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Riecht es nach Urin, bist du in Berlin

Riecht es nach Urin, bist du in Berlin

In Paris, der Stadt der Pisse, entstehen ja derzeit überall öffentliche Urinale, wo sich die Bürger und Nichtbürger der Stadt erleichtern können.  Der Urin frisst sich in die alten Holztüren, brennt sich in den Boden und sorgt für ein säuerliches und anregendes Geruchserlebnis beim abendlichen Spaziergang. Berlin als Hauptstadt von Welt, multikulturell, bunt und mit viel Laissez-faire, will Paris natürlich in Nichts nachstehen und bereichert die Bewohner mit nach Urin stinkenden Bahnhöfen, Tram-Haltestellen, Busstationen, Bussen, U-Bahnen, S-Bahnen und öffentlichen Plätzen des kunterbunten Lebens.  Wenn sich ein Mann mitten in der S-Bahn von Adlershof nach Schöneweide in der Bahn selbst erleichtert (selbst erlebt), sorgt das bei den Berlinern nur für ignorantes Achselzucken. Hauptstadt eben, so ist Berlin!

Ob Bahnhof Yorckstraße oder Julius-Leber-Brücke, entfliehen kann man dem Geruch und den dunklen Pfützen nicht. Am Alexanderplatz gehört es ja neben dem Alexa und im Bahnhof selbst schon zum guten Ton, zur Erwartungshaltung der Berliner, dass es nach Pisse stinken muss. Wenn sie nicht besonders ranzig und säurehaltig riecht, ist man ja schon enttäuscht.  Die gröhlenden Fußballfans von Union oder Hertha, die alkoholisiert sich überall an den Wänden erleichtern wollen, bereichern die Stadt mit ihrer Duftnote ebenso wie somalische Piratendarsteller, die bei Schöneweide hinter die Fahrräder pinkeln und mit runtergelassener Hose dann in Richtung Imbissbude torkeln.

Der Senat müsste hier statt der wenigen hundert öffentlichen Toiletten ein paar tausend mehr bauen, gleichzeitig Wildpinkler an den öffentlichen Plätzen und in der Bahn härter bestrafen (Bußgelder bis zu 5000 Euro sind laut Bußgeldkatalog hierbei möglich) und die Berliner zur Sauberkeit anhalten.  Statt der Einführung von Transgender-Toiletten in den Behörden ( eine Idee vom Senat und SPD) , wäre es doch angebracht ein paar öffentliche WCs zu errichten, für Männlein und Weiblein gleichermaßen. Das wäre doch mal eine Idee, die der Mehrheit der Menschen hier dienlich wäre.

 


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