Die WerteUnion hat endgültig verloren und niemand sollte überrascht sein

Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Kampf um den Chefsessel in der CDU für sich entschieden. Wir haben es nicht anders erwartet. Das sollte nicht überraschen und endgültig mit dem von der WerteUnion vertretenen Mythos aufräumen, dass die Basis mehrheitlich konservativ-freiheitlich ticke und nur Merkel die Partei gekapert hätte. Die Delegierten haben gezeigt, dass die Union zwar knapp, aber mehrheitlich hinter Angela Merkel und ihrem Klon aus dem Saarland, AKK, steht. Jeder Anständige in der WerteUnion, der noch etwas auf sich und seine Integrität hält, sollte nun austreten und seinen Hut nehmen – er muss ja nicht gleich woanders beitreten. Lob und Anerkennung an die, die sich auch innerhalb der Union gegen den Kurs der Merkelianer gestemmt haben, auch 2015 nicht abnicken wollten und seither einen stillen, aber zumeist schwierigen Kampf bergauf gegen eine völlig sozialdemokratisierte und grüne Union gekämpft haben. Respekt euch wenigen innerhalb der CDU(Bsp: Abler), die nochmal versucht haben das Runder rumzureißen.

 

Aber der Kampf ist vorbei. Wer jetzt noch zur Fahne hält, wird letztendlich mit ihr untergehen und in Scham und Schande in Erinnerung bleiben. Ich bin nicht so vorschnell, dass ich den Tod der CDU als Partei jetzt schon an die Wand malen will. Letztendlich könnte sie das sozialdemokratische Wählerlager der SPD vollständig aufsaugen und sich dann mit neuen Wählern über Wasser halten. Nur Konservative haben im Grunde schon seit der Jahrtausendwende keinen Platz mehr in der CDU. Das sollte die Wahl von AKK endgültig klar gemacht haben. Amüsant ist, dass mit Jens Spahn und Friedrich Merz keine Überflieger angetreten waren, sich viele frustierte Unioner, die ihr Kreuz schon oft heimlich bei der AfD gemacht haben, auf ein letztes Wagnis mit diesen lahmen Pferden einlassen wollten. Doch nun liebe Freunde …ist es vorbei. Die merkelsche CDU hat den ideologisch-kulturellen Kampf innerhalb der Union gewonnen und wird die nächsten Jahrzehnte weiter in diesem Trott machen. Mit Ziemiak und AKK steht auch einer politischen Vereinigung von CDU und Grünen in einer Koalition nichts mehr im Wege, was für Deutschlands Zukunft nichts Gutes bedeutet, aber immerhin das politische Überleben der AfD weiter zementieren wird.

Und damit endet auch das teilweise bemitleidenswerte, euphorische Gejubel meiner vielen Bekannten und Freunde aus der Union, die sich mit Merz einen neuen Aufbruch erhofft hatten oder glaubten, dass sich Spahn durchsetzen würde. Manche Menschen belügen sich eben selbst gerne, machen sich Hoffnungen, wo keine ist. Die Realität ist schwer zu ertragen und hat diese Vertreter einer konservativen Wende in der Union nun hoffentlich endgültig eines Besseren belehrt. Nun bleibt nur der Austritt oder das Isolieren innerhalb der eigenen Partei, der Versuch auf Ebene der Kreisverbände seine eigene Festung zu bauen. Einen Wechsel zur AfD will ich den Unionisten dennoch nicht ans Herz legen und die Alternative sollte gut aufpassen, dass sie sich nicht zu viele ehemalige Unioner ins Boot holt, die jetzt zu so später Stunde noch wechseln wollen. Gelegenheiten gab es in der Vergangenheit schließlich genug. Offene Arme sollte man für diese Leute haben. Nur sollte man dabei nicht vergessen auch die Tür schnell wieder zu schließen, falls sich der Ballast der Unionserziehung und CDU-Mentalität als schädlich erweist.

 

Bild: Pixabay

Hat dir der Beitrag gefallen?

Spendier uns eine Kleinigkeit, um den Blog zu unterstützen:

5,00
Zahlungsmethode auswählen
Persönliche Informationen

Spendensumme: €5,00

 

Kommentare deaktiviert.