Home Gesellschaft Ein Blick auf das Personal der “völlig unvoreingenommenen öffentlich-rechtlichen Medien” – Beispiel: NDR

Ein Blick auf das Personal der “völlig unvoreingenommenen öffentlich-rechtlichen Medien” – Beispiel: NDR

Ein Blick auf das Personal der “völlig unvoreingenommenen öffentlich-rechtlichen Medien” – Beispiel: NDR

Kennen Sie Anja Reschke? Moderatorin von Panorama. Sie liest hin und wieder wohl die Hassmails vor, die ihre Zuschauer ihr schicken. Ihr allzeit sympathisches Gesicht erinnert mich sehr an die britische Jo Coburn, eine Moderatorin im BBC, die auch Jordan Peterson bereits interviewte und scheinbar Schwierigkeiten hatte, ihre giftige Galle nicht über den ganzen Tisch zu speien. Frau Reschke musste sich derlei liebliche Kommentare wie diesen hier anhören.

«Du linksextreme Affenfotze!» musste sich Reschke unter anderem gefallen lassen. Leider sind die Kommentare  unterhalb des ARD-Kanals hier deaktiviert, wie auch sonst an vielen Orten in den Öffentlich-rechtlichen.

 

Nun würde ich Frau Reschke niemals so niveaulos beleidigen, wenngleich die deutsche Sprache eine große Vielfalt an Variationen und Kombinationen mit dem Wort «Fotze» anbietet. Dass Reschke eine Linke ist, halte ich jedoch für absolut unstrittig. Sie hat immer so einen passiv-aggressiven Blick, eine Art die Nase in die Luft zu strecken, wenn sie zum Pöbel spricht. Ich fühle mit ihr. Ihr Ekel vor den Menschen, dem Pack und dem Pöbel, muss groß sein. Schließlich wollen die immer weniger das glauben, was Frau Reschke und die Öffentlich-rechtlichen an gefilterten Nachrichten zubereiten.  Der Vorwurf, dass die Staatsmedien voreingenommen und parteiisch sind, ist häufiger zu hören.

Oliver Janich durfte sogar mal ein kurzes Gespräch im Format «Mach’s-», pardon, «Sag’s mir in’s Gesicht!» mit Frau Reschke führen, in dessen Verlauf die Moderatorin in dem Maße an Vergnügen einbüßte, wie Janich an diesem hinzugewann.  Aber genug von Frau Reschke, die der Ansicht ist, dass der Staatsfunk selbstverständlich neutral und von ungebrochen guter Qualität ist. Werfen wir doch mal einen Blick in den hohen Norden. Der NDR, der Norddeutsche Rundfunk, bestrahlt ja die gesamte Bundesrepublik von Hamburg aus mit seinem Qualitätsprogramm.

Im NDR gibt es 12 Verwaltungsratsmitglieder, die folgende Aufgaben haben:

Der Verwaltungsrat besteht seit dem Jahr 1948. Von den 12 ehrenamtlichen Mitgliedern stammen jeweils zwei aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, sechs aus Niedersachsen.

Das Gremium überwacht die Geschäftsführung des Intendanten und fördert die Interessen des Norddeutschen Rundfunks. Er ist bei der Erfüllung seiner Aufgaben nicht an Aufträge oder Weisungen gebunden und darf keine Sonderinteressen vertreten.

Der Verwaltungsrat hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Feststellung des Wirtschaftsplanes und des Jahresabschlusses
  • Feststellung des Entwicklungsplanes
  • Zustimmung zum Abschluss und zur Kündigung von Anstellungsverträgen mit außertariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • Vorschlag zur Wahl des Intendanten

 

 

Ein Blick in das Personal lohnt sich also.

https://www.ndr.de/der_ndr/unternehmen/verwaltungsrat/Die-Mitglieder-des-NDR-Verwaltungsrats,organisation108.html

Da wäre zum Beispiel Dagmar Gräfin Kerssenbrock, verheiratet mit Trutz Graf Kerssenbrock, seines Zeichens CDU Mitglied und von 2000-2005 Mitglied im Landtag von Schleswig-Holstein. Seine Frau, die jetzt im NDR Vorstand sitzt, gehört ebenfalls der CDU an und war Ortsvorsitzende/Kreisvorstand der CDU Kiel.

Auf die Gräfin folgt Ulf Birch, ehemaliger und langjähriger Pressesprecher von Verdi in Niedersachsen. Und wer Verdi kennt, der weiß, dass die SPD nicht weit sein kann.

Dann hätten wir Eckard Gorka, evangelischer Theologe, der vielleicht der unauffälligste von allen hier ist. Aber man kann der EKD nun nicht vorwerfen, dass sie sonderlich konservativ wäre.

Und was ist mit Helmut Frahm?  Auch er ist Mitglied der SPD, Stellvertretender und Vorsitzender der SPD Landesorganisation Hamburg.

Gehen wir weiter zu Irene Johns, die keinerlei biographischen Angaben auf der Website vom NDR angegeben hat. Durch kurzes Googeln ließ sich aber herausfinden, dass sie zusammen mit Manuela «Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem» Schwesig die gute Arbeit der Sozialdemokraten bei der Bekämpfung von Kinderarmut lobt. Das ist kein Verbrechen und jedem seine Meinung. Aber nur durch ein klein wenig Googeln fand ich das hier:

 

https://www.spd-schleswig-holstein.de/2012/02/21/archiv-3101/

Die SPD-Landtagsfraktion hat in ihrer heutigen Sitzung den Wahlvorschlag der Delegierten für die Bundesversammlung beschlossen. Dieser wird nun dem Landtag zugeleitet.

Die Fraktion hat folgende sechs Delegierte für die Bundesversammlung benannt:

Torsten Albig, Spitzenkandidat der SPD Schleswig-Holstein für die Landtagswahl
Heide Simonis, Ministerpräsidentin a. D.
Dr. Ralf Stegner, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und des SPD-Landesverbandes
Kirsten Bruhn, Schwimmerin, Olympia-Siegerin bei den Paralympics 2004
Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB-Nord
Matthäus Weiß, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma

Als Ersatzdelegierte wurden benannt:

Irene Johns, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein
Serpil Midyatli, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages

Imagine my shock!

Und damit wäre auch geklärt, wo Frau Johns hingehört, obwohl sie es nicht angegeben hat. Ob Mitglied oder nicht. Eine Nähe zur SPD ist nicht abzustreiten.

Zählen Sie mit? Wir sind noch nicht fertig!

Da gibt es nämlich noch Sigrid Keler, ebenfalls SPD.  Sie saß sogar für die Genossen im Landtag von Schleswig-Holstein und darf heute im Verwaltungsrat vom NDR für ein unvoreingenommenes und unparteiliches Staatsfernsehen wirken.

Und Dr. Eva Möllring? Auch CDU!

Und Herr Bernd Reinert? Ein CDU Mitglied und sogar 2008 Fraktionschef der CDU in Hamburg gewesen. Erwähnen tut er die Parteimitgliedschaft in der kurzen Biographie auf der Webseite des NRD jedoch nicht.

Zuletzt widmen wir uns Frau Seeler und Herrn Dr. Volker Müller. Letzterer dürfte vielleicht neben unserem Theologen der einzige sein, der keine Parteimitglied in einer der beiden Altparteien von CDU oder SPD hat.  Denn Frau Seeler gehört (überraschenderweise!) ebenfalls der SPD an und hatte dort sogar Ämter inne.

Wir könnten uns jetzt noch dem Rundfunkrat und den Intendanten und ihren Helfern widmen, was aber mehrere Stunden zusätzliche Arbeit bedeuten würde, die ich leider nicht durch den Rundfunkbeitrag bezahlt kriege. Aber ohne mich näher mit den Chefs des NDR zu befassen, möchte ich abschließend erwähnen, dass  die allermeisten Journalisten eher links tendieren und keine bzw. wenig konservative Positionen vertreten würden. Zu diesem Schluss kam eine Studie des Deutschen Fachjournalistenverbands.

Ergebnis: 36,1 Prozent stehen keiner Partei nahe. Danach folgen mit 26,9 Prozent die Grünen, 15,5 Prozent die SPD, 9,0 Prozent die CDU/CSU und 7,4 Prozent die FDP. Bei einer Wahl, bei der die Unparteiischen als Nichtwähler zu Hause blieben, ergäbe sich somit folgende Stimmverteilung: Grüne 42 Prozent, SPD 24 Prozent, CDU/CSU 14 Prozent, FDP zwölf Prozent, Linke sieben Prozent. Die Kollegen votieren also mit einer satten Zweidrittelmehrheit für die neue Bundeskanzlerin Claudia Roth und wählen die SPD als Juniorpartner in einer grün-roten Koalition. – Quelle
In diesem Sinne. Sapere Aude.



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