Home Gesellschaft Alix Schoelcher lernte lieber Physik, als mit den »Thugs« abzuhängen und die Polizei zu ärgern

Alix Schoelcher lernte lieber Physik, als mit den »Thugs« abzuhängen und die Polizei zu ärgern

Alix Schoelcher lernte lieber Physik, als mit den »Thugs« abzuhängen und die Polizei zu ärgern

Der junge Kadett im Bild heißt Alix Schoelcher Idrache.  Er steht hier zu Tränen gerührt bei seiner eigenen Abschlusszeremonie in der Militärakademie von West Point. Er wurde sogar Klassenbester in Physik und das, obwohl er aus Haiti kommt und eigentlich aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Er ist kein natürlicher US-Staatsbürger, sondern hat sich freiwillig für den Dienst in den Streitkräften gemeldet und um einen Platz an der elitären US-Akademie West Point beworben. Nur sehr, sehr, sehr wenige Kandidaten schaffen es dorthin und noch weniger werden letztendlich auch Offiziere. Für jemanden wie Alix, der von seinen Lebensumständen her und von seinen Umweltverhältnissen eigentlich im Nachteil hätte sein müssen, ist dies eine große Leistung. Sein Vater durfte die Familie nach der Zerstörung durch die Erdbeben in die USA bringen, wo Alix in New Carrollton Maryland aufgewachsen ist. Die Stadt mit 12.000 Einwohnern hat eine übermäßig hohe Konzentration von Verbrechen im Vergleich zum Rest von Maryland, und auch die Weißen sind mit knapp 12-15% eine Minderheit, während Afroamerikaner mit über 67% die Mehrheit bilden (Census aus dem Jahr 2000). Der Lebenstandard in New Carrollton ist auch nicht übermäßig hoch, und so scheint es eigentlich, dass Alix von seiner sozialen Umgebung her eine schlechte Startposition hatte. Wenn wir jetzt von der Position der Black Lives Matter Organisation ausgehen oder von den mehrheitlich linken Professoren, die diese unterstützen, dann hätten die sozialen Verhältnisse Alix dazu nötigen können, dass er sich auf einen Weg der Unbildung, Kriminalität und des sozialen Abstiegs begibt. Doch dem sollte nicht so sein.

Sein Vater soll gesagt haben, dass er Alix nichts bieten könnte als eine anständige Bildung. Eine Geisteshaltung, die sich in einer ewigen Opferrolle sieht und aus dieser kein Entrinnen sehen möchte und kann, wird niemals hochwertige Charaktere hervorbringen können. Es ist eine Unkultur in den USA und auch hier bei vielen muslimischen Gemeinden in Europa, sich in einer völlig unreflektierten Suche nach strukturellem Rassismus zu befinden, auf den man dann das eigene Versagen zurückführen kann. Bei diesen Abwälzungen sind ihnen sowohl in den USA als auch in Europa die Linken oft gerne behilflich. Nicht die eigene Faulheit, Dummheit oder Gemeinheit hat Schuld, dass man im Leben nicht weiterkommt. Der weiße Mann, die weiße Gesellschaft oder ähnliche Strohpuppen sind dafür verantwortlich, wenn man es zu nichts bringt. Und hier sage ich nicht, dass es ihn nicht gibt und er überhaupt keine Rolle spielt (struktureller Rassismus). Ich sage nur, dass er nicht für alles herhalten kann, was man an sich selbst verbessern sollte. Alix Schoelcher entschloss sich, nicht dem Weg vieler anderer afrokamerikanischer Jungs zu folgen, der Kleinkriminalität zu fröhnen, Polizisten zu ärgern und eine permanete Belastung für die eigene Gemeinschaft zu werden. Der Weg zum farbigen Gangbanger ist nicht vorprogrammiert, sondern kann durch Willensentscheidungen verhindert werden. Wie sagt man? Arschloch sein ist deine freie Wahl.

Also setzte sich Alix in die Schule, lernte, paukte und verbrachte seine Freizeit mit Sport und Selbststudium. Immer mit dem Traum im Blick, dass er seine Familie stolz machen und etwas aus seinem Leben machen würde. Das Kind verarmter Immigranten, das den amerikanischen Traum lebt. Und da sehe ich keinen strukturellen Rassismus, sondern die Vorteile der Meritokratie. Alix bewarb sich als junger Mann sofort für die West Point Academy, die Eliteschule des US-Militärs und wurde angenommen. Allein das ist bereits eine irrsinnige Auswahl aus Tausenden von Bewerbern. Und dennoch setzte sich der junge Mann aufgrund seiner Qualifikationen durch, wurde Klassenbester in Naturwissenschaften und schwor unter Tränen seinen Eid als Offizierschüler der Streitkräfte. Es zählte nur, was Alix im Kopf hatte, was er körperlich leisten konnte und wie er sich als Mensch gegenüber seinen Mitmenschen verhielt. Belohnung in der Gesellschaftsordnung aufgrund von Leistung. Alix Schoelcher werden wir wohl niemals auf Twitter oder Facebook sehen, wie er sich als Queer, Transgender oder grünes Alien definiert, und sich daraus eine Bevorzugung bzw. mehr Aufmerksamkeit erhofft.

Wenn ich die schwarzen Jungs und Mädels, und ihre weißen Helfer, von Black Lives Matter auf den Straßen wüten sehe, erkenne ich nur einen Haufen weinerlicher Verlierer. Die ersten wälzen alle ihre Probleme und Nöte auf die weiße Mehrheitsgesellschaft ab, und die anderen erhoffen sich eine moralische Aufwertung durch ihren Einsatz für eine vermeintlich unterdrückte Minderheit. Schuld sind immer die Weißen, obwohl die meisten Schwarzen durch Schwarze getötet werden und man in Städten wie Detroit oder Chicago den weißen Mann eigentlich schon mit der Lupe suchen müsste. Ein NFL-Football-Spieler namens Colin Kaepernick weigerte sich vor einiger Zeit, beim Spielen der Nationalhymne aufzustehen und dadurch seinen Respekt für die Nation zu bekunden. Er rechtfertigte sein Verhalten mit den Worten, dass diese Flagge Afroamerikaner unterdrücken würde. Amüsant ist, dass Kaepernick eine weiße Mutter hat und eigentlich, genau wie Obama, sich auch als als halber Weißer definieren könnte (tut er natürlich nicht). Aber wenn man dem Mann eine Weile zuhört, erkennt man schnell, dass die Selbstdefinition einem Muster folgt: »Ich, als Farbiger/Ich als Afroamerikaner …« Ein Millionär und Football-Star gefällt sich in der Opferrolle und fühlt sich von der Gesellschaft unterdrückt.

Ein anderer NFL-Spieler namens Glen Coffee hat sich gänzlich anders entschieden. Er verließ ohne Zwang den Sport und meldete sich freiwillig zum Dienst für seine Nation. Seine Begründung war simpel, dass er dem Land etwas zurückgeben möchte, das ihm so viel ermöglicht hatte. »Es gibt wichtigere Dinge im Leben als Geld«, sagte er in einem Interview. Ich kann nicht drumherum kommen, die drei Männer zu vergleichen. Alles Afroamerikaner und derjenige, der sich am meisten unterdrückt fühlt, ist der Multimillionär und Football-Star Kaerpernick.

Du bist kein Sack Kartoffeln. Du hast eine Wahl.

 


 

Foto1: (DOD/U.S. Army Staff Sergeant Vito T. Bryant)

 


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