Home Politik Über die Angriffe auf Kopftuchträgerinnen und “Was das soll

Über die Angriffe auf Kopftuchträgerinnen und “Was das soll

Über die Angriffe auf Kopftuchträgerinnen und “Was das soll

von Cundar

Wir stellen uns vor: Ein Haufen bärtiger, mohammedanischer »Goldstücke« stürzt sich in einem Bus auf ein junges, deutsches Mädchen und beleidigt sie heftig, greift sie sogar an. Der Aufschrei wäre nach einer Weile nicht nur im patriotischen Lager groß.

In jeder guten Kinderschule, wird einem ein Grundsatz christlich und auch humanistischer Ethik in kindgerechter Weise als «Goldene Regel» beigebracht: «Was du nicht willst, was man dir tu’, das füg auch keinem anderen zu». Auch deutsche Geistesgrößen wie u.a. Herder und Kant griffen diesen Gedankenzug auf und banden ihn in ihr Denken ein.

Soweit die Theorie. In der Realität regt sich dann ein selbsternannter «Patriot» über die Islamisierung auf und die muslimischen Männer, die deutsche Frauen als «Schlampen» oder noch schlimmeres bezeichnen, weil sie «unziemlich» gekleidet sind. Doch diese gleiche Person findet es dann in Ordnung oder macht es selber: Kopftuchträgerinnen als «Kopftuchschlampen» beleidigen, gleich – am besten noch feige von hinten – niederzuschlagen oder einem 11-jährigen Mädchen das Kopftuch aus der Gruppe heraus herunterzureißen. Letzteres ist letztens in Osnabrück geschehen. Es soll eine Gruppe  »sogenannter Fußballfans« gewesen sein, die gerade aus einer Kneipe kamen und daher vermutlich alkoholisiert waren.

Was soll das?

Wird die Kleine jetzt weinend nach Hause laufen und sagen: »Hassan, ich will hier weg«? Am nächsten Morgen packt dann die Familie die Koffer und verschwindet. Islamisierung gestoppt! Bürgerkrieg abgewandt! Abendland gerettet. Hurra! Freude.

Wird sie nach Hause gehen und Väterchen und Mütterchen jetzt stolz erzählen: »Eltern, ich habe gelernt, in Deutschland trägt man kein Kopftuch! Außerdem bin ich erst elf und da ist das noch blöder und unsinniger«? Das finden ihre Eltern super-toll und unterstützen sie auf ihrem Weg oder was?

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Wird sie gar daheim sofort Videos von Pierre Vogel anschauen und sich beim nächsten Mal mit einem Küchenmesser bewaffnet, in ein öffentliches Verkehrsmittel setzen, um blutige Rache an den »Kreuzfahrern« zu nehmen? Oder eigentlich schlimmer – wird sie, wenn sie erwachsen ist und Dank ihrem Fleiß und Intelligenz eigentlich Maschinenbau studieren könnte , lieber Post-Colonialstudies studieren und dem lokalen Antirassismus-Rat des Astas und der Jungen Union beitreten?

Die Angriffe auf Deutsche oder andere Menschen, die z.B. durch jüdische Symbole wie Kippa auffallen, durch unsere »Goldstücke« bestimmen derzeit die öffentliche Debatte. Zurecht, denn viel zu lange wurde es ignoriert und verharmlost. Auch nach den aktuellen Entwicklungen sieht es nicht so aus, als ob man über das Motto «Wenn keiner wirklich weiter weiß, dann gründen wir einen Arbeitskreis» hinauskommt.

Doch diese Anlässe dürfen nicht als Ausrede für solche Angriffe und Verhaltensweisen herhalten. Es geht jetzt auch nicht darum, nachlässig zu werden. Natürlich müssen erwachsenen Kopftuchträgerinnen unmissverständliche Grenzen aufgezeigt werden, dass diese provokativ, das Abgrenzende betonende Art des Kopftuchtragens, nicht nach Deutschland gehört, wie jemand in SA-Uniform auch nicht unbehellicht in eine Synagoge gehen darf. Das geht meist vernünftig, nachfragend und anlassbezogen, ganz sicher nicht mit Beleidigungen einer wildfremden Person. Deutschland ist ein freies Land aber keine leere Wildnis.
Unschuldige Kinder sind aber ganz sicher nicht anzugehen, stattdessen muss man sich an deren Eltern wenden. Ohnehin: Es sind die institutionellen Strukturen dahinter, die zerschlagen werden müssen. Wenn man als Patriot die Islamisierung abwenden möchte, dann geht das auf überzeugendste, auf gewinnbringende Art, wenn es nicht zu Lasten Unschuldiger passiert. Wenn das deutsche Volk, ja, damit sind auch die nicht nur integrierten, sondern Deutschland treu verbundenen Muslime gemeint, davon langfristig gemeinschaftlich, kulturell und wirtschaftlich profitiert soll und nicht in Gewaltspiralen eskaliert.

Es ist ja ohnehin auffallend: Diese «mutigen Abendlandretter« treten ja meist nicht gegen die arabischen Schulhofprügler, die maghrebanischen Drogenverkäufer oder osmanischen Motorradgangs an – da wo wirklich eine ruppige, gewalttätige Gangart angemessen wäre – an. Sie glänzen auch nicht mit Argumenten um die Mohammedaner zu mäßigen, zu einem gescheiten Glauben *Katholizismus, hust 😉 * zu konvertieren oder auf einen aufgeklärten Humanismus zu eichen sondern mit purem, scharfen Hass aus einer willkürlichen Laune heraus. Das brauchen wir in Deutschland sicher nicht.

Foto: Pixabay


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