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Königin Zenobia und Palmyra

Königin Zenobia und Palmyra

 

Die Barbaren des IS haben die antike Stadt von Palmyra erobert und es droht die Zerstörung dieser uralten Kulturstätte sowie die Ermordung von Hunderten Unschuldigen. 4000 Jahre menschliche Kulturgeschichte stehen vor der Auslöschung. Aber der Vormarsch der islamistischen Krieger und ihr Hass auf alles un-islamische soll hier nicht thematisiert werden. Es geht vielmehr um die Erinnerung an Palmyra. Denn auch wenn man die uralten Gebäude nun zerstört, so bleibt uns doch die glorreiche Geschichte an eine Zeit, die an Magie und Schönheit in der kollektiven Erinnerung Europas erhalten geblieben ist. Die Antike lebt weiter.

Auch in Gestalt von Königin Zenobia von Palmyra, die als eine starke Frau und souveräne Herrscherin der Schrecken jedes rückwärtsgewandten Islamisten von Heute sein dürfte. Die antike Königin lehnte sich in stoischer Unnachgiebigkeit gegen die Bevormundung und Unterdrückung Roms auf und führte im Jahr 272 nach Christi eine Revolte gegen die römischen Legionen von Kaiser Aurelian. Auch wenn ihr Widerstand letztendlich scheiterte, bleibt die mystifizierte Figur von Königin Zenobia ein Symbol für die starke Frau im Orient, die ohne die Indoktrination dogmatischer Religion oder die Bevormundung alter Männer gelebt hat. An die Hochkultur der antiken Welt, reicht der Islamische Staat nicht heran. Er ist tatsächlich, die Unkultur in Reinform.

Bild: Herbert Schmalz, Zenobia