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Konsequenzen des türkischen Vormarsches

Konsequenzen des türkischen Vormarsches

 

Mit ca. 55% der Stimmen hat sich die AKP klar durchgesetzt und erneut die Wahlen gewonnen. Die Tatsache, dass Präsident Steinmeier zwar Erdogan, aber nicht Trump zum Wahlerfolg gratulierte, dürfte ungefähr den geistigen Zustand der politischen Führung unseres Landes skizzieren.

Vor einigen Tagen kursierte die amüsante Geschichte von Mustafa Erkan durch die Presse, der für die SPD im niedersächsischen Landtag saß und kürzlich dann bei der Parlamentswahl in der Türkei für die Partei von Staatschef Erdogan ins Rennen ging. «Wie passt das zusammen?», fragte man in den verschiedensten Mainstream-Erzeugnissen, die sich keinen Reim darauf machen konnten, warum ein Mann, der ja vorher bei den «Guten» mitspielte, jetzt plötzlich bei den islamischen Populisten unterwegs sein konnte. Dabei ist die Sache immer schon ziemlich eindeutig gewesen und lässt sich leicht erklären.

Die sogenannten Auslandstürken machen nur Gebrauch vom sogenannten «Ethnic vote». Ein Konzept, das in so ziemlich allen multikulturellen Gesellschaften zumindest bekannt ist, aber gerne von den Linken offiziell ignoriert wird, weil diese ständig behaupten, dass wir alle nur partikulare Einzelpersonen seien, die keinerlei Gruppeninteressen haben können. Schon gar nicht solche, die mit Ethnie/Volk bzw. Religion zu tun haben könnten. Dass die meisten Türken in Europa quasi Wechselwähler sind, die Dank Doppelpass mit ihrem türkischen Pass den Erdogan und mit ihrem deutschen Pass die SPD/Grüne/Linke wählen, wundert uns hier nicht, die Liberallinken scheinbar schon. Sie wählen nämlich nur im Interesse ihres eigenen Landes, der Türkei und der Politik der AKP.

Hier werden linke Parteien gewählt, die alle pro-Migration sind und eine Islamisierung des Abendlandes dulden bzw. fördern und in den Wahlkabinen für ihre eigentliche Heimat wählen sie quasi rechte Parteien wie die AKP, die den Islamismus nach Europa exportieren und hier ihre Kolonien ausbauen wollen. Zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen, wie man so schön sagt.  Dass Deutschland die AKP-Hochburg ist, sorgt bei den Grünen für bittere Tränen und bei den meisten informierten Lesern hier wohl nur für ein gelangweiltes Achselzucken. Denn dass der deutsche Staat nicht nur Integration nicht fördert, sondern auch noch aktiv mit Sozialgeschenken und Appeasement gegenüber islamischen Frontverbänden fördert, ist ja schon Schnee von gestern. 65% der Stimmen fielen an Erdogan und seinen Traum vom osmanischen Reich, der den Türken, das möchte ich anerkennen, wenigstens eine echte Vision für ihre Zukunft schenkt. Die AKP brachte eine noch positivere Geschichtsbewertung der eigenen türkischen Geschichte, re-islamisierte das Land und versucht an den Glanz eines alten Weltreiches anzuknüpfen. Das nationale Selbstbewusstsein der Türken so zu fördern, ist an und für sich keine schlechte Leistung. Nur dass die Politik auf Kosten Europas geht, hier fünfte Kolonnen etabliert und das alles einen möglichen Bürgerkrieg in Westeuropa immer wahrscheinlicher macht, sollte uns doch zu denken geben.

Endlich Konsequenzen ziehen

 

Wenn wir also auch schon im internen Diskurs, selbst mit den Linksliberalen Befürwortern von Multikulti erkannt haben, dass die massenhafte Integration von Millionen Türken im Land gescheitert ist, dann sollte man daraus aus Konsequenzen ziehen. Ein Schritt wäre die Abschaffung des Doppelpasses, die Tilgung des unsäglichen Begriffs der «Deutschtürken» und die konsequente Rückführung türkischer Staatsbürger in die Türkei, wenn diese sich so herzhaft für die AKP aussprechen, die eine feindliche Politik gegenüber der Bundesrepublik und Europa fährt. Der Entzug der Aufenthaltsgenehmigung für ausländische Staatsbürger sollte ja kein Problem sein. Denn wer die Türkei so liebt und sich dann zwischen deutscher und türkischer Staatsbürgerschaft entscheiden muss, wird ja keine schwere Wahl haben und den Gang zurück in die Heimat bzw. die Heimat der Vorfahren antreten. Wer sich hingegen zu Deutschland bekennt und gegenüber den türkischen Offensivbestrebungen eine gegenüber der Bundesrepublik loyale Position einnimmt, bereit ist diese Wahlheimat auch zu verteidigen, wenn es Not tut, der soll unser Bruder sein.

Und falls es einst eine Regierung geben sollte, die wirklich mehrere Zehntausend und mehr AKP-Türken in die Heimat zurückschickt, möchte ich die Gesichter und Entschuldigungen der türkischen Regierung sehen, die diese eigenen Landsleute dann nicht aufnimmt.

Fast alles ist machbar, wenn nur der politische Wille da ist.

 

Foto: kremlin.ru


 



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