Die CDU und ihre Ketzer in den eigenen Reihen

Nun ist es also passiert. Vor einigen Tagen hat Kanzlerin Merkel noch gesagt, dass jeder, der sich gegen den UN-Migrationspakt positioniert, quasi Lügen verbreiten würde. Diese Ketzer, die dem Pakt Skespis entgegenbringen, seien von «Hass und Hetze» gelenkt, so die Kanzlerin. Nur Pech, dass sie jetzt damit auch die CDU in Sachsen-Anhalt,  die CDU in Leipzig und die WerteUnion innerhalb ihrer Partei jetzt in den Kreis der Hasser und Hetzer aufnehmen muss. Ganz zur Freude von Linkspartei, Grünen und SPD, die das ja sowieso so sehen.

Manch ein zorniger Wechselwähler, der sein Kreuz das letzte Mal bei der AfD gemacht hat, aber ansonsten das Parteibuch der Schwarzen besitzt, mag jetzt Freudensprünge machen. Sicherlich gibt es einen Anteil von Vernünftigen innerhalb der Werteunion auf Ebene des Kreisverbandes. Allerdings sollte man sich angesichts der Popularität von Annegret Kramp-Karrenbauer in der CDU keinen Illusionen hingeben. Die Basis der Christdemokraten tickt nicht mehr konservativ. Die Entscheidung sich in einigen Landesverbänden gegen den Pakt zu stellen, ist zwar gut, dürfte aber dem Instinkt gefolgt sein, der die Schwarzen daran erinnert, dass ihnen ohne klare Kante gegen diesen Pakt die Strafe des Wählers bei der nächsten Wahl einholen dürfte. Die Angst vor dem Bürger und dessen Zorn trieb die Ketzer in der Union ans schöne Ufer.

Ob das eine generelle Trendwende ist, bleibt abzuwarten. Bis zur nächsten Enttäuschung mag es nicht weit sein in der Union. Trotzdem ist es amüsant zu sehen, dass einige Unionsanhänger ihrer Kanzlerin ordentlich in die Suppe gespuckt haben. Sie hat es verdient.


 

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