Ehrenmal des Deutschen Heeres

 

Kürzlich war ich wieder einmal im Grossen Kanton (schweizerische Bezeichnung für Deutschland) im Urlaub. Dieses Mal hatte es mich an einem sonnigen Tag nach Koblenz verschlagen, dem «Deutschen Eck», wo die Mosel in den Rhein übergeht. Ein wunderschöner Ort, welchen ich für einen Kurztrip sehr empfehlen kann.

Wir besuchten während dieser Reise auch die Festung Ehrenbreitstein. Wir hatten das Glück, dass außer uns keine Besucher vor Ort waren. Dort kamen wir dann auch am Ehrenmal des Deutschen Heeres vorbei und ich blieb unvermittelt stehen. Zu meiner Schande hatte ich mich vorher auch nicht wirklich über diese Festung informiert.  Ich konnte mich jedoch nicht erinnern, wann ich zuletzt in Deutschland ein Denkmal gesehen hatte, dass deutschen Soldaten gewidmet war.

In der Schweiz gibt es einige Soldatendenkmäler die ich mir angesehen habe, wie zum Beispiel in der Festung Rapperswil, wo den gefallenen Schweizern während der Weltkriege gedenkt wird. In Österreich, wo ich ebenfalls häufig auf Urlaubsreisen bin, sind solche Denkmäler ebenfalls an vielen Ecken zu sehen. Doch das Ehrendenkmal des Deutschen Heeres auf der Festung Ehrenbreitstein war das erste dieser Art, dass ich bis zu diesem Tag zu Gesicht bekam.

 

Das Denkmal war schlicht. Von Prunk und Tand war nichts zu sehen. Über der Nische prangte das Eiserne Kreuz, die deutsche Kriegsauszeichnung, die ihren Ursprung im alten Preußen hatte. Auf dem Boden im Inneren lag ein Soldatenbildnis, ein Kranz schmückte die karge Wand und darüber standen die Worte «Den Toten des Deutschen Heeres». Unweit vom Denkmal entfernt stand auf einer Gedenktafel geschrieben, dass das Ehrendenkmal vorwiegend aus Spenden von Hinterbliebenen gefallener Soldaten, sowie ehemalige und aktive Soldaten finanziert wurde. Das Ehrenmal des Deutschen Heeres sei jenen tapferen, deutschen Soldaten gedacht, die in den beiden Weltkriegen, sowie im Einsatz für die Bundeswehr, ihrem Vaterland das Höchste geopfert hatten.

Es war ein ergreifend, dieses schlichte, einfache Denkmal, dass diese jungen Männer gewidmet war, zu besuchen und den Gefallenen Respekt zu zollen. Es war schön zu sehen, dass ihr Opfer eine Würdigung gefunden hat und man sich ihrer erinnert.

Mögen Gott allen gefallenen Soldaten, die in den Kriegen ihr Leben verloren haben, in ihrem Tod den Frieden schenken.

Inschrift:

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Auch die Bundeswehr braucht wie jedes Lebewesen und jede soziale Institution Verständnis, Zuneigung und Anerkennung. – Hans Apel, von 1978 bis 1982 Bundesminister der Verteidigung


 

 


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