Home Gesellschaft “Etwas läuft aus dem Ruder hier” – und warum die BVG jetzt mit Schutzwesten rumläuft, aber trotzdem alles in Butter sein soll

“Etwas läuft aus dem Ruder hier” – und warum die BVG jetzt mit Schutzwesten rumläuft, aber trotzdem alles in Butter sein soll

Die Leidensgeschichte von Pius Ladenburger, ein dünner Lauch von 18 Jahren mit großem Intellekt, ja ein wahres Wunderkind, ist ein wenig untergegangen. Bei den vielen Schreckensmeldungen verliert man leicht den Überblick.

Aber Pius lebt in Berlin und erlebte, wie so viele, Gewalt im Alltag. Sogar ganz überraschend, als ihm ein Mann völlig grundlos mit voller Wucht ins Gesicht schlägt. Wieder im Wedding, wieder in der S-Bahn, dem neuen Angstraum in deutschen Städten.

26. Februar, 9.30 Uhr, S-Bahnhof Wedding, Pius Ladenburger, 1,80 Meter groß, 60 Kilogramm schwer, ein schlaksiger Mann, wird Opfer einer besonders perfiden Attacke. Ein Schlag ohne jeden Anlass, ein Schlag aus dem Nichts. Täter ist ein arabisch aussehender Mann, etwa 40 Jahre alt. Neun Wochen später sagt Ladenburger: „Etwas läuft in dieser Stadt aus dem Ruder.“

[…]


Alles lief in Sekundenschnelle ab. Ladenburger und sein Freund waren schockiert. Doch liefen jene Szenen ab, die ihn ebenso belasten. „Am meisten hat mich danach die Gleichgültigkeit und die Selbstverständlichkeit schockiert, mit der die Leute das hingenommen haben.“ Zehn bis 15 Personen seien Zeugen dieses Vorfalls gewesen. Die meisten haben nicht reagiert und sind mit dem Zug weitergefahren. – Quelle: Tagesspiegel, 11.05.2018

In diesem Textausschnitt gibt es zwei bemerkenswerte Stellen. Zum einen die kluge Feststellung von Pius, der anders als die meisten seiner Regierenden verstanden hat, dass Berlins Verrohung bedrohliche Ausmaße angenommen hat und keinesfalls Normalität darstellt. Wie er selbst ausführt, lebte er bereits in China und anderen Städten im Ausland und hat diese Art von Brutalität dort nicht erlebt. Es ist, wenn ich aus meiner eigenen Erfahrung spreche, nicht ungewöhnlich am Abend im Wedding oder Moabit Zeuge oder Opfer von Überfällen, Schlägereien und sogar schlimmeren Verbrechen zu werden. Und zweitens ist natürlich sehr typisch für Berlin, wenn es keinen interessiert und sich die meisten Menschen beschämt wegdrehen und nur hoffen, dass der Kübel nicht an ihnen vorbeigereicht wird.

Im Parkarreal zwischen Hauptbahnhof und Turmstraße siechen die Obdachlosen und Heroinkranken vor sich hin und am Gesundbrunnen kann man, wenn man mehr Zeit dort verbringt, nicht nur die Stelle wiedererkennen, wo vor einigen Jahren eine junge Türkin durch Mehmet Yilderim «ge-ehrenmordet» wurde, sondern auch die arabischstämmigen Dealer und Schutzgeldeintreiber sehen, die türkische und deutsche Ladenbesitzer besuchen. Und den vietnamesischen Blumenhändler sowieso, auch wenn da nicht viel zu holen ist. Leyla ist tot.  Ihre Mutter auch. Durchlöchert auf offener Straße.

Dass Berlin ein Angstraum geworden ist, wissen die meisten Polizisten ebenfalls. Am schlechtesten bezahlt (eine Angleichung kommt wohl oder ist gekommen, sodass sich das mittlerweile an den Bundesdurchschnitt angepasst hat), hatten sie mitunter die meisten Einsätze in Deutschland. Drogenhändler, Banditen, Mafias. Berlin läuft aus dem Ruder und SPD-Bürgermeister Müller verliert sich in abstrusen Ratschlägen und erzählt seinem Pöbel, also den Bürgern, die er vermutlich verachtet, dass sie doch das Taxi nehmen können, wenn sie Angst haben Nachts durch Berlin zu gehen.


 

Im öffentlichen Nahverkehr von Berlin stieg die Zahl der Sexualdelikte zwischen 2013 und 2017 deutlich, auch bei anderen Delikten gibt es steigende Zahlen. Die Kriminalität der Hauptstadt konzentriert sich auf bestimmte U-Bahnhöfe.

Die Kriminalität im öffentlichen Nahverkehr ist in Berlin seit Jahren ein oft und viel diskutiertes Thema. Das nun wieder neue Nahrung erhält: Denn in den U-Bahnen der Hauptstadt von 2013 bis 2017 nahm die Zahl der Körperverletzungen ebenso um 17 Prozent zu wie die Delikte Nötigung, Freiheitsberaubung und Bedrohung.

Die Zahl der Sexualdelikte verdreieinhalbfachte sich sogar, Taschendiebstahl stieg um 23 Prozent, die Deliktgruppe „sonstiger einfacher Diebstahl“ um 30 Prozent.

– Quelle: Welt, 28.05.2018

Alle Plätze und Bahnhöfe, die voll mit Antifa-Aufklebern und linken Plakaten sind, die von Buntheit, Toleranz und Offenheit sprechen, sind in Berlin auch die kriminellsten Orte, wo die Menschen in diesen rechtsarmen Räumen Opfer von Straftaten werden.  Selbst die BVG Mitarbeiter vom Sicherheitsdienst erinnern mich mittlerweile mit ihren ballistischen Schutzwesten(manchmal auch Stichschutz) an die Combine aus Half-Life. Fehlt nur noch Waffe und Maskenhelm, ehe die Mitarbeiter vom Sicherheitsdienst in den Bahnhöfen vollständig unter einem Vorhang aus Kevlar und Spuckschutz verschwinden. Berlin läuft, daran besteht kein Zweifel, völlig aus dem Ruder. Ein Kumpel von mir, Albaner, lässt seine Freundin gar nicht mehr ohne Taschenalarm aus dem Haus gehen und sie vergewissert sich telefonisch bei ihm auf dem Heimweg, dass er sie im Notfalls sofort irgendwo mit dem Auto abholen könnte.

Aber Hauptsache ist, dass wir bunt sind.

Dabei wären viele Treffpunkte der Kriminellen leicht zu identifizieren und, wenn nur der politische Wille da wäre, auszuräuchern. Das wäre das Mindeste, was man tun könnte. Das wäre Pflicht der Regierung unserer Stadt  – und ich bin mir sicher, dass sich viele freiwillige Polizisten finden würden, um die Keimzellen der Kriminalität ordentlich zu «raiden». Wenn man nicht mit Tomaten auf den Augen durch die Stadt geht und vor lauter Toleranz und Liebe den Clan-Banditen vor lauter Banditen nicht sieht, dann ist es ein Leichtes die möglichen Ziele einer gut organisierten Polizeiaktion ausfindig zu machen. Das fängt beim Geldwäsche-Imbiss an und hört da auf, wo Schmiergeld an Beamte und Politiker fließt und Drogen an Schulhöfen vertickt werden.

In dieser Stadt muss endlich aufgeräumt werden. Die Bürger haben ein Recht darauf, in einer sauberen und sichereren Hauptstadt zu leben.




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