Home Geschichte Schlacht um Dien Bien Phu

Schlacht um Dien Bien Phu

Anfang vom Ende der Fremdherrschaft

„Erst die Franzosen und dann die Amerikaner“ – Ho Chi Minh

1954 beginnt und endet die Schlacht um Dien Bien Phu in Vietnam. Der mörderische Kampf um die kleine Stadt im Nordwesten Vietnams, markiert das Ende der kolonialen Herrschaft der Franzosen über Indochina. Er ist zum Nationalmythos Viertnams geworden und zum Prüfstein einer ganzen Generation. Wenn die Franzosen vertrieben werden konnten, dann würde dies auch mit den Amerikanern gelingen. Die national-soziale Kampfeinheit der „Viet Minh“ hatte sich in den Jahren zuvor gegen die japanische Invasion im Zweiten Weltkrieg gewehrt. Ihr Ziel war die nationale Wiedervereinigung Vietnams und die Befreiung der Nation von ausländischen Einflüssen – vor allem von seinen Kolonialherren. Und das zu einem Zeitpunkt, wo bis zu 20% „Ausländer“ unterschiedlichster Nationalitäten durch das Territorium des heutigen Vietnams marschierten. Franzosen, Amerikaner, Chinesen usw. General Vo Nguyen Giap führte seine Viet Minh gegen die befestigte Stellung der Franzosen bei Dien Bien Phu und wusste, dass er nur durch numerische Überlegenheit und Ausdauer gewinnen konnte. Entschlossen alles zu opfern, um den Sieg und damit die Unabhängigkeit zu erreichen. Dien Bien Phu wird zum Trauma für die Franzosen und zum Ende aller kolonialen Träume in Indochina.

Die nationalen Sozialisten von Nordvietnam, unterstützt von Kämpfern aus dem Süden, erstürmen am 13. März die Befestigungen der Franzosen um Dien Bien Phu. Es beginnt eine der brutalsten Kolonialen Schlachten Indochinas. Bis zu 20.000 Tote und Verletzte in nur wenigen Wochen auf beiden Seiten. Der vietnamesische Sieg über die Kolonialmacht läutet jedoch auch den Beginn vom Ende der Fremdherrschaft ein. Die Idee der vietnamesischen Nation wird nach Jahrhunderten des Kolonialismus neu geboren. Für die Revolutionsführer Ho Chi Minh war der Sieg über Frankreich jedoch nur ein Etappensieg. Denn hinter den Franzosen lauerte bereits Amerika, dass im nationalkommunistischen Kleid der Vietnamesen eine Bedrohung sah, die es zu terminieren galt.

Für Vietnam sollte der Kampf um die eigene Unabhängigkeit ein halbes Jahrhundert dauern und erst mit dem Abzug der Amerikaner zwanzig Jahre später enden. Dien Bien Phu wurde zum Mythos eines Volkes und einer werdenden Nation.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wir auf YOUNG GERMAN stecken viel Arbeit und Herzblut in unsere Artikel und wollen uns dauerhaft als alternatives Medium etablieren. Du kannst dich bei uns bedanken, indem du auf Facebook, Twitter oder Minds.com dein “Like” hinterlässt, uns einen Kaffee spendierst oder ein monatlicher Unterstützer auf Patreon wirst. Mit deiner Hilfe wollen wir wachsen und ein unabhängiges alternatives Medium zu den Massenmedien anbieten!