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Die Deutschen sterben wie die Fliegen

Die Deutschen sterben wie die Fliegen

Im Jahr 2016 starben ca. 911.000 Menschen in Deutschland. Das sind ca. (grob) 2500 pro Tag. Ende 2015 und Anfang 2016 kamen laut WELT ca. 6000 Flüchtlinge/Migranten pro Tag an. Bis heute ist nicht mit völliger Präzision festzustellen, wie viele Migranten in 2015-2017 Deutschland wirklich betreten haben. Doppelte und dreifache Identitäten, verpasste Zählungen und illegal im Land untergetauchte Personen kann man in Statistiken nicht korrekt wiedergegeben.  Fakt dürfte sein, dass 2015 und 2016 ca. 1,5-2 Millionen Menschen zusätzlich nach Deutschland gekommen sind, die fremden Nationen und Kulturen entstammen. Im gleichen Zeitraum starb grob die gleiche Anzahl an Menschen in Deutschland, die meisten davon dürften ethnische Deutsche sein, die einen weitaus höheren Altersdurchschnitt haben, als die migrantische Bevölkerung. In den Alterskohorten 65-75, 75-85 und 95 und mehr sind Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund faktisch fast gar nicht vertreten, wenn man die Zahlengruppen mit der indigenen Bevölkerung vergleicht (Statistisches Bundesamt).  Die allermeisten Deutschen befinden sich mit Abstand in den Alterskohorten 45-55, 65-75 und 75-85. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland von 81 Jahren, wenngleich bezweifelt werden kann, ob das Leben mit 81 noch aktiv oder eher doch passiv ist.

Ergo ist die angebliche Bevölkerungsmehrheit der Deutschen, die derzeit noch in allen Debatten um die Integrationsfähigkeit des Landes und die Überfremdungsangst lautstark angeführt wird, eine Beruhigungspille für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre. Denn um 2030 werden viele aus diesen Altersgruppen an die Pforte klopfen und aus der Statistik verschwinden. Die demographische Mehrheit der Deutschen wird dann in den meisten Städten unweigerlich dahin sein. Im Jahr 2016 hatten in Deutschland 38,1 Prozent aller Kinder einen Migrationshintergrund ( also entweder ausländischer Herkunft oder aber mit mindestens einem nicht-deutschen Elternteil). Da die Zahlen veraltet sind, können wir im Jahr 2018 von einem erhöhten Prozentsatz ausgehen. Zusätzlich muss beachtet werden, dass diese Prozentzahlen sich auf Deutschland in seiner Gesamtheit beziehen. In urbanen Ballungsgebieten, wo der Migrantenanteil besonders hoch ist, liegt auch der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund höher. Beispiele hierfür sind Köln, Düsseldorf, Dortmund, Berlin, Bremen, Hamburg, Duisburg, Essen und so gut wie jede andere Großstadt in Deutschland, die nicht östlich der Elbe liegt und nicht Berlin heißt. (Auch Migrationshintergrund ist nicht gleich Migrationshintergrund – vor allem innereuropäische Nationalitäten spielen eine Rolle, sind aber nicht die dominanten Nationalitäten).

 

Viele trockene Zahlen, die den meisten Lesern hier grob bekannt sein sollten. Ich erzähle hier nichts neues. Daher will ich auf einer morbiden Note enden. Ein paar Anekdoten aus dem Leben. Hier in Köpenick gibt es mehrere große Friedhöfe, wo scheinbar ausschließlich Berliner und Köpenicker Bürger begraben liegen. Amüsanterweise hatte ich kürzlich das Vergnügen mit einem Bestatter zu sprechen, der ein kleines Bestattungsunternehmen hier in der Gegend führt. Beim Bier erzählte er mir mit einer Trockenheit und Kälte, die einem Bestatter gut steht, dass er sich endlich sein Haus im südlichen Ausland kaufen konnte – eine riesige Immobilie für das Alter mit Pool und Veranda und Blick auf das Mittelmeer. Das Geschäft liefe, so der Bestatter, blendend. Denn «die Deutschen sterben wie die Fliegen». Wartezeiten wären einzuplanen, wenn man noch einen Platz auf seinem Terminkalender haben will, so der Mann, der selbst bald das Zeitliche segnen dürfte, aber erst vor wenigen Jahren in das Geschäft gewechselt ist. Er erzählte von langen Wochen, an denen ganzen (im übertragenen Sinne) Dörfer und Wagenladungen beerdigt werden müssten.  Häufig auch solche, die im Alter vereinsamt sind und erst spät von Verwandten «gefunden werden», wenn die Oma oder der Opa nach drei Monaten nichts mehr von sich hat hören lassen.  Dies sei dann im besonderen Maße unappetitlich, aber nicht weniger lukrativ. Ein Abend, an dem mir mein Bier nicht mehr ganz so gut schmeckte, wie es sollte. Er endete mit dem Ratschlag, dass ich mich ja jetzt schon um einen guten Platz bemühen sollte, weil in zwanzig oder dreißig Jahren das halbe Land ein einziger Friedhof sein dürfte.

Das alles erinnerte mich an unseren Besuch in Küstrin an der Oder, das jetzt Kostrzyn heißt und in Polen liegt. Als wir auf den zugewachsenen Ruinen und Fundamenten der einst deutschen Stadt spazieren gingen, konnte man noch anhand der Steinstufen und angedeuteten Straßen, die von Gras überwachsen waren, erahnen, dass dies einst eine belebte, deutsche Stadt gewesen war. Bis auf ein Museum, Ruinen und ein großes Kreuz in der Mitte dieser leeren Mauern war aber nichts geblieben. Ein paar Straßen weiter begannen die Grabsteine und Kreuze, die davon kündeten, dass hier mal Menschen gelebt haben. Die Großmutter meiner Freundin kommt ähnlich wie meine Oma auch aus Schlesien. Wenngleich die Oma meiner Freundin nicht mehr im völligen Besitz ihrer geistigen Kräfte ist, erinnert sie sich noch gut an ihre alte Heimat und in Verbindung mit dem Durchgangssyndrom scheint diese schlesische Heimat auch das Einzige zu sein, woran sie sich ehrlich und detailliert erinnern kann. «Ja, ja, aber nun gibt’s des ja nich mehr», sagte sie vor einigen Tagen auf dem Geburtstag meiner Freundin und irgendwie stimmte mich das trauriger, als es das normalerweise tut.  Das Schlesien verloren ist, erscheint als eine unbestreitbare Tatsache. Dass das alles aber in der Lebenszeit einer Frau geschehen konnte, erschreckt mich und spornt zugleich an. Es ist an Ansporn dafür sich heute und hier besonders einzusetzen, um als alter Mann nicht vor der jungen Familien zu sitzen und Geschichten vom Leben aus der verlorenen Heimat zu erzählen. Opa Young German, der dann ja ein Old German ist, will nicht sagen müssen: «Oh ja, wie schön es damals war in Berlin und Potsdam. Aber det gibt’s ja nicht mehr…» – Überhaupt erscheint das hohe Alter in seinem Siechtum als wenig erstrebenswert.

Darum vorwärts und angepackt:

Die AfD ist die letzte evolutionäre Chance für Deutschland.

Foto: Pixabay

Mehr zum Thema:

„America alone“ – Auflösung der westlichen Dominanz und das Ende Europas – von Mark Steyn

 


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