döner man.»

 

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