Home Politik Junge Alternative – Jörg Sobolewski: “Wir sind für Heimat, Freiheit und Tradition – und ein freies und selbstbestimmtes Deutschland

Junge Alternative – Jörg Sobolewski: “Wir sind für Heimat, Freiheit und Tradition – und ein freies und selbstbestimmtes Deutschland

Stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Alternative Deutschland, Jörg Sobolewski(ein Parteikollege von mir), stand uns Rede und Antwort über Patriotismus, Weltbild und die Zukunftsvisionen für Deutschland.

 

YG: Die Junge Alternative und die AfD – die stehen ja gegen vieles. Sie sind gegen Islamisierung, gegen Genderideologie, gegen Massenzuwanderung und gegen eine ganze Menge andere Entwicklungen in unserem Europa. Aber steht man auch FÜR irgendetwas? Wo will man hin mit der Alternative für Deutschland und welche Rolle nimmt die Jugendorganisation dabei ein. Für was genau steht ihr ein?

Sobolewski: Tatsächlich kommt unser Widerstand gegen den aktuellen Trend zur Deutschlandabschaffung ja aus einem Für – Gefühl. Wir sind für Heimat, Freiheit und Tradition. Wir bekennen uns zu einem freien, selbstbestimmten Deutschland, das in einem Europa der freien Völker für die Zukunft Europas einsteht. Das hört sich erstmal recht friedlich und fast schon bürgerlich an, ist aber in der heutigen Zeit in seiner Konsequenz schon revolutionär. Wir wollen nicht zurück in die bräsige alte Bundesrepublik, wo all der Mist, der uns heute auf die Füße fällt, schon angelegt war, sondern wir wollen ein neues Deutschland. Ein Land, das unserem Volk eine Zukunft bieten kann in einem neuen Europa, das mit der EU nicht mehr viel zu tun hat. In einem Wort: Wir sind für Deutschland als dem Land der Deutschen und Europa als der Heimstatt der europäischen Völker.

YG: Also gibt es keine Rückkehr zur Biedermeier-Gemütlichkeit der 80er und 90er Jahre, wo alles noch «irgendwie erträglich» war und man mit dem Bier im Hobbygarten Fußball gucken konnte?

Sobolewski: Nein auf keinen Fall. Ich sage immer zu meinen Freunden: ich war nie bürgerlich. Gut, jetzt mit meiner festen Beziehung lachen die mich dann manchmal aus, aber im Grundsatz ist mir da ein gewisser Reflex erhalten geblieben. Ich war immer schon ein kleiner Revoluzzer und das ist mir erhalten geblieben. Klar ist natürlich auch, dass wir auch Elemente des bürgerlichen Freiheitsdrangs des 19. Jahrhunderts aufgenommen haben. Gerade im liberalen Lager ist etwa die Betonung der individuellen, wirtschaftlichen Freiheit, der Mündigkeit des Einzelnen sehr wichtig. Das bezeichnen die dann als bürgerlich und mit dem Begriff der Bürgerlichkeit kann ich gut leben.

YG: Wie wollt ihr die jungen Menschen in Deutschland, von denen auch immer mehr einen Migrationshintergrund haben, von dieser Zukunftsvision überzeugen?

Sobolewski: Deutschland werden wir neu denken müssen, wenn wir es erhalten wollen. Die Einwanderungswellen der letzten Jahre haben ihre Spuren jetzt schon hinterlassen. Wir müssen dabei unterscheiden. Wir haben auf der einen Seite die Einwanderungswellen der Vietnamesen und Perser in die alte Bundesrepublik und die DDR. Das waren damals schon, zumindest bei den Vietnamesen, recht viele Leute, die die beiden Gesellschaften auf einmal verdauen mussten. Bei beiden Gruppen hat das aber recht gut geklappt. Ich arbeite sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene mit zwei vortrefflichen Kameraden zusammen, von denen der eine persische, der andere vietnamesische Wurzeln hat und beide sind richtig anständige Jungs. Da passt kein Blatt zwischen uns. Diesen Männern und Frauen dürfen wir die Tür nicht vor der Nase zuschlagen. Die JAler mit Migrationshintergrund sind häufig diejenigen, die noch fleissiger, noch disziplinierter und noch härter an unserem großen Projekt mitarbeiten, als diejenigen, deren Vorfahren seit Jahrtausenden hier ansässig sind. Das imponiert mir und vor diese Jungs werde ich mich auch immer stellen: Die gehören zu uns!

Bei vielen, sogenannten «Deutschtürken» oder «Deutscharabern» sehe ich aber die Tendenz, sich nicht als Deutsche zu sehen, sondern als «Passdeutsche». Damit habe ich große Probleme, diese Leute gehören weder kulturell, noch ethnisch, noch sonstirgendwie zu uns. Sie haben nur durch Behördenchaos und politisch gewollte Überfremdung einen Pass der Bundesrepublik bekommen.

YG: Viel Rhetorik von der Mutterpartei klingt in den Ohren mancher doch ziemlich rustikal. «Kümmeltürken» und «Kameltreiber» nannte Andre Poggenburg kürzlich unsere anatolischen «Verbündeten» im In- und Ausland. Hält die Junge Alternative das für eine gute Rhetorik, um auf Stimmenfang zu gehen?

Sobolewski: Ich vermute, dass Poggenburg da einen Gedanken laut ausgesprochen hat, der so manchem Bewohner Nordrhein-Westfalens durch den Kopf geht, wenn wegen einer «türkischen Hochzeit» mal wieder von feierfreudigen Familienangehörigen eine Autobahn lahmgelegt wird. Soweit ich weiss hat der Bundesvorstand aber für die Formulierung eine Rüge erteilt – damit ist das Thema für mich erledigt.

YG: Wenn man einen Minister in der Regierung jetzt hypothetisch absetzen könnte – für wen würdest du persönlich dich entscheiden? Und warum? Ganz spontan.

Sobolewski: Ursula von der Leyen muss weg! Diese Frau ist eine lebendige Atombombe im Bendlerblock. Mittlerweile frage ich mich manchmal zur späten Stunde, ob die Frau nicht von irgendwelchen finsteren Mächten bezahlt wird. Dass die Bundeswehr grundsätzlich langsam zu Grunde gerichtet wird, daran hatte man sich ja schon gewöhnt. Aber dass Frau v.d. Leyen das in einem derartigen Tempo und mit so viel Niedertracht macht – das hätte ich mir nie denken lassen. Kein Anstand, keine Ehre, nichts.

YG: Was für eine Außenpolitik müsste Deutschland eurer Ansicht nach führen? Wem wendet man sich zu und von wem ab?

Sobolewski: Als eine japanische Delegation 1872 in Deutschland mit Otto von Bismarck zusammen traf, riet dieser den Gästen ihren Staat künftig nur noch auf eigener Stärke zu bauen und nicht auf Bündnissen. Wir sind in die Mitte Europas gestellt, wir sind die natürliche Führungsmacht Europas und unsere Nachbarn erwarten von uns auch genau das. Wir können nicht mehr unsere Streitkräfte runterrüsten und uns darauf verlassen, dass Franzosen, Engländer und vor allem Amerikaner uns aus jedem Mist heraushauen ohne dafür Gegenleistungen zu erwarten. Wir brauchen eine europäische Sicherheitsarchitektur unter gleichbleibender, freundlicher Distanz zu Moskau und Washington. Deutschland muss diese Architektur als primus inter pares führen. Davon sind wir sehr sehr weit entfernt. Meiner Meinung liegt in der Schwäche der Bundesrepublik einer der Hauptgründe für die zunehmende Unsicherheit in Osteuropa und dem Nahen Osten.

YG: In Bündingen trafen Antifa-Gegendemonstranten und JA-Mitglieder aufeinander. Das hatte schon politischen Flashmob-Charakter, als die Nationalhymne angestimmt und die Kraftsprüche ausgeteilt wurden. Welche Rolle fällt der Jungen Alternative in all dem zu? Ein gemütlicher Biertrinker-Verein wie die Junge Union mit Schlips und Anzug, die Sitzfleisch trainieren und warten, bis sie endlich auch mal einen Posten kriegen?

Sobolewski: Wir sind mehr und mehr auf dem Weg, ein echt ordentlicher Haufen zu werden. Auf der Spontankundgebung vor der Halle war klar erkennbar, wer hier die Hosen an hat und wer eigentlich nur noch Zeitgeistopfer ist, eine großartige Stimmung! Ich war 2015 einige Male bei Pegida in Dresden. Einmal waren wir als richtig großer Block Burschenschafter vor Ort, mit einheitlichen Fahnen und allem. Das war eine riesige Menge, die sich da auf den Weg gemacht hat. An einer Ecke skandierte die bisher sieggewohnte Antifa. Aber als die merkten, dass unser Zug kein Ende nahm, da sind die still und heimlich abgezogen und das wars. Wir müssen den Deutschen klar machen, dass wir nicht die Letzten von gestern, sondern die Ersten von Morgen sind. Diesem Anspruch müssen wir natürlich auch gerecht werden und das heisst dann eben auch mal «runter von der Couch, Laufschuhe an und ab geht’s»! Mens sana in corpore sano, wie es so schön heisst.

YG: Möchtest du den jungen Menschen in Deutschland noch etwas auf den Weg geben?

Sobolewski: Seit den Tagen unserer Väter ist das hier unser Land. Es ist ein wunderschönes Land mit einer großartigen Geschichte, das der Welt viel geschenkt hat. Dieses Deutschland ist jedes Opfer wert. Unser Volk in unserem Land ist es wert, sich dafür zu verbrennen. Habt keine Angst vor den alten und lahmen Kräften der Beharrung sondern schließt euch uns an für eine freie und deutsche Zukunft.


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