Merz könnte, wenn er nur wollte – aber er wird nicht

Mein Vater, Aachener CDU-Urgestein, ein Relikt der alten Bundesrepublik, wurde erstmalig seit ca. fünf Jahren wieder für seine alte CDU begeistert, nachdem Friedrich Merz seinen Hut wieder in den Ring warf. Diese Begeisterung flaute jedoch schnell ab und mündete in bitterer Enttäuschung. Vom Goldjungen ist nichts geblieben. Er, ja auch er, ist wohl ein Verräter an der eigenen Partei geworden und widerspricht allem, für das erst einst vorgab zu stehen. Den schillernden Höhenflug der Gefühle, den mein Vater erleben durfte, endete im Sturz des Ikarus ins Bodenlose.  Es half nicht, dass Merz zwar angab die AfD halbieren zu wollen, weil er gleichzeitig keinen Willen hat die Politik der merkelschen Jahre rückgängig zu machen. Dies würde bedeuten, dass er die Forderungen der AfD nach Remigration und kontrollierter Migration aufgreift, die Grenzen sichert und illegale Zuwanderung beendet. So leicht könnte er die AfD halbieren. Aber willens ist er nicht und wird mit einer vermerkelten CDU im Rücken, die eine Annegret-Kramp-Karrenbauer favorisiert, auch nicht dazu kommen es zu versuchen.

Was müsste ein Herr Merz denn tun, um die Macht der CDU zu sichern und das Zerbröseln der Großen Koalition zu beenden? Er müsste das Kernthema der AfD aufgreifen und nicht wie ein Herr Laschet aus NRW es fordert, die Migrationsfrage weniger stark gewichten. Denn gerade in Sachen Einwanderung und innerer Sicherheit, aber auch bei der sozialen Frage, versagen die Altparteien. Daher müsste ein Herr Merz drakonische Strafen, den ganzen Hammer der Justiz gegen die kriminellen, illegalen Migranten und Asylbewerber anwenden, die hier im Land für überaus brutalen Mord und Totschlag verantwortlich sind, wie man ihn vorher hier seit dem Ende des 2. Wks nicht kannte. Das müsste er tun bzw. sich hinter jene Ministerien und Dienststellen begeben, die für die Justiz verantwortlich sind. Mit der Kuscheljustiz gegenüber Neuzugängen im Land müsste Schluss sein, um der AfD hier das Fahrtwasser zu nehmen. Sachleistungen müssten Asylbewerbern statt Geldleistungen gegeben werden, wie das in anderen Ländern bereits der Fall ist. Sichere Grenzen der EU und Deutschlands müssten her, wo jeder abgewiesen wird, der sich nicht klar ausweisen kann. Und er müsste selbstverständlich den UN-Migrationspakt ablehnen.

Wenn er dann noch Islamisten und radikale Imame verbannt, könnte er die AfD halbieren. Nur wird er das nicht tun. Den Schlafsand, den er dem konservativen Wähler ins Auge streuen will, wird nur die gutgläubigen Christdemokraten, die ihr Kreuz sonst bei der AfD machen, umstimmen. Dann und nur dann könnte ein Merz, wenn er nur wollte. Aber Sie und Ich wissen doch ganz gut, dass er das nicht wird. Selbst wenn er Vorsitzender der CDU werden sollte, wird sich nicht grundlegend etwas ändern. Das System Merkel lebt nicht von einer Person, sondern von einem grundlegenden Konsenswandel und einer Verschiebung der politischen Mitte nach links, wo nun auch die CDU hin möchte und bereits die SPD verdrängt hat. Die Christdemokraten stehen mehrheitlich hinter Merkel und hinter AKK. Die Zukunft wird zeigen, dass eine Rückkehr zur konservativ-bürgerlichen Mitte für die CDU nicht mehr in Frage kommt.

Auch ein Alt-CDUler wie mein Vater lässt sich nicht unendlich oft und lange belügen.

 

Bild: Mozamaniac / CC BY-SA 3.0

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