Home Geschichte Auf den Felsen von Covadonga im Jahre 722

Auf den Felsen von Covadonga im Jahre 722

 

Im Jahre des Herren 722 stehen die Umayyaden und ihre islamische Streitmacht in den Ruinen des Westgotenreiches, welches sich über die spanische Halbinsel erstreckte. In der Schlacht am Rio Guadalete, elf Jahre zuvor, vernichteten die Muslime das christliche Heer unter dem Westgotenkönig Roderich, der inmitten seiner Krieger den Heldentod starb. Damit war ganz Spanien erobert und unter das Banner des Propheten gebracht.

Ganz Spanien? Nein! Im Norden liegt die kleine Region Asturien. Dort erstarkte ein erbitterter Widerstand, der aus dem Mut der Verzweiflung geboren wurde. Völlig abgeschnitten von der Außenwelt und mit dem Atlantik im Rücken blieb dem einstigen Mitstreiter von Roderich, Pelayo, nichts anderes übrig als alle Männer frohen Mutes um sich zu scharen und unter dem Zeichen des Herren Jesus Christus zu vereinen. Lange genug hatte er die Demütigungen der Umayyaden ertragen müssen, die sich sogar anmaßten die Frauen am Hofe von Pelayo zu nehmen, wie es ihnen gefiel. Eine Anmaßung, die Pelayo prompt mit einem Zeichen der Erhebung beantwortete und sich von seinem Volk zum Souverän und König erklären ließ. Nicht Vasall der Muslime, sondern freies und christliches Königreich wollte Asturien sein.

Sofort entsandten die Muslime eine Strafexpedition, eine unglaublich gewaltige Streitmacht, welche dem jungen Königreich Respekt beibringen sollte. Bei den weißen und kargen Felsen von Covadonga trafen die arabischen Krieger auf die christlichen Streiter, denen unter Androhung des Todes das Angebot gemacht wurde, sich als Diener zu unterwerfen und Tributzahler zu bleiben und so verschont zu werden. Pelayo, der wie viele andere christliche Herrscher Spaniens dieses Angebot hätte annehmen und leben können, lehnte jedoch ab. Mit dem Christuskreuz auf den Schilden und mit dem Rücken zur Felswand stellten sich Pelayos Männer der erzürnten Streitmacht der Muslime und…

siegten.

Wie? Das ist mit dem Lauf der Zeit verloren gegangen. Der Mythos besagt, dass die heilige Jungfrau selbst in die Schlacht als Erscheinung eingriff und den Rebellen zum Sieg verhalf.

Fakt ist, dass Asturien als christliches Reich im Norden des islamisierten Spaniens überlebte und Ausgangspunkt einer Reconquista sein würde, die fast ein ganzes Jahrtausend andauern würde.

 

 

Foto: CanBea87

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