Home Gesellschaft Berlin 24/7 im Juni: Jetzt ist sie halt zum Islam konvertiert

Berlin 24/7 im Juni: Jetzt ist sie halt zum Islam konvertiert

Berlin 24/7 im Juni: Jetzt ist sie halt zum Islam konvertiert

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Leben eine Art kosmische Satire ist, die sich gut verfilmen ließe.

Letzte Woche schaute ich in meine Facebook-Nachrichten und entdeckte eine Kontaktanfrage von einer mir eigentlich unbekannten Person. Ihr Name ließ jedoch gewisse Glöckchen in meinem Hinterkopf klingen. Als ich begann die Nachricht der Dame zu lesen, dämmerte es mir langsam. Es handelte sich um eine Frau, so um die 35, die ich seit mindestens über einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen habe, eigentlich kaum kenne, aber die sich die Mühe gemacht hat sich wegen einer Nichtigkeit bei mir zu melden und mit mir ins Reine zu kommen, weil sie der Meinung ist, dass sie sich für eine Angelegenheit entschuldigen muss, die vor so vielen Jahren passiert ist und von der ich schon nichts mehr weiß.

Genannte Frau ist eine Deutsche, die ich vielleicht als Wendeverlierer bezeichnen würde. Ein Kind aus der deutschen Unterschicht, deren Mutter nur dysfunktionale Beziehungen zu verschiedenen Männern hatte und deren Kindheit nicht nur schlecht, sondern zerstörerisch und traurig war. Zerrüttete Familien der frühen 90er und 2000er Jahre, die Kinder produzieren, die weder hier noch dort Anschluss finden, im Leben scheitern und entweder in Drogenabhängigkeit versumpfen, oder aber durch Suizid ums Leben kommen. Ich weiß von mindestens zwei ähnlichen Bekannten aus unserem Milieu, die als Kinder deutscher Eltern in Berlin Mitte den Drogen und der Hoffnungslosigkeit verfallen sind.


Frau P., nennen wir sie mal so, lebte den bundesrepublikanischen Traum. Nämlich vermutlich den eines sozial benachteiligten Arbeiterkindes mit zerstörter Familie, inkompetenter Mutter und nicht vorhandenem Vater. Mit niedriger Bildung auf den Arbeitsmarkt geworfen, wo sie wenig Erfüllung fand und, wie ich vermute, auch im Privaten keinerlei Glück in der westlichen Konsumgesellschaft fand. Orientierungslos und ohne Perspektive mit Anfang 30, wahrscheinlich kurz vor dem Suizid, fand sie einen Rettungsring für ihr Leben – den Islam.

Das ist nur meine Vermutung, wie sich ihr Leben aufgrund der Informationen, die ich über sie habe, gestaltet haben könnte. Ich weiß tatsächlich nicht, wie Frau P. von dem deprimierten Teenager zu der Salafistin werden konnte, die jetzt Kopftuch trägt, auf Facebook islamisch-sunnitische Propaganda verbreitet und sich die Islamisierung Europas wünscht. Douglas Murray, der Autor vom Buch «The Strange Death of Europe», beschrieb einen ganz ähnlichen und sich immer wiederholenden Fall, den wir hier in tausendfacher Ausführung in Europa beobachten können. Es ist erstaunlich, dass ich jetzt auch damit in Kontakt gekommen bin.

Die Geschichte der westlichen Konvertitin geht in etwa so:

Junge Frau, Ende 20, geht feiern und eskaliert nach einer Trennung (entweder durch sie selbst herbeigeführt oder durch Schuld des Partners) so richtig. Sie lässt es krachen, haut auf den Putz und wacht in ihrer eigenen Kotze auf. Sinnlos erscheint ihr Leben ihr, ähnlich wie Francois im Buch «Unterwerfung». Der westliche Mensch ohne Religion, an die er glauben kann, ohne höhere Ideale im Leben und nur für den Konsum existierend, befindet sich in einer Sinnkrise. So auch die junge Frau im Westen, die mit Ende 20 dann etwas findet, was ihr Halt, Sicherheit und Geborgenheit in einer Gemeinschaft gibt, die der Westen ihr nicht bieten kann und will. Sie findet den Islam.

Ulkige Geschichte, aber oft nah an der Wirklichkeit, wie ich vermute. Die Konvertiten werden mehr und mehr – vor allem in Frankreich, den Niederlanden, Schweden, England und überall da, wo die Islamisierung schon weit fortgeschritten ist und die Zersetzung der europäischen Identitäten und Kulturen der jeweiligen Nationen bereits irreparabel scheint. Mit Frau P. habe ich am Ende nur wenige Worte gewechselt, bevor ich sie aus meinem Leben wieder entfernte.

Gestern gegen 11 Uhr in Potsdam, lief ich über den Hauptbahnhof und fragte mich ehrlich, wie ein Mensch mit zwei Augen im Kopf, einem Gehirn zwischen den Ohren und einem halbwegs wachen Verstand nicht sehen kann, was die demographische Zusammensetzung dieser wohlhabenden Stadt der ehemaligen DDR, ist. Abgesehen von zwei adipösen Ossi-Mamas mit einem Kind pro Kinderwagen und dem vereinzelten Studenten der Universität, konnte ich ausschließlich Menschen über 45+ sehen. 70+ und 80+ war wahrscheinlich sogar die relative Mehrheit um diese Uhrzeit. Die einzigen jugendlichen Gruppen waren die der orientalischen Männer, die zwischen Pizzabude und Busbahnhof standen, auf ihr Handy starrten oder sinnlos in der Gegend Wurzeln schlugen.

Am Platz der Einheit sah es nicht anders aus. Kopftuchfrauen mit Kinderwagen standen inmitten von alten, deutschen Omas an der Bushaltestelle, während ein weißer Student mit dem Fahrrad ihren Weg kreuzte. Hier und da rauchten alternde Büromitarbeiterinnen in ihrer Mittagspause vor den Gebäuden, die größtenteils Verwaltungseinheiten für die Umverteilung von Steuergeldern sind.

Quo vadis Europa?

Foto: Foto: CC BY 2.0 / Henry Lawford


 



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