Napalm fürs Volk

Gastbeitrag von Kölscher Jung 

Das erste Mal in der großen Stadt, einmal die Landluft verlassen und die große Stadt sehen. Wer träumt nicht davon, wenn er vom Land kommt?

Andere Frage: Haben Sie schon einmal einen Menschen brennen gesehen? Den Geruch auf der Zunge geschmeckt und in der Nase gespürt? Es riecht halb anregend, halb ekelerregend. Man kennt den Ursprung des süßlichen Rauchs, kann aber die Schlussfolgerung nicht rational erfassen, ohne verrückt zu werden. Brennendes Menschenfleisch ist nichts, was man vergessen kann.  Es erinnert mich an den Plastikgeruch und das rauchige Aroma, das an der Stelle verbleibt, wo es einen Menschen nach einer Explosion eines Sprengsatzes in Stück gerissen hat. Manche Betroffene werden von der Wucht eines IEDs bereits getötet, erleiden schwere innere Verletzung, sodass sie stumm im Sand und an Ort und Stelle liegen bleiben. Sie brennen dann manchmal auch, ohne es zu merken, weil sie tot oder bewusstlos sind. Schon ziemlich verrückt, dass wir nur Kohlenstoff und Wasser sind. Mit Blut gefüllte Fleischsäcke, die der Herr Gott mit einer Seele beschenkt hat.  Am Mittwoch dem 17. Oktober stürmte ein sich zum IS-bekennender Syrer, der Deutschland im Zuge der Politik offener Grenzen 2016 betreten und mit einer Duldung hier verweilen durfte, die McDonalds-Filiale am Kölner Hauptbahnhof. Ich hatte am Tag zuvor dort meine Schwester abgeholt, die nur zwei Jahre jünger als das Mädchen aus Hennef ist, das von Mohammed R. in eine menschliche Fackel verwandelt wurde.

Was fühlt man bei dem Gedanken, dass auch die eigene Schwester das Opfer dieses Terroristen hätte werden können? Zorn, Wut, sogar Hass. Seit diesem Mittwoch habe ich wieder vermehrt Alpträume, in denen sich wahlweise meine Schwester, Partnerin oder andere Bekannte in menschliche Fackeln verwandeln und wild, hilflos mit den Armen fuchteln, als könnten sie die Flammen dadurch löschen. Das junge Mädchen aus Hennef wird nie wieder richtig laufen, noch eine kurze Hose oder einen Rock anziehen können. Ihr Leben ist zerstört, weil die politische Kaste samt Kanzlerin der Meinung sind, dass das Leben eines Mohammed R. mehr wert ist, als das Leben meiner Schwester oder das Leben eines jungen Mädchens auf Hennef.  Darf man fragen, ob die Kanzlerin die verletzte, junge Frau im Krankenhaus besucht hat? Laut Eltern ist das nicht der Fall. Ihr fast tödliches Leiden durch Benzin und Feuer wurde kurzerhand beiseite gewischt. Am Bahnhof erinnert nur noch wenig daran, dass sich hier ein kleines Mädchen panisch und weinend versuchte zu entkleiden, weil der schreckliche Schmerz durch Feuer nicht nur die obere Haut verbrennt, sondern auch Fett zum schmelzen bringt und das Gewebe des Körpers nachhaltig zerstört. Die Pein muss unvorstellbar sein. Eine Kugel ist dem Feuertod vorzuziehen, wenn man eine Wahl hat. Bei den Amerikanern in Afghanistan und im Fernsehen hat man sie hin und wieder gesehen, diese Brandopfer. Männer, die aus ihren brennenden Fahrzeugen gerettet wurden und es vielleicht bevorzugt hätten, wenn sie dort gestorben wären. Diese geschmolzenen Visagen und Hände, die kaum noch an Menschen erinnern.

Man sehe es mir nach, wenn ich behaupte, dass diese Regierung Deutschland beginnend ab 2015 in einen Krisenherd verwandelt hat. Denn ich kann mich nach gut und gerne 30 bewussten Jahren in diesem Land nicht erinnern, wann hier vorher an Bahnhöfen Mädchen unter Schlachtrufen des islamischen Dschihads angezündet wurden. Und ich verstehe auch nicht warum hier so viele ehemalige Kämpfer der Nordallianz aus dem Pandschschir-Tal und Taliban aus Badachschan mit vernarbten Gesichtern und abrasierten Bärten Köln seit 2015 mit ihrer Präsenz bereichern dürfen.

Wenn in ein paar Wochen eine gerichtete (Spreng)Ladung einen Polizei-PKW zerstören und Männer mit fusseligen Bärten aus AKs auf Busse schießen würden, wie das in Frankreich in ähnlicher Form schon passiert, wäre ich wirklich kein bisschen überrascht. In meinen Träumen brenne ich auch am Kölner Hauptbahnhof, reiße mir die Haut vom Kopf und die Haare verdampfen in der Hitze. Der Krieg ist nicht am Hindukusch. Er ist längst hier und nicht mehr auf unsere Köpfe und Träume beschränkt.

 

 

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