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Die Logik hinter dem Terror

Angst verbreiten ist seit jeher ein Bestandteil gewaltorientierter Auseinandersetzungen. In Europa ist es nur die Vorbereitungsphase für viel größere Umwälzungen.
«Als Tariq ibn Ziyad, nach dem Gibraltar benannt wurde, im Jahr 710 nach Spanien übersetzte, gewann er einige Scharmützel gegen das westgotische Heer. Die Gefangenen die er dabei machte, steckte er bis auf wenige in große Töpfe und lies sie kochen. Die verbliebenen Gefangenen wurden befreit, damit sie die schreckliche Kunde über die menschenfressenden Invasoren weitertrugen und so Angst und Schrecken unter den Westgoten verbreiteten»  (1)

 

In erster Linie sollten wir uns klar darüber werden, wozu der Terrorismus dient. Wie die Bedeutung des Wortes bereits suggeriert, ist Terror die Tätigkeit, die zum Ziel hat, Angst und Schrecken zu verbreiten. Terror ist ein integraler Teil jeder Kriegsführung. Er schwächt den Wiederstandgeist des Feindes und reduziert so die Anzahl der eigenen Opfer.

In der modernen Kriegsführung wird diese Verbreitung von Angst und Schrecken mit Bezeichnungen wie «Strategische Bombardierung» eher steril umschrieben;  «Schock and Awe»  während der Golfkriege, oder der berühmte «Blitzkrieg» der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Opfer dieser Tätigkeit können bestimmte Streitkräfte, Menschen und Menschengruppen sein, von denen die Terrorverbreitenden erwarten, dass sie, wenn sie genug eingeschüchtert werden, dazu bereit sein werden sich den machtpolitischen Forderungen oder Zielsetzungen der Terrorisierenden zu fügen. Mitte des 20ten Jahrhunderts verselbstständigte sich die Tätigkeit der Angstverbreitung von der traditionellen Kriegsführung und den staatlichen Akteuren und gewann eine eigene Rolle in vielen Konflikten. Anstatt wie bisher eingebettet in der traditionellen Kriegsführung zu sein, verwandelte sich der Terrorismus in eine vorbereitende Form der Selbigen.

Terrorismus wurde so zum ersten Zug bei gewalttätig ausgetragenen Konflikten und gewann dadurch eine eigenständige Relevanz.

Es entstand somit eine «Lehre» für terroristische Aktivitäten, die von den verschiedenen Akteuren im kalten Krieg, in Akademien und in der Praxis, weiter verfeinert wurden, um den ideologischen Gegnern zu schaden, oder aber um diese Aktivitäten zu bekämpfen.

 

Laut einer der entsprechenden Handschriften (2) , ist das Ziel einer jeden terroristischen Organisation, eine bestimmte Bevölkerung oder Volksgruppe an ihre Ziele zu binden, um sie als «geographische Tiefe» zu benutzen, die es möglich macht, Gegenschlägen der Sicherheitskräfte zu entgehen. Treffen diese Schläge die breitere Bevölkerung, aus der sich die Terroristen nähren, (die aber noch nicht gewaltbereit ist), dann verstärkt die Reaktion der Opfer und von deren Angehörigen sofort den Rekrutierungs- und Unterstützerpool der Terroristen. Es entsteht so der perverse Ansporn die Ordnungskräfte so oft wie nur möglich auf die eigenen Leuten zu hetzen, um so die eigene politische und militärische Stärke zu mehren.

Langfristig möchte jede terroristische Gruppierung aus der Ebene des reinen Terrorismus hinauswachsen und in die Phase des irregulären bzw. regulären Krieges treten: In der Hoffnung langfristig das Gleichgewicht der Kräfte derart zu verändern, dass die komplette politische Kontrolle über ein Territorium oder Staat erlangt wird.

In Europa befinden wir uns, je nach Land und Region, in verschiedenen Stadien dieser kriegerischen Entwicklung. Wenn man die enge Verflechtung zwischen Kriminalität und Radikalisierung berücksichtigt, so können wir, ohne Angst zu haben zu übertreiben, in verschiedenen Städten bereits «islamisch befreite Zonen» ausmachen. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Stadtteil Molenbeek in Brüssel, der sich zum logistischen Herz der Anschläge in Belgien und Frankreich entwickelt hat (3) .

 

Die Infrastruktur des kommenden Krieges ist bereits fertiggestellt worden. Die von Saudi-Arabien und den Emiraten finanzierten Moscheen liefern Finanzmittel, die Vernetzung und die Ideologie, während die kriminellen Milieus die Kämpfer (4) und die Versorgungskanäle bereitstellen, um Waffen, Sprengstoff und Munition nach Europa zu bringen. Die westlichen  Regierungen sorgen für einen nicht endenden Strom an menschlichen Nachschub, der ganze Landstriche demographisch im islamischen Sinne verwandelt und torpedieren jeden Versuch der Sicherheitskräfte, die Lage unter Kontrolle zu bringen, während die etablierten Medien, Parteien und die Organisationen der «liberalen» Muslime der  Gesellschaft Beruhigungsmittel verabreichen, damit diese nicht «überreagiert».

 

In diesem Kontext wird auch immer offensichtlicher, dass auch die normale Migrantenkriminalität ihren Beitrag zu dieser Kriegsführung bereitstellt, da sie das Entstehen von no-go Areas begünstigt, aus denen sich der Rechtsstaat zurückzieht, wodurch wiederum die Bewegungsfreiheit und Organisationskapazitäten der islamischen «Kampfgruppen» verstärkt werden. (5)

Es ist somit zunehmend schwieriger geworden, die Trennlinie zwischen normale Kriminalität und islamischer Terrorkriegsführung zu ziehen.  Diese Art von Kriminalität begünstigt nämlich die Verbreitung einer generalisierten Angst, unter der normalen einheimischen Bevölkerung, die sich ab einen bestimmten Zeitpunkt im Zustand der Dauerbelagerung fühlen muss und die sich entweder den neuen örtlichen  Machtverhältnissen anpasst oder aber wegzieht. Beide Ergebnisse dürften den Drahtziehern hinter der Übernahme Europas gleichermaßen willkommen sein.

Terrorismus ist, wie geschildert, nur der erste Schritt eines Prozesses, der darin münden soll, dass Europa dem islamischen «Haus des Friedens“» durch Gewalt angeschlossen wird.

 

Wir erleben jetzt wie dieser Prozess im Gang gesetzt wurde. Die Lage wird sich somit nicht in absehbarer Zeit bessern, weil anscheinend in bestimmten Kreisen, der «Point of no Return» als überschritten gilt und man sich sicher ist, Erfolg bei diesem Unternehmen zu haben. Wir können uns deshalb auf eine permanente Steigerung der Anschläge in den nächsten Jahren einstellen und danach, auf die Entstehung von urbanen Guerillas, die ganze Landstriche, wenn nicht gar Staaten, für sich beanspruchen werden.

Und nein, das ist keine Übertreibung, sondern die unabwendbare Folge der Anwendung einer erfolgreichen terroristischen Taktik.

 


Quellen:

(1) Diese Geschichte habe ich persönlich von einer adligen asturianischen Dame gehört, dessen Name im Anonymat verbleiben sollte. Die Geschichte ist zwar nicht gesichert, soll aber über Generationen innerhalb ihrer Familie weitererzählt worden sein und wurde dabei wahrscheinlich ausgeschmückt, beschreibt aber bestens, wie die Schrecken der Kriegsführung, von Generation zu Generation weitervererbt werden.

(2)  http://www.latinamericanstudies.org/marighella.htm

(3)  http://www.n-tv.de/politik/Molenbeek-hat-seinen-Ruf-zu-Recht-article17369321.html http://www.dailymail.co.uk/news/article-2020382/You-entering-Sharia-law-Britain-As-Islamic-extremists-declare-Sharia-law-zone-London-suburb-worrying-social-moral-implications.html

(4)  http://theconversation.com/the-new-breed-of-terrorists-criminals-first-islamists-second-56996

(5) http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/09546550701246791


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