Home Gesellschaft Berlin 24/7 im Juli Teil II – “Die Europäer sind wie ein untrainierter Muskel”

Berlin 24/7 im Juli Teil II – “Die Europäer sind wie ein untrainierter Muskel”

Berlin 24/7 im Juli Teil II – “Die Europäer sind wie ein untrainierter Muskel”

Ein kleines Tagebuch für Berlin, wo ich erzählerisch und rückblickend zusammenfasse, was mir so im Alltag hier passiert, wenn es  subjektive Relevanz für das Politische und Gesellschaftliche hat. Da diese leicht autobiographischen Texte von den Klickzahlen immer recht gut angekommen sind, habe ich mich entschlossen das zur Regelmäßigkeit zu machen und extra dafür Notizen zu führen. Mehr Unterhaltung, als fundierter Sachartikel. –> Berlin 24/7 auf dem Blog


 



Ich saß gestern Abend, nachdem ich erfolglos versucht hatte durch die Berliner Innenstadt Richtung Nordberlin zu fahren, am Alex mit einem Freund von mir. Er, Polizist, war mir gegenüber und trank einen Eiskaffee. Es war nicht zu übersehen, dass er sich unwohl fühlte mit dem Rücken zur Straße zu sitzen, da ich mir den Platz ausgesucht hatte, von wo aus die Straße einsehbar war und der Rücken nicht unmittelbar angegriffen werden konnte. Er blickte sich ständig um, schaute nach links und rechts, beobachtete jede Person, die an ihm vorbei stolzierte und so weiter.

Das mag dem normalen Berliner Bundesbürger seltsam erscheinen, zeigt aber nur, dass er genug Situational Awareness  (situative Aufmerksamkeit/Situationsbewusstsein) hat, um sich nicht überraschen zu lassen. Ich sprach ihn darauf an und er gab mir zu verstehen, dass meine Gedanken diesbezüglich richtig sind. Als Sportler und durch die Rohheit der Stadt ähnlich wie ich geprägter Mann, erwartet er unbewusst immer einen Angriff oder rechnet mit einer Situation, die sich vielleicht neben uns abspielen könnte und gewalttätig wird, dann aber sofort zu uns überschwappen und uns mit einbeziehen könnte, ohne dass wir das wollen. Aufmerksam durchs Leben zu gehen, erspart Schmerzen und Leid.  Die allermeisten Zivilisationsmenschen haben die Fähigkeit verloren, sich mit wachen Augen durch die Umwelt zu bewegen. Sie werden von plötzlichen Gefahren oft überrascht und können nicht reagieren. Dabei sagt meine Erfahrung mir, dass fast alle Streitigkeiten im öffentlichen Raum bereits durch kurze Beobachtung sofort erkennbar sind und das Gefahrenpotenzial abgeschätzt werden kann. Man kann sich vorbereiten und eine Eskalation erahnen, wenn in der U-Bahn sich zwei junge Männer streiten und der eine immer wieder nervös mit der einen Hand innerhalb seiner Jacke an den Gürtel greift, als wolle er einen Gegenstand hervorholen. Dass die Eskalation unmittelbar bevorsteht, sollte man merken.

 

 

 

Dazu brachte der Youtuber «Schattenmacher» ein gutes Video(Link), in dem dieses Thema gut erklärt aufgegriffen wird. Mit «Joko und Klaas werden euch nicht verteidigen» ist diese Wehrlosigkeit bzw. Passivität der europäischen Bevölkerung auch hier auf dem Blog bereits thematisiert worden und nach den Klickzahlen zu urteilen, bedarf es hier noch weiteren Redebedarfs.

Im Gespräch mit meinem Freund bei der Polizei kamen wir darin überein, dass die Europäer als Gruppe wohl am ehesten mit einem untrainierten Muskel zu vergleichen wären. Dieser wurde seit vielen Jahrzehnten nicht benutzt und ist dementsprechend verkümmert. Er reagiert auf Reize, egal wie gering, nur mit Schmerzen und Irritation und brauch lange Erholungszeiten. Nur langsam gewöhnt er sich an die Beanspruchung durch den Körper und muss sich erst wieder einleben in seine Funktion als Muskel. Dass man den Westeuropäern im Besonderen gerade zeigt, dass die Welt kein Ponyhof und die urbanen Gebiete keine endlose Fete, sondern eher ein post-modernes Schlachthaus sind, sorgt derzeit noch für Irritation. Arabische und türkische Kinder in Berlin kommen aus Kulturen, in denen Gewalt zum Alltag gehört. Der Sozialdarwinismus ist dort Naturgesetz, der Stärkere bzw. Bessere setzt sich durch und Hierarchien sind Teil des alltäglichen Umgangs. Während Ali und Hassan also die Faust zur Problemlösung nutzen, müssen sich Kevin und Phillip Emil Noah von ihrer linksgrünen Erziehertrulla anhören, dass Deeskalation, Moderation und Glücksbärchi-Mentalität die drei Reinheitsgebote des Lebens sind. Ähnlich dem dicken, deutschen Kind, das dann in dem verlinkten Video verprügelt wird und sich dann noch entschuldigt, wird den Europäern durch ihre Passivität und Angst, ihr Zurückweichen gegenüber dem aggressiven Islamismus bzw. Dschihad nur noch weiteres Leid angetan. Wer zurückweicht und das wiederholt, wenn er erneut geschlagen wird, sich entschuldigt für Fehler, die er nicht begangen hat, demonstriert nur Schwäche. Und wer Schwäche zeigt, ermutigt die vermeintlich Stärkeren bzw. die sich stärker fühlenden Gruppen nochmals anzugreifen.

Das Mantra der Sith aus Star Wars ist den Geboten der Jedi vorzuziehen. Aktion obsiegt gegenüber Passivität. Was nicht heißen soll, dass ich mir wünsche, dass sich morgen alle deutschen Jungs und Mädchen auf einen Messerkampf mit dem Goldstück ihrer Wahl einlassen sollen. Aktion mag hier auch bedeuten, dass man nicht stehen bleibt, sondern bei drohender Gefahr die Flucht ergreift bzw. sich Hilfe holt und mit Waffengleichheit zurückkehrt.  Stehen bleiben, auf den Boden fallen und um Gnade winseln, wird im seltensten Fall den Angreifer dazu ermutigen, von einem abzulassen.

«the strong do what they can and the weak suffer what they must» / «die Starken tun was sie können und die Schwachen erleiden, was sie müssen.» (Melierdialog: Die Melier beschwerten sich gegenüber den Athenern und fragten, warum die Athener angreifen, wo doch die Melier friedfertig und ruhig gegenüber ihren Nachbarn waren. Das war dann die Antwort der Athener.)

 


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