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Prinz Eugen und der Türkenkrieg

Prinz Eugen und der Türkenkrieg

Er liebte Architektur, Kunst und genoss die höfisch fromme Gesellschaft. Zu Pferde und dem Schwert in der Hand kämpfte er oft an vorderster Front mit seinen Landsknechten und Landeskindern gegen den Feind und für die Krone der Habsburger. Er war jener Idealtypus des Ritters, welchen man in Liedern besingen kann.

Die Rede ist von Prinz Eugen von Savoyen, einem deutschen Feldherren für die Habsburger Monarchie. Friedrich der Große wird ihn später als eigentlichen und heimlichen Kaiser von Österreich bezeichnen. Und es ist nicht zu leugnen, dass die Verdienste Eugens im Kampf um die Rückeroberung des Balkans und großer Teile Osteuropas ohne Gleichen sind. Prinz Eugen schlägt mit der Heiligen Allianz, einem Verbund aus polnischen und deutschen Truppen, den Belagerungsring um Wien auf. 1683 wird Wien in der Schlacht am Kahlenberg endgültig von den türkischen Angreifern befreit und die Armee des Kara Mustafa Pascha wird vernichtend geschlagen.

Dieser entscheidende Sieg des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation begründet vielleicht den großen Wendepunkt in der Geschichte Europas, der oftmals übersehen wird. Die Türken befinden sich erstmals seit über 200 Jahren wieder in der Defensive und Prinz Eugen erhält zusammen mit seinen christlichen Streitern den Auftrag den gesamten Balkan und alle von den Osmanen besetzten Gebiete zu befreien.

1697 stellt sich Prinz Eugen mit nur knapp 50.000 Mann einem doppelt so starken türkischen Heer bei Zenta an der Theiß. Seinem taktischen Geschick und dem Mut seiner Männer ist es zu verdanken, dass am Ende der Schlacht 25.000 Türken tot  und nur 450 der eigenen kaiserlichen Soldaten gefallen sind. Der Sieg bei Zenta beendet die muslimische Dominanz über Osteuropa endgültig und macht Prinz Eugen mit einem Schlag zum “Popstar” in ganz Europa.