Home Gesellschaft Der Kosovo ist eine europäische Brutkammer für Islamisten

Der Kosovo ist eine europäische Brutkammer für Islamisten

Der Kosovo ist eine europäische Brutkammer für Islamisten

 

Hübsche Mädels mit engen Jeans laufen durch die Straßen von Pristina, während Bundeswehrsoldaten und KFOR-Truppen ihren Streifendienst durchführen. Alles scheint ruhig und entspannt, als der Muezzin wieder zum Gebet ruft. Über der Stadt schweben die hohen Türme der Moscheen, die nach dem Krieg hier in Windeseile errichtet wurde. Der Kosovo hat über 800 davon und etwa 240 von ihnen sind nach dem Kriegsende entstanden. Das größte und freundlichste Geberland ist hier Saudi-Arabien, welches keine Mühen und kein Geld scheut, um «Entwicklungshilfe» in das einst verhältnismäßig moderate Gemisch der balkanischen Muslime zu streuen. In den Moscheen wird, fast ohne Ausnahme, die konservative Ideologie des Wahhabismus gelehrt. Schador, Kopftuch und Fusselbärte sind mittlerweile in Mode und teilen sich die Straßen mit den jungen, westlicheren Jugendlichen, die eher nach Europa und Richtung Laizismus tendieren. Aber eines ist sicher: die Islamisierung schreitet voran.  Von den 2 Millionen Einwohnern des Kosovo sind nachweislich etwa 360 dem IS beigetreten und auch die Terroristen von Duisburg, deren Anschlag verhindert wurde, stammen von dort.

Laut einer Umfrage des Kosovar Institute for Policy Research and Development (KIPRED), definieren sich heute(2016 Stand) bereits 32% der Kosovaren als «vor allem muslimisch», während die nationale Identität nach hinten gestellt wird. Das ist ein Anstieg und der Einfluss von Türkei und Golfstaaten macht sich auch in der Menge an Produkten bemerkbar, die auf den kosovarischen Märkten angeboten werden. Halal ist trend, genau wie weißes Gewand und knappes Tank-Top. US-Kapitalismus prägt die Jugend ebenso, wie das Mekka scheinbar vermag. So entsteht eine Mischung aus neo-frommer muslimischer Bevölkerung und solcher, die sich in Parties, Drogen und Alkohol verliert, und dann das Land verlässt, weil es kaum Möglichkeiten für den Sozialen Aufstieg gibt. Hohe Jugendarbeitslosigkeit und niedrige Löhne sorgen dafür, dass viele gut qualifizierte Bürger nach Westeuropa( vor allem Deutschland und GB) auswandern.

Vor 19 Jahren bejubelten die Muslime des Balkans noch die Amerikaner als Befreier. Heute hat die salafistische Ideologie die Köpfe durchtränkt und sorgt dafür, dass sich Zehntausende von ihnen in streng religiösen Gemeinschaften wiederfinden, die wie Zündstoff in einem trockenen Pulverlager wirken können. Die ungelösten Konflikte des Balkans sind nur eingefroren und sollten die KFOR-Truppen und EU-Truppen eines Tages abziehen, gilt eine erneute Eskalation als durchaus wahrscheinlich.  Derweil streckt die Türkei den Arm nach Europa aus und träumt von der Wiedereroberung durch Diplomatie, während man gigantische Moscheen und Bauprojekte finanziert. Dadurch möchte man sich in die Herzen der balkanischen Muslime einkaufen und die Reunion einstiger osmanischer Regionen ermöglichen. Erdogan macht aus diesem Traum keinen Hehl: «Wir gehören alle zu einer gemeinsamen Geschichte, Kultur und Zivilisation. […] Vergesst nicht, die Türkei ist Kosovo und Kosovo ist die Türkei!»

Ankara finanziert Austauschprogramm für Schüler, Klassenfahrten, Moscheenbau und Immobilienprojekte. Auch militärische Berater stehen den Albanern und Kosovaren jederzeit zur Seite, noch unter dem Schirm der NATO. Aber man wäre dumm und naiv, wenn man glaubt, dass die Türkei ein guter Freund des Atlantischen Paktes ist.  Die fundamentalen Muslime, der revolutionäre Islamismus, wird immer stärker auf dem Balkan und sitzt damit vor den Toren Mitteleuropas.

 

Foto: https://www.flickr.com/photos/charlesfred/119359993



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