Home Militär *Video* Miliztruppen der Türkei begehen Kriegsverbrechen in Afrin

*Video* Miliztruppen der Türkei begehen Kriegsverbrechen in Afrin

*Video* Miliztruppen der Türkei begehen Kriegsverbrechen in Afrin

Syrien:

Die mit den Türken verbündeten Kämpfer der Freien Syrischen Armee haben sich auf dem jüngst der Presse zugespielten Video eindeutig der Leichenschändung schuldig gemacht, welches laut Völkerstrafrecht ein Kriegsverbrechen ist. Die als Amina Omar identifizierte Frau war in den Kämpfen mit den Milizen der Türkei getötet und anschließend durch Tritte, Beleidigungen und Verstümmelungen post-mortem geschändet worden.

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Omar soll nahe bei Afrin gefallen sein, als sie im Rahmen der YPG Verteidigung die kurdisch gehaltene Region gegen die Türkei und ihre verbündeten Milizkämpfer hielt. Die Türkei hat sich bisher nicht zu dem Video geäußert.

In der Vergangenheit kam die FSA immer wieder in die Kritik, da ihr eine Nähe zum Islamismus und dem IS mehrfach nachgewiesen wurde. US-Senator John McCain und der ehemalige Präsident Barrack Obama unterstützten die FSA ihrer Zeit mit Finanzen und Waffen, was bei einigen Stimmen im Westen wenig positiv aufgenommen wurde. Die FSA äußerste sich gegenüber der Presse mit einer offiziellen Ächtung der Taten ihrer Soldaten und erwähnte im Nebensatz, dass die Handlung nicht im «Einklang mit der Scharia» stehen würde.

 

Soldaten unterfallen auch nach ihrer Tötung dem Schutzbereich der Regelung über Kriegsverbrechen gegen Personen. Werden die Köpfe der Getöteten auf Stangen aufgespießten und lässt sich eine Person dann zusammen mit den trophäenartig zur Schau gestellten Köpfen fotografieren, liegt hierin eine schwerwiegende entwürdigende und erniedrigende Behandlung der beiden getöteten Soldaten. Dabei ist unerheblich, dass es sich “nur” um die Köpfe als Leichenteile handelt. Denn insbesondere der Kopf ist das herausragende Identifikationsmerkmal eines Menschen und bestimmt die Außenwahrnehmung einer Person am meisten. Es ist auch nicht erforderlich, dass der Täter physisch auf den Toten einwirkt. Zudem sind Kriegsverbrechen der schwerwiegenden entwürdigenden oder erniedrigenden Behandlung im internationalen bewaffneten Konflikt nicht anders zu behandeln als im nichtinternationalen.

Urteil des BGH vom 27.07.2017, Az.: 3 StR 57/17

 

Achtung: Grafische Bilder


 


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