Home Gesellschaft Liebe des Eigenen ist kein Rassismus

Liebe des Eigenen ist kein Rassismus

Liebe des Eigenen ist kein Rassismus

 

Im deutschsprachigen Raum und im postheroischen Europa tut man sich schwer mit dem Patrioten. Man schiebt sie in eine ominöse und schwammig definierte „rechte Ecke“, in der alle unliebsamen Menschen verschwinden, die sich nicht mit der Idee der universellen Weltgemeinschaft abfinden können und welche die zunehmende Zersetzung der eigenen Identität mit Skepsis betrachten. Und man sieht sich sogar im Recht damit. Denn sowohl Nationalismus und Rassismus sind als Hauptgründe der grauenhaften Weltkriege identifiziert worden. Also unterstellt man dem Patrioten unserer Tage sowohl latenten Rassismus, als auch Nationalismus. Aber dabei wird völlig unterschlagen, dass zwischen allen Dreien stark unterschieden werden muss.



Der Patriotismus überhöht das eigene Land, das eigene Volk, die eigene Kultur und Identität nicht. Er erkennt lediglich die Einzigartigkeit.

Er erhebt keinen Allmachtsanspruch gegenüber anderen Ländern und Völkern, sondern ist Ausdruck der Zuneigung des Menschen gegenüber dem Land seiner Herkunft. Er degradiert nicht andere Völker aufgrund ihrer Abstammung, wie es der Rassismus tut. Im Gegenteil muss vom Patriot gesagt werden, dass er der geistige Bruder alle anderen Patrioten der Welt ist. Denn er setzt sich für das Recht ein, sein eigenes Land und Volk zu lieben. Dieses Recht auf Liebe zur Heimat steht allen Menschen der Erde zu. Dabei wird ihm jedoch von der ideologischen Linken immer wieder unterstellt, er kultiviere einen Hass gegen alle Anderen, die nicht so sind wie er und aus einem fremden Land kommen oder noch dort leben. Doch hier wird wieder der Patriotismus mit dem Nationalismus und Rassismus vermischt, um die Liebe zum Vaterland zu diskreditieren.

Der Patriot ist sich der Andersartigkeit fremder Menschen, Kulturen und Länder sehr wohl bewusst. Aber er wertet sie weder ab noch auf. Er ist lediglich eine Person, die für sich selbst erkannt hat, dass sie Teil eines größeren Ganzen ist und eine emotionale Bindung zum Land der eigenen Herkunft aufgebaut hat. Dieses Land seiner Wahl oder Herkunft hat eine bestimmte Identität, der sich der Patriot sehr wohl bewusst ist und die er bewahren möchte. Denn die Zersetzung der Landesidentität würde es ihm fast unmöglich machen es weiterhin so zu lieben wie vorher.

Und deshalb setzt sich der Patriotismus für die Anerkennung des Eigenen ein. Er schätzt und verehrt das eigene Land, die eigene Kultur und die indigene Bevölkerung, weil er sich um die Einzigartigkeit selbiger bewusst ist.

Und weil er um die Einzigartigkeit des Eigenen weiß, sucht er auch diese zu beschützen und zu bewahren. Schlussfolgernd bedeutet dies, dass der Patriot sich genauso der fremden Identitäten bewusst ist und sie anerkennt. Er kämpft für Gleichberechtigung und Bewahrung des Eigenen, nicht für die Übernahme des Anderen. Denn patriotische Gefühle sind begrenzt auf ein Land, ein Volk und eine Kultur. Sie sind fest an die Heimat, das Vaterland und das dort lebende Volk gebunden und können nicht artifiziell auf ein fremdes Land übertragen werden. Und damit unterscheidet er sich letztendlich maßgeblich vom exklusiven Nationalismus, der seinen Einfluss auch über die eigenen Grenzen ausdehnen will und andere Kulturen und Völker diskriminiert.

Der Patriotismus ist daher auch kein Rassismus und muss explizit von diesem unterschieden werden. Denn er setzt sich für das Recht des eigenen Volkes und Landes auf Gleichberechtigung und Anerkennung ein. Er ist stolz auf das Eigene, ohne das Andere zu verachten. Er ist tatsächlich der moderne Antirassist, der die Unterschiede zwischen den Völkern anerkennt und achtet, statt sie alle über einen Kamm zu scheren und zu diskriminieren oder zu einem Globalvolk machen zu wollen, dass ohne jegliche Eigenheiten einen universellen Brei bilden soll. Aus diesem Respekt und der Achtung für das Eigene erwächst in der Konsequenz auch Respekt und Achtung für die Anderen. Daher kann Niemand von Rassismus sprechen, wenn der Patriot für das Recht, dass Eigene zu lieben und zu bewahren einsteht -denn er gesteht das gleiche Recht auch dem Fremden in seinem eigenen Land zu. Er achtet die Vielfalt der Welt und verlangt nur sein Recht auf einen Platz für das Eigene. Nicht mehr und nicht weniger.


Bild: David Rodriguez Martin- Brandenburger Tor – Flickr

Kommentare deaktiviert.