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Der lange Krieg in den Schatten Berlins

Der lange Krieg in den Schatten Berlins

 

Wenn viele Hundert Männer in sommerlicher Hitze in einem schwülen, schlecht durchlüfteten Neubaugebäude in Berlin-Wedding zusammenkommen, einen Raum füllen, der nur knapp 100m² hat, dann stinkt es unweigerlich. Ich glaube nicht, dass viele sich darüber im Klaren sind, wie bestialisch der Geruch von so vielen schweißnassen Männerfüßen ist, wenn die Schuhe erst einmal ausgezogen sind und die Fenster sich nicht richtig öffnen lassen. Es ist eine dieser unglaublich tiefen und mächtigen Erinnerungen meines Lebens, ähnlich dem ersten Kuss oder dem letzten Sommer, wo ich bei Klängen der Kirchglocken von Wittenberg am Fenster eines Apartments stand und mich glücklich und frei fühlte.

Diese Erinnerung an den vollgepackten Raum mit niedriger Decke und weißem Licht jedoch, ist eine gänzlich andere. Es ist ein Erlebnis, dass vielleicht ein ganzes Schicksal entschieden hat, definitiv aber einer der Momente war, die bedeutsam für das politische Erwachen war. Nun ist es eine Sache, wenn die Berliner Politiker von Integration und der multikulturellen Gesellschaft sprechen. Wenn Toleranz unter allen Gruppen gleich ausgeprägt wäre, dann könnte es sich vielleicht sogar um ein valides Gesellschaftskonzept handeln. Die Realität jedoch ist eine gänzlich andere.
In den Hinterhofmoscheen, den Wohnungen und den Köpfen Berlins wird ein Schattenkrieg geführt, der keine klaren Fronten hat und kaum Krieger besitzt, die Uniformen tragen und sich als Kombatanten zu erkennen geben. Es ist ein Schattenboxen in der Nacht, das wahrscheinlich sogar unter dem Radar des Verfassungsschutzes und anderer Organe passiert, die diesen Staat schützen sollen.

 

 

 

Das ist der große Vorteil, wenn man nicht europäisch aussieht, sondern regelmäßig für einen asiatischen Russen oder Anatolier gehalten wird. Man fällt nicht direkt auf, kann als junger Mensch vordringen in Zirkel, die sich als Sportgemeinschaften ausgeben, Jungs mit Kickboxen und Solidargemeinschaft verlockende Angebote machen. Man kann mit eigenen Augen sehen und mit eigenen Ohren hören, was wirklich gesagt und getan wird, wenn die Masken der Freundschaft fallen gelassen werden. Ein Journalist des Mainstreams besuchte vor einer Weile eine große Stichprobe von Moscheen und Deutschland und zog eine vernichtende Bilanz (Inside Islam) . In fast keiner einzigen Moschee wurde ein humanistisches Weltbild gepredigt oder Respekt gegenüber der Gastgesellschaft von den Gläubigen verlangt. Im Gegenteil ist es so, dass in den allermeisten ein sehr extremes und verfassungsfeindliches Islamverständnis gelehrt wird.
Die Stichprobe ist natürlich nur ein perspektivischer Einblick und kann täuschen. Dennoch kann ich aus eigener Erfahrung dem Journalisten insofern beipflichten, als dass die Tendenz keinesfalls in Richtung «Euro-Islam» geht und die aus lauem Munde vorgetragenen Floskeln der Freundschaft bei nicht wenigen Glaubensführern nichts als Taqyia, nichts als Täuschung sind.

Es ist ein befreiendes und Augen öffnendes Erlebnis , wenn man den mit britischem Akzent vortragenden Imamen zuhören darf, die in perfektem Englisch darüber sprechen, dass  «Demokratie sterblich, Islam unendlich» ist. Dass es keine andere Kraft als die Zeit und die Bäuche der eigenen Frauen bedarf, um die westliche Gesellschaft von innen heraus zu übernehmen und die Demokratie durch Demographie gegen sie selbst zu wenden und zu zerstören. Das ist vielleicht so, als wenn man seit Jahren das Gefühl hat, dass die eigene Freundin untreu ist und man das die untreue Freundin im Ehebett mit einem anderen Mann entdeckt. Wenn sich die Vorahnung bestätigt, sprengt das Ketten im Kopf und löst den Knoten im Hals, den man schon die ganze Zeit über hatte, noch bevor man das Gebäude betreten hatte.

«Just wait Brothers, just you wait!» hallt noch immer von Zeit zu Zeit in meinen Gedanken. Dass Allah den Gläubigen den Sieg schenken würde, war keine Warnung an uns, sondern ein Versprechen an die, welche nicht an die Idee von westlicher Demokratie glauben wollen, sondern sich in ihrem Bauch eingenistet haben und gerade den Inkubationszyklus abschließen. Dass aus diesen dort, den Männern aus Lahore, Dehli und Bangladesch einmal eine Armee werden könnte, habe ich geahnt und in gewisser Weise bestätigte sich das ja. Ein paar Hundert ehemalige IS-Kämpfer sind bereits wieder heimgekehrt in die deutschen Städte, in denen sie ausbrüten und schlüpfen durften, weil sie unter dem Radar des Staatsschutzes geblieben sind.

Aber dabei sind es nicht einmal die Terroristen, die mir die meisten Sorgen machen, wenngleich diese natürlich eine Bedrohung bleiben, die immer größer wird und nicht unterschätzt werden darf. Es sind die Worte eines Imams und die frohlockenden Gesichter, die heiß und nass voller Eifer zu ihm aufblicken, wenn er sagt, dass man nur warten muss, um den Westen zu besiegen. Der Geruch von indischen Gewürzen, die mit langen weißen und braunen Jubbahs bekleideten Männer aus Lahore und Kaschmir, die das Straßenbild prägen, das nur hin und wieder von konvertierten, deutschen bzw. europäischen Frauen durchbrochen wird. Islamabad liegt an der Badstraße, wo hinter den Fenstern und in den Hinterhöfen  eine Zukunft vorbereitet wird, in der die Bundesrepublik Deutschland keinen Platz hat. Zumindest nicht als christlich geprägtes Land oder als säkularer Staat.

Foto: Symbolbild aus London


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