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Das große Theaterstück von Berlin

Das große Theaterstück von Berlin

 

Von einer «europäischen Lösung» sprach Angela Merkel, als sie ihre unverbindlichen Punkte gegenüber einigen der EU-Mitgliedsländer durchsetzte. Seehofer und Söder zeigen sich besänftigt, gesprächsbereit und irgendwie, man glaubt es kaum, hat Angela Merkel es wohl wieder geschafft. Angebrochen, leicht verletzt, schleppt sie sich durch den Kampf bis zur politischen Zielgeraden.

Die von Merkel angeführten Punkte in der Migrationspolitik sind gutes Schattentheater, ein fantastisches Schauspiel, weil es sie quasi nicht gibt. Seit den späten 80ern ist eigentlich angestrebt worden, dass die EU-Außengrenzen von den jeweiligen Mitgliedsstaaten zu schützen seien. Außengrenzen dicht, sodass nach innen, innerhalb der EU, Grenzfreiheit herrschen könne. Das war der Deal, der jetzt uns jetzt neu verpackt als große Leistung der Verhandlungen verkauft wird. Ausbau der EU-Außengrenzen, also die Stärkung von Frontex, steht seit meinen Schulzeiten auf der Agenda. Viel getan hat sich jedoch nicht.

Schengen ist ein Debakel

Ungarn, Österreich, Dänemark, Schweden, Italien und viele weitere haben Schengen de facto ausgesetzt und erneut damit begonnen ihre Grenzen national zu schützen. Ungarn konnte durch den Bau eines Grenzzauns die illegale Migration auf fast 0% bringen. Dass unserer Regierung erst jetzt einfällt, dass es die Pflicht der EU sein müsste, die eigenen Außengrenzen zu schließen bzw. zu kontrollieren, ist nicht nur peinlich, sondern auch frech. Denn für wie dumm hält man eigentlich den Wähler? Denn wenn jetzt von Seehofer und seinen Kumpanen gefordert wird, dass ein Flüchtling nur in dem Land Asyl erhalten kann, wo er erstmals angelandet ist, und uns das dann als große Neuerung und harte Politik verkauft, müsste man als klar denkender und normal informierter Bürger eigentlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Denn genau das war ja eigentlich die vor 2015 gültige Rechtslage und ist erst durch CDU/CSU ausgesetzt worden. Jetzt inszeniert man sich tatsächlich als Bereiniger des Kothaufens, den man selber hingesetzt hat und feiert das als große Leistung!

Die millionenfachen Grenzübertritte in den Schengenraum haben das gesamte System zusammenbrechen lassen und Europa in eine tiefe Krise gestürzt. Vor wenigen Stunden riefen die Leitmedien noch den vermeintlichen Sieg in Brüssel aus! Man habe sich geeinigt und selbst EU-Länder wie Ungarn seien gegenüber Merkel eingeknickt. Das Dementi aus Ungarn folgte sofort und strafte diese Behauptungen Lügen. Deutschland ist weiterhin alleiniger Brandbeschleuniger im Inferno der europäischen Selbstentzündung.

Ehrlicherweise kann man dieses Kabuki-Theater nicht ernst nehmen. Die vorgebrachten Lösungen sind nichts weiter als Nebelkerzen, die nichts an der eigentlichen Politik der offenen Grenzen und Massenzuwanderung ändern. Angela Merkel, eine Kanzlerin der CDU, machte 2015 das, was man sonst nur einer ideologischen Fusion aus Grünen und Linken zugetraut hätte. Sie öffnete die Mitte Europas für die ganze Welt. Sie bleibt die Kanzlerin der endlosen Zuwanderung und wird auch, sofern sie es schafft sich an der Macht zu halten, versuchen die in Brüssel besprochenen Kompromisse nach 2018 wieder aufzuweichen und die illegale Zuwanderung von Hunderttausenden pro Jahr weiter am Laufen zu halten.

R2G in Berlin hat bereits signalisiert, dass der Senat bereit wäre einen großen Teil der Migranten der «lifeline» aufzunehmen und innerhalb Berlins unterzubringen. Hilfe also von den Sozialdemokraten, Linken, Grünen und im Grunde auch der eigenen Partei, der CDU, für Merkels Politik. Applaus bekommt sie davon von den allermeisten deutschen Medien, die in einer Art rotgrünen Filterblase zu leben scheinen, wo die Schaumwein-Party weitergeht.

Applaus, Applaus! Was für eine Aufführung! Wenn Merkel es schafft, mit diesen Nebelkerzen an der Macht zu bleiben, kann man wirklich nur applaudieren. Eine so massenhafte Täuschung und Verblendung der Völker , wäre eine wahrliche Meisterleistung.

 

Foto: Pixabay




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