Home Militär Vergesst die Phrasen von Humanität und Menschenrechten, die unsere Politiker in den Mund nehmen

Vergesst die Phrasen von Humanität und Menschenrechten, die unsere Politiker in den Mund nehmen

Vergesst die Phrasen von Humanität und Menschenrechten, die unsere Politiker in den Mund nehmen

 

Im Kampf gegen den IS schickte unsere Bundesregierung Ausbilder in den Nordirak, half den Kurden mit Material und Personal, unterhielt enge Kontakte zur irakischen Regierung und sprach vor der Presse von Humanität, Menschenrechten und der Pflicht zu helfen. Heute, einige Jahre später, hat sie ihre Augen von Afrin abgewandt, wo Christen, Jesiden und Muslime gleichermaßen von den Schergen des Erdogan-Regimes abgeschlachtet werden. Man hätte diese Umzingelung der Region verhindern können – hat man aber nicht! Die Bundesregierung ist merkwürdig still dieser Tage, wenn es um die Kurden und Afrin geht. Ich habe keine persönliche Affinität für die Kurden, aber die dokumentierten Kriegsverbrechen der Islamisten, die von der Türkei in den Kampf geführt werden, stehen in der gleichen Linie wie die Taten des Islamischen Staates. Es sind die gleichen Männer mit den selben Ideen, die jetzt in Afrin wüten. Nur die Patches und Flaggen hat man ausgetauscht und trägt andere Uniformen. Die Ideologie des Dschihad für den Islam bleibt gleich!

Die Türkei behauptet, dass es sich bei der Offensive lediglich um eine Verteidigung handelt und erwähnt im gleichen Satz noch, dass man Afrin und die eroberten Gebiete dauerhaft in türkischer Hand behalten will. Denn schließlich gehörten diese einst zum osmanischen Reich und es sei daher das gute Recht der Türken, wenn sie sich das Land zurückholen. Wenn wir dieser inneren Logik folgen, müssten wir die Griechen eigentlich bei der Rückeroberung von Konstantinopel unterstützen oder das Memelland zurückholen. Ohne Zweifel geht es Präsident Erdogan nicht um Afrin oder einen lokalen Defensivkrieg, sondern um die Ausdehnung des türkischen Machtbereiches in den Nahen Osten. Dafür ist ihm auch Recht, dass kleine Kinder den Märtyrertod für Allah und die Türkei sterben.  Weinende Mädchen in Uniform neben dem großen Heerführer Erdogan erinnern an palästinensische oder iranische Propagandaveranstaltungen. Dass dieses Land mit der NATO verbunden ist, kann man sich nur machtpolitisch erklären.

Die Amerikaner möchten die Türkei als Basis im Orient halten, während die deutsche Bundesregierung einfach nicht genug Mut besitzt, um ihre Phrasen von Humanität und Völkerrecht auch gegenüber Erdogans Expansionskrieg geltend zu machen – mit mehr als nur ein paar aufgewärmten Worten. Gegen Russland, denke man hier wie man will darüber, schickte sich die Regierung in Berlin an sofort Wirtschaftssanktionen über den russischen Bären zu verhängen, weil er sich der Krim bemächtigte. Aber gegen die Türkei, der man in sogenannten Flüchtlingsdeals und heimlichen Geschäften bezüglich der Freilassung von Journalisten auch noch Milliarden an Steuergeld in den Hals schiebt, will man nichts unternehmen! Eine erbärmliche Schande für diese Regierung, die bei jedem illegalem Grenzübertritt das Wort Menschlichkeit und Nächstenliebe in den Mund nahm, aber jetzt schulterzuckend zusehen kann, wie türkische Milizen kurdischen Frauen in den Kopf schießen oder auf ihren nackten Leichen herumtrampeln und dabei lachen. Wer ernsthaft glaubt, dass Erdogan damit ein Problem hat, sollte sich die Bilder von ihm bei seinen neofaschistischen Anhängern der Grauen Wölfe ansehen, die er mit dem Wolfsgruß begrüßte.  Man stelle sich vor, wenn ein Horst Seehofer seine CSU mit dem Hitlergruß begrüßen würde. Der Aufschrei würde über die ganze Welt gehen! Aber im Kanzleramt hört man nur das Schweigen der Lämmer.

Diese zahlenmäßig weiter anwachsende Gruppe von echten Faschisten glaubt an eine nationale Wiedergeburt des osmanischen Imperiums, wünscht sich die Eroberung Europas und des Nahen Ostens unter der Flagge der Türkei. Biologischer Rassismus, Herrenrassentum der Türken und Überlegenheitskomplex eines sunnitischen Islams gehen bei den Grauen Wölfen Hand in Hand, die auch längst die deutsche Parteienlandschaft infiltriert  und sich hier in der Bundesrepublik ausgebreitet haben, Hand in Hand mit der Kriegslust. Die Türkei ist, man kann es nicht mehr leugnen, ein autoritärer Staat mit zumindest faschistoiden Elementen geworden. Die Demokratie ist schließlich nur der Zug, auf den Erdogans AKP aufspringt, um ihr Ziel zu erreichen.

Einerseits behauptet unsere Regierung, dass man Flüchtlingen aus dieser Region helfen will, weil sie vom Islamismus bedroht werden und andererseits schickt man Waffen und Geld in die Türkei. Das hier etwas nicht stimmt, sollte einem klar denkenden Menschen doch langsam auffallen. Jetzt müssten eigentlich alle diplomatischen Beziehungen mit der Türkei abgebrochen werden, alle Zahlungen eingestellt und eine gemeinsame Ächtung der Türkei innerhalb der NATO durchgedrückt werden. Doch nichts dergleichen passiert.

Zu allem Elend kommt noch hinzu, dass Deutschland sich mit seiner kurdischen und türkischen Bevölkerung einen zusätzlichen Konflikt ins eigene Land geholt hat, der alles noch wesentlich komplizierter macht. Aber unsere Regierung wird bald merken, dass man nicht ewig zwischen den Stühlen sitzen kann und sich auch mal für eine Seite entscheiden muss.

Vergesst die Phrasen von Humanität und Menschenrechten, die unsere Politiker in den Mund nehmen. So wie es sich jetzt darstellt, sind das Lügen gewesen.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wir auf YOUNG GERMAN stecken viel Arbeit und Herzblut in unsere Artikel und wollen uns dauerhaft als alternatives Medium etablieren. Du kannst dich bei uns bedanken, indem du auf Facebook, Twitter oder Minds.com dein “Like” hinterlässt, uns einen Kaffee spendierst oder ein monatlicher Unterstützer auf Patreon wirst. Mit deiner Hilfe wollen wir wachsen und ein unabhängiges alternatives Medium zu den Massenmedien anbieten!


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.