Home Politik Ausschreitungen in Nantes und Frankreichs Polizei am Limit

Ausschreitungen in Nantes und Frankreichs Polizei am Limit

Ausschreitungen in Nantes und Frankreichs Polizei am Limit

Brennende Autos, Mülleimer und heulende Sirenen. Die dritte Nacht in Folge kommt es in Nantes, eigentlich bekannt für seine historische Abneigungen gegen Hugenotten, zu Ausschreitungen gegen die Polizei, den Staat und unschuldige Mülleimer am Straßenrand. Die Täter sind sogenannte «Jugendliche», was selbstverständlich ein Chiffre für meistens aus Nordafrika stammende Migranten im Alter 10-35 ist, die nicht nur in Nantes, sondern auch in jeder anderen Stadt Frankreichs, wo sie in gehäufter Zahl auftreten, die öffentliche Ordnung völlig auf den Kopf stellen können.

Der Auslöser der Randale, die mehrere Tausend Polizisten aus der ganzen Region und den angrenzenden Städten bindet, sind die tödlichen Polizeischüsse auf einen dieser Jugendlichen, der wegen Bandenkriminalität von der Polizei festgenommen werden sollte, sich dann aber dafür entschied mit Vollgas einen Polizisten anzufahren, um der Verhaftung durch versuchten Mord und Flucht durch die Mitte zu entgehen. Aboubakar F. starb als Folge der richtig handelnden Polizisten, die den Kriminellen sofort liquidierten. ( Edit : http://m.spiegel.de/panorama/justiz/nantes-toedlicher-schuss-polizist-raeumt-falsche-angaben-ein-a-1217159.html)


Von Seiten der Sozialisten in Frankreich wird sofort wieder das Argument ins Felde geführt, dass soziale Ungerechtigkeit und Armut für die Ausschreitungen verantwortlich sind, die Krawallbrüder, die ihr eigenes Viertel demolieren also keine echte Schuld trifft, sondern die Schuld bei Frankreich selbst zu suchen ist. Auch bei den Polizisten, die sich sowohl von den Demonstranten als auch von amerikanischen Twitter-Aktivisten der Black Lives Matter-Bewegung Rassismus vorwerfen lassen müssen. Dass auch weiße Franzosen von der Polizei hin und wieder erschossen wurden, gleichzeitig diese Tode keinerlei wütende Aufstände in der Bretagne auslösten, scheint die Argumentationslogik von Links nicht zu beschädigen. Oder blicken wir nur nach Deutschland, genauer nach Berlin, wo am Alexanderplatz ein Messermann ebenfalls von der Polizei erschossen wurde. Mitte als eher armer Bezirk explodierte nicht in Gewaltorgien. Die Erklärung für diese Ausbrüche dürfte eher beim mangelnden Respekt der Tätergruppe für den französischen Staat zu finden sein, der Entfremdung von den Menschen, mit denen sie sich das Land teilen und die Ignoranz gegenüber der Nation, die die Sozialchecks aushändigt, von denen die «Jugendlichen» aus Nordafrika meistens leben.

In den letzten 25 Jahren begangen über 3000 Polizisten in Frankreich Selbstmord. Depressionen sind weit verbreitet und der eine oder andere hat vielleicht den Film Bastile Day(2016) gesehen, wo es um eine abtrünnige Polizeitruppe geht. Abgesehen davon, dass es sich um einen recht flachen Actionfilm handelt, gibt es eine sehr interessante Szene im Streifen, die hier auf die Situation passt wie die Faust auf’s Auge. Der Anführer der abtrünnigen Spezialpolizisten steht vor seinen versammelten Männern, die sich innerlich bereits vom französischen Staat abgewandt haben und sagt ihnen sinngemäß, dass sich Vater Staat nicht wirklich um sie schert. Sie seien eingeklemmt zwischen den brutalen Randgruppen der Gesellschaft, der Boxsack der Nation, der dann mit 40 im Rollstuhl sitzen würde, wie einer ihrer ehemaligen Kollegen. Die Nahrung dürften sie dann mit dem Schlauch zu sich nehmen, eine kümmerliche Rente genießen und dann in Vergessenheit sterben.

Und wer nur ein klein wenig von den Zuständen in Frankreich weiß, der ahnt welchen Gefahren sich Polizisten jeden Tag in einem Land aussetzen müssen, das sich den Zivilisationskrieg bzw. Kulturkampf nach Huntington in das eigene Land importiert und ihn zu wahrer Größe herangezüchtet hat. Französische Polizisten werden verheizt im Hochofen des Multikulturalismus.

 

Foto: [email protected] / CC BY-NC-ND 2.0


 



Kommentare deaktiviert.