Home Gesellschaft Chemnitz ist symptomatisch für die Auflösungstendenzen der Bundesrepublik

Chemnitz ist symptomatisch für die Auflösungstendenzen der Bundesrepublik

Chemnitz ist symptomatisch für die Auflösungstendenzen der Bundesrepublik

Nein, nicht die Tötung eines weiteren Bürgers dieses Landes durch einen hier nicht asylberechtigten Migranten ist der Anlass, ein Inferno der Empörung über Deutschland zu entfachen.  Anstatt den Chemnitzern den Rücken zu stärken und zu versprechen, dass dieses mal, ja wenigstens dieses eine mal Gerechtigkeit walten und der Mörder einer gerechten Strafe zugeführt wird, spricht man lieber über den «braunen Mob».  Erst wird das Haus 2015 und in den Jahren zuvor in Brand gesteckt, jetzt empört man sich, dass es heiß wird.

Frau Bürgermeisterin Ludwig (SPD) und Frau Kanzlerin Merkel, die sich beide so empört nicht über den Mord auf offener Straße, sondern über die wütenden Proteste gezeigt haben, hätten gut daran getan ihren eigenen Bürgern Mut zu geben und zu versprechen, dass mit allen Kräften an einer Veränderung dieser untragbaren Umstände gearbeitet wird. Ob Frau Merkel und Frau Ludwig sich bei der Familie des Getöteten gemeldet haben? Einen Besuch von der Kanzlerin gab es für die Eltern des jungen Mannes scheinbar nicht. Dergleichen Ehrbekundungen gibt es scheinbar nur, wenn man türkischer Herkunft ist. In Solingen gab es unendliche Beleidsbekundungen und Mitgefühl von der Kanzlerin, während Daniel H. und seine Hinterbliebenen nicht einmal mit einem feuchten Händedruck rechnen können. Nicht in naher Zukunft. Denn gerade läuft die politisch-mediale Elite der Bundesrepublik in dem einzigen Betriebsmodus, der ihr bekannt ist – Angriff nach Rechts.

Konzerte gegen Rechts, Tanzen gegen Rechts, Polizeieinsatz gegen Rechts, Bürgermeister halten Ansprachen gegen Rechts und so weiter. Statt sich mal für das RECHT auszusprechen und einzustehen, also zu sagen, dass ein mehrfach vorbestrafter Asylsuchender niemals hätte im Land verweilen dürfen, scheint schon dieses Bekenntnis wirklich zu viel verlangt. Dabei ist es nicht der erste Einzelfall dieser Sorte. Man sollte sich nicht in den hohen Häusern der Republik nicht der Illusion hingeben, dass dieser Volkszorn über die Zustände nur auf Chemnitz und Mitteldeutschland beschränkt bleibt. Immer mehr Menschen werden den Glauben an den Rechtsstaat der Bundesrepublik verlieren und innerlich mit dem Staat abschließen, weil man sie dazu nötigt. Im Osten mit Protesten, im Westen mit Resignation und Wahlverhalten.

Das über Sachsen entfachte Mediengewitter ist nur ein routiniertes Muskelzucken der Republik, die in ihrem lethargischen Siechtum Abschied von einem Großteil der eigenen Bevölkerung nimmt.  Chemnitz ist nur ein Symptom dafür, dass immer mehr Menschen den Glauben an diesen Staat verloren haben oder verlieren, weil viele Tausend Einzelfälle über Jahrzehnte den gleichen Effekt haben wie Wasser und Zeit auf Gestein. Die Bundesrepublik ist erodiert.


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