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Die evangelische Kirche in Deutschland ist untot

Die evangelische Kirche in Deutschland ist untot

Zur Fußball-WM besuchten ein Kamerad (Bier mit Johannes – über den Kampfeinsatz ) und ich eine Veranstaltung der evangelischen Kirche in Berlin. Genauer gesagt ein Public Viewing mitten im Kirchgebäude, samt Alkohol und Verpflegung gegen Bares. Es war genau die Art von EKD-Veranstaltung, die mein morbides Interesse wecken konnte. Enttäuscht wurde ich nicht, nachdem wir uns inmitten der Menschen setzten, die bei den rhetorischen Ergüssen einer Margot Käßmann Beifall klatschen würden und ein gutes Verhältnis zu ihrer sterilen, aber sich modern gebenden Kirche haben, die Public Viewings für Fußball abhält, Gender-Seminare gibt und die Sinnhaftigkeit bzw. die Wahrheit ihrer eigenen Lehre vor den anderen Weltreligionen in Zweifel zieht, alles relativiert und verwässert und daher aus der Not der geistigen Leere heraus in den Verirrungen der Moderne nach Halt sucht. Was heute die Fremdenliebe und der Migrantenwahn ist, war damals der Nationalsozialismus, auf den die Evangelische Kirche sofort aufsprang und sich als ergebender Diener der Nazis präsentierte. Die Evangelische Kirche hat keinen inneren Kraftkern mehr, keine echten Überzeugungen und brauch daher kulturelle und politische Trends, um sich an diese wie ein Parasit zu heften und von deren Momentum zu leben. Wobei man die derzeitige Existenz der EKD wohl kaum Leben nennen könnte. Weder bei der Verteidigung des ungeborenen Lebens noch beim Halten der eigenen Mitglieder und dem Erhalt der Kirche gibt sie sich sonderlich viel Mühe.

Als zumindest evangelisch geprägter und in diesem Sinne erzogener Mensch starrte ich bereits zu Ostern mit einem anderen Kameraden, der religiöser als ich ist, völlig erstarrt und schockiert auf eine kurzhaarige und ergrauende Pfarrerin, die beinahe krächzend, mal hysterisch an Ostern vom Leid in Afghanistan berichtete, von der moralischen Pflicht die Welt in sich aufzunehmen und davon, dass – …

Wissen Sie was? Bei all dem Gebimmel und den künstlerisch motivierten Zwischenrufen eines kleinen Frauenorchesters am Rande, das sich in der Funktion als Vortragender mit der Pfarrerin abwechselte, habe ich eines nur in Erinnerung: nämlich das Bedürfnis meinen den Kopf schüttelnden Freund und Kameraden zu greifen und mit ihm die Kirche und den pink angestrahlten Jesus am Kreuze zu verlassen, der vielleicht merkte, dass dieser Abend nicht ihm und seiner Auferstehung galt. Unser Fehlen wäre aber sofort aufgefallen, weil mitten in Berlin an Ostern nur knapp 15-20 Personen anwesend waren. Jede Hinterhofmoschee ist voller und platzt aus allen Nähten, während sich die Gläubigen im frenetischen Singsang ihres Imams dem Islam wahrhaftig hingeben können und fest, ja unumstößlich glauben dürfen. Ganz ohne Entschuldigungen, Relativierungen und Rücksichtnahme auf irgendwelche anderen Religionen, die außerhalb der eigenen Gruppe stehen. Wenn der deutsche Protestantismus von Leuten wie Bedford-Strohm und Margoß Käßmann angeführt wird, der eine verleugnet seinen eigenen Glauben in Jerusalem, ohne dass man ihn dazu auffordert und die andere meint, dass man mit Taliban und IS-Kämpfern nur reden müsse, dann gibt es für diese Institution keine Hoffnung mehr. Der Glaube wird in den Menschen bestehen bleiben, die aus Überzeugung zu ihm halten. Die Organisation als solche jedoch ist allein schon durch den selbst gewählten demographischen Suizid und die Aufgabe von fundamentalen Wahrheiten bzw. Standpunkten verloren sein.

Die Evangelische Kirche ist steril und stirbt schneller, als die Katholische Kirche

Die wirklich guten Artikel der WELT sind mittlerweile nur noch über eine Bezahlschranke lesbar. So auch der Kommentar zum rasanten Mitgliederschwund bei den Kirchen in Deutschland. Noch bevor das nächste Jahrzehnt seinem Ende entgegen geht, werden Christen hier im Lande eine von vielen Minderheiten sein. Mit dem Unterschied, dass sie auch nach 2025 weiter schrumpfen, während die Anzahl der Muslime exponentiell zunehmen wird.  Insofern wird keinesfalls die von Religionsgegnern und Atheisten favorisierte religionslose Gesellschaft kommen. Die Zukunft wird im Gegenteil sogar sehr religiös sein und von zunehmender konfessioneller Gewalt, ausgehend von der neuen Majorität gegen die Minoritäten, geprägt sein. Spätestens ab 2040 auch institutionell, wenn der demographische Wandel  die staatlichen Organe durchlaufen hat und die Muslime genau die Art von Toleranz und Religionsfreiheit durchsetzen, die sie anderen Religionen in mehrheitlich islamischen Ländern gönnen. Allein 2017, zum Jubiläum der Reformation, kehrten 200.000 Mitglieder der EKD den Rücken. Zusammen mit dem Absterben der Alten verloren die Protestanten im Lande also fast 400.000 Mitglieder in nur einem verdammten Jahr. Wenn sie, die EDK, so weitermacht, wird es sie bis zur Jahrhundertmitte quasi nicht mehr geben. Derweil werden die Muslime in etwa den selben Anteil an der Gesellschaft haben, der derzeit von Katholiken oder Protestanten eingenommen wird.

 

 

 

Bei einem Besuch in Wittenberg Lutherstadt im letzten Jahr, genau zum Jubiläum der Reformation, fiel sofort auf, dass der Gott und sein Sohn Jesus zwar überall ausgeschildert waren, Mammon aber in Wahrheit herrschte. Selbst in der zentralen Kirche in der Stadtmitte klingelten die Kassen nur so und die allermeisten Besucher schienen japanische Touristen zu sein, die staunend auf diese alten Mauern und Kreuze blickten, als seien diese Relikte aus grauer Vorzeit, die schon vor langer Zeit von ihren Eigentümern vergessen wurden. Selbst meine damalige Freundin wandte sich genervt und regelrecht angewidert ab, trotzdem sie eine im besonderen Maße durch evangelisches Gutmenschentum geprägte junge Frau war. Die Abwesenheit des Göttlichen und Heiligen war spürbar.

Die Veranstaltungen am Abend erinnerten mich an die sozialistischen Umzüge der Pfadfinder in Vietnam oder ähnlicher ideologischer Veranstaltungen, die mit netten Worten beginnen, dann aber schnell ausufern und politische Botschaften predigen. Dass die EKD im besonderen Maße von den Linken der 68er-Generation infiltriert und völlig vereinnahmt wurde, ist ja kein Geheimnis. Dass es aber eine Kirche ist, wo selbst zentristische Plattformen wie IDEA von grünhaarigen Protestanto-Emanzen als «rechtsextrem» abgetan werden und sich eine Frau wie Birgit Kelle von sterilen, alten und kinderlosen Frauen ihrer eigenen Kirchengemeinde vorwerfen lassen muss, dass sie «nah an der Volksverhetzung» schreibt, weil sie sich gegen Abtreibung und für geordnete Zuwanderung bzw. Integration ausspricht, macht die Sache einfach nicht besser.

Die EKD ist unheilbar krank, größtenteils marode im Innern und nicht einmal in der Lage sich gegen Aktivisten aus dem eigenen Sud zu wehren, die sich selbst Sozialisten oder Kommunisten nennen, aber evangelischen Elternhäusern entspringen und im Gleichschritt mit der EKD gegen alles vermeintlich «Rechte» demonstrieren können. Demnach hat sie auch keine Überlebenschancen in der nahen Zukunft. Sie ist bereits tot und der Protestantismus möge sich in den Freikirchen einen neuen Weg suchen.  «Luther du mieses Stück Scheisse!»  hissten die Linken als Banner auf dem Kirchentag der EKD, ohne dafür als Gegner der selbigen Kirche auserkoren zu werden. Da ist einfach nichts mehr, was sich aufbäumen kann. Als größter Befürworter der Massenmigration nach Europa erfüllt die Evangelische Kirche in Deutschland nur noch einen Zweck: Schlüsselübergabe für die Religion, die noch an sich glaubt und freudig die sterilen und ergrauten Protestanten mit ihrem naiven «Singen gegen den Hass» und «Breakdeancen gegen Rechts» als eine dominante Religion in Westeuropa ablöst.

Martyrium, also für seinen Glauben das höchste Opfer zu bringen und in den Tod zu gehen, ist den modernen Vertretern dieser Kirche völlig fremd.

 


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