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Tragikkomödie Bundeswehr

Tragikkomödie Bundeswehr

Gastbeitrag von “Sloggi”

Die deutsche Politik erinnert mich immer öfter eine Tragikkomödie, wobei ich mir meist unsicher bin, ob ich lachen oder weinen soll.
Neuestes Beispiel für selbstverursachte Probleme, die mittels «kluger» Einfälle behoben werden sollen, dadurch jedoch nur potenziert werden ist: Die Bundeswehr.

So hat man vor Aussetzung der Wehrpflicht die Hälfte aller Zeit- und Berufssoldaten aus Grundwehrdienstleistenden geworben. Diese haben während ihres Dienstes erst erlebt, was es heißt Soldat zu sein, haben dies für gut befunden und sich als Zeitsoldat verpflichtet. Diese Rekrutierungsmaßnahme ist natürlich durch die Aussetzung der Wehrpflicht weggefallen und man musste sich andere Methoden erarbeiten. Bis heute haben diese leider nicht funktioniert und nicht nur zu wenige Zeitsoldaten hervorgebracht, sondern auch noch die falschen. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung, denn ich habe es erlebt wie die Qualität der neuen Landser Quartal um Quartal abgenommen hat. Mit Qualität meine ich nicht nur die Intelligenz, sondern auch die Motivation. Natürlich gab es die eine oder andere Ausnahme, jedoch war der subjektive Eindruck der, dass nur noch ehemalige Arbeitslose in die Bundeswehr kommen, um ordentlich Geld zu verdienen und möglichst wenig zu leisten. Viele dieser Soldaten verlängern auch noch ihre Dienstzeit bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, denn aufgrund des akuten Soldatenmangels können Mannschaften mittlerweile 20 Jahre oder länger dienen.

Die Politik hat nun erkannt, dass die Bundeswehr ein Rekrutierungsproblem hat. Doch anstatt die richtigen Konsequenzen daraus zu ziehen und die allgemeine Wehrpflicht wieder einzuführen, da die Aussetzung dieser das Problem verursacht hat, wird nun vorgeschlagen, Ausländer in die Bundeswehr einzustellen.
Herrlich, oder?

Mit einem Auge lache ich, da ich genau weiß, dass dies noch mehr potenzielle Soldaten abschrecken wird, denn viele sind so wie ich glühende Patrioten. Meine Motivation zur Bundeswehr zu gehen war mein Patriotismus. Auch ich habe schnell gemerkt, dass in der Bundeswehr zu dienen leider wenig Nutzen für mein Vaterland hat – Nachdem Ursula von der Leyen Verteidigungsministerin wurde, hat der Nutzen nochmals nachgelassen. Also welchen Sinn hat es, in einer Bundeswehr zu dienen, die noch nicht einmal von Deutschen für Deutsche agiert?
Keinen, außer man braucht Geld und möchte nichts leisten.
Mal abgesehen von den Problemen, die dadurch verursacht werden. Hier braucht man sich nur unsere Gesellschaft und die Probleme mit Ausländern anzuschauen und dies dann auf die Bundeswehr projizieren. Alles Weitere kann sich jeder selbst ausmalen.

Mein zweites Auge muss natürlich weinen, da es mir das Herz zerreißt, zu sehen wie die Bundeswehr demontiert und zersetzt wird. Die Moral der Truppe ist bereits am Boden, viele Berufssoldaten kündigen, Zeitsoldaten verlängern nicht oder verkürzen ihre Dienstzeit, der Dienst ist oft nur eingeschränkt möglich aufgrund von Materialmangel etc. Selbst die neue Überstundenregelung führt zu Ausfällen von Übungsvorhaben. Es ist nur noch zum Heulen.
Ich bin mir nicht sicher, ob all dies beabsichtigt ist oder ob die Politik wirklich so dumm und unfähig ist, wie sie sich gibt: jedoch bin ich froh, dass ich rechtzeitig den Absprung geschafft habe. Mein tiefstes Mitgefühl geht an alle Soldaten, die noch treu ihren Dienst verrichten: Ich bin stolz auf euch! Es werden hoffentlich auch wieder bessere Zeiten kommen.

Foto: Privat


 

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