Home Uncategorized Der Verwesungsgeruch der CDU – mit Merkel in den Untergang: Nibelungentreue mal anders

Der Verwesungsgeruch der CDU – mit Merkel in den Untergang: Nibelungentreue mal anders

Der Fisch fängt an vom Kopf her zu stinken, sagt das alte Sprichwort und erweist sich als wahr, wenn wir uns die Berliner Republik dieser Tage ansehen. Angela Merkel hat es nach monatelangen Verhandlungen geschafft, Kanzlerin zu bleiben und damit ihr oberstes Ziel umsetzen können. Wenn Sie das Knirschen im Hintergrund hören können, dann vernehmen Sie gerade den hörbaren Frust der CDU-Mitglieder, die noch nicht völlig weich in der Birne sind und an einem alten Wertekonservatismus und Zivilpatriotismus festhalten. Ich kenne aus meiner Zeit bei der Partei einige gute und engagierte Menschen, von denen viele in den letzten Jahren hier in Berlin und Deutschland das Handtuch geworfen haben und still und heimlich einfach gegangen sind. Sie wurden zu Karteileichen der Partei oder traten einfach aus, weil jede Durchhalteparole aus dem Kanzleramt und der Parteizentrale der Christdemokraten von Tag zu Tag absurder klingt. Einige von ihnen lesen auch diesen Blog.

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Auch unter Kameraden, die der CDU noch die Treue halten, weil sie diese für die Soldatenpartei erachten, hat sich Resignation und Wut breitgemacht. «Wenigstens Uschi…wenigstens Ursula von der Leyen muss weg!» murmelte man am Biertisch im Kreise der ehemaligen und aktiven Uniformträger. Aber diese Gnade sollte diesen Männern nicht vergönnt sein, weil Ursula von der Leyen, obwohl sie keinerlei Qualitäten als Verteidigungsministerin hat, wenigstens doch eine wirklich nützliche Eigenschaft für Merkel besitzt: sie ist LOYAL. Genau wie Peter Altmaier, das beste bildliche Beispiel für die Degeneration der einstigen Christdemokratie, lediglich eine einzige Fähigkeit hat – nämlich loyal zu sein. Ein ergebener Diener seiner Kanzlerin, die er in immer absurderen Fernsehauftritten verteidigt und alles was aus dem Mund der Frau kommt beschönigt.  Welche Qualifikationen bringt der Mann eigentlich mit an den Tisch, welche ihn zum möglichen Wirtschaftsminister befähigen würden? Reden kann er nicht, rechnen ebenfalls nicht und eine gute Figur macht er schon gar nicht. Nur Ergebenheit beweist er, wenn er Merkels Politik verherrlicht und sich damit auf eine Stufe mit dem Parteisoldaten Peter Tauber stellt, der alle Menschen als «Arschlöcher» bezeichnet, die nicht für Merkel sind. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Können Sie sich vorstellen, dass Peter Tauber den Schneid hätte einen Merkel-Gegner auf einer Straßedemo anzuhalten und ihm ins Gesicht zu sagen, dass er oder sie ein «Arschloch» ist? Ich kann mir das nicht vorstellen.

Und jetzt ärgert sich die CDU-Basis, dass man der SPD so viele Zugeständnisse gemacht hat. Ich hingegen frage mich, was in den Köpfen der meist recht langweiligen CDUler abgegangen ist, als sie Merkel minutenlang «standing ovations» gaben? Für was eigentlich? Dafür, dass sie vor einigen Jahren Multikuti für gescheitert erklärte, Besserung gelobte und dann den Nahen Osten und Nordafrika nach Deutschland importierte? Oder für ihren Satz, dass «Einwanderung die demographischen Probleme Deutschlands nicht lösen könne», den sie heute mit ihren Worten und ihrer Politik scheinbar Lügen strafen will. Wie realitätsfremd und naiv muss man sein, um nicht durch die Maske dieser Politikerin zu schauen, die keinerlei feste Form besitzt und scheinbar lediglich darauf abzielt, Kanzlerin zu sein um der Kanzlerschaft willen. Übrigens möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass Loyalität sich bei Merkel nicht auszahlt. Denn sie servierte Thomas de Maizière  eiskalt ab, obwohl dieser vielleicht der preußischste und loyalste Diener seiner Kanzlerin war, der trotz besseren Wissens ihre Propanganda verbreitete und ihre Politik unterstützte, weil er Treue zur Fahne höher achtet als jede Vernunft. Das rettete ihn jedoch nicht von der politischen Abfalltonne, in die er nun entsorgt wurde.

JU-Chef Ziemiak äußerte sich mit lobenden Worten über die personellen Erneuerungswünsche der Kanzlerin und schielt mit seinen dunkel unterlaufenen Augen wohl schon auf einen Posten nah an der Macht, während unendlich viele völlig austauschbare Parteisoldaten hinter ihm stehen und darauf spekulieren, in der nächsten Legislaturperiode auch mal an der Reihe zu sein. Es wimmelt in der CDU nur so von Speichelleckern, die für eine Chance auf etwas Status und einen Posten ihre Großmutter, ihr Land und ihre Katze verkaufen würden. Wolfgang Bosbach analysierte hier richtig, als er sagte, dass es in der «CDU ganz bestimmt keine Revolte geben» würde. Die Parteisoldaten der Kanzlerin haben die Nibelungentreue , verinnerlicht und leben sie, ohne dafür groß etwas zu riskieren.  Auf dem Parteitag der CDU wird Merkel eine langweilige Reden halten, die Wogen glätten, neue Lügen auftischen und die Gewohnheitstiere ihrer Partei werden klatschen, nicken und sich danach beim Bier etwas entrüsten, um dann wieder zur Alltäglichkeit zurückzukehren. Die CDU und SPD sind nicht Volksparteien, weil sie gute Politik machen, sondern weil sie seit 70 Jahren in dieses System einzahlen und ihre Leute in allen wichtigen Institutionen haben. Sie sind in den Medien, in den Gewerkschaften, den Vereinen, Stiftungen, Politikberatungen, Universitäten und sonst überall, wo die wahre Politik gemacht wird, welche ganz unabhängig von den eigentlichen Wahlprogrammen abläuft, aber einen viel größeren Multiplikator darstellt.

Ein altgedienter CDU-Mann in seinem Kreisverband weiß einfach, welche Nummer er wählen muss, um Vorgang XY in Gang zu setzen, welcher der Partei nützen wird. Er kennt die Betriebsräte, die Firmenchefs, die Journalisten und weiß, dass er die anderen Gegner in der Politik nur von diesen Schalthebeln der Macht fernhalten muss.

Auch die Kritik eines Volker Rühe ändert nichts daran. Die CDU wird an ihrem Kurs festhalten, die guten und engagierten Mitglieder, denen wirklich etwas an ihrem Land und der Zukunft ihrer Partei liegt vergraulen und dann irgendwo in den 20-30% als gut vernetzte Volkspartei herumdümpeln, während um sie herum die Infrastruktur ihrer Partei zusammenbricht. Man kann einen guten Konservativen lange quälen, bis er aufgibt. Wenn er jedoch aufgibt, ist es meistens endgültig.

Hut ab vor allen Idealisten, die wirklich noch an eine konservative Wende geglaubt und dafür ihren Kopf hingehalten haben. Aber euer Kampf ist hoffnungslos und verloren.

 

Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:RudolfSimon


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