Islamistische Freischärler und türkische Offensive – Quo vadis NATO?

If we can, we will help Afrin now. If they allow us, we will deploy forces to Afrin,” Bakhtiyar said, according to Rudaw. “But if they allow us, before deploying forces, we will send a delegation to Ankara for dialogue. We prefer dialogue over war.” –Quelle

 

Die Bundeswehr bildet seit einiger Zeit schon die kurdischen Truppen im Irak gegen den Anti-Terrorkampf aus und genau diese von der NATO und Deutschland trainierten Kurden könnten sich dem Kampf gegen die türkischen Invasionstruppen in Afrin (Syrien) anschließen. Es ist davon auszugehen, dass längst freiwillige Kämpfer aus dem Irak an der Seite ihrer kurdischen Brüder und Schwestern in Syrien gegen die türkischen Truppen und ihre islamistischen Milizen kämpfen:  mit deutschen Waffen gegen deutsche Waffen. Mit welchem Mandat der Vereinten Nationen geht die Türkei eigentlich gegen die Enklave in Afrin vor? Das NATO-Mitglied Türkei führt unter der Hand der AKP einen Krieg in Syrien, während die Bundeswehr vielleicht unabsichtlich genau die Kurden ausgebildet hat, die sich nun am Kampf gegen die Türkei beteiligen. NATO bekämpft NATO?

Operation Olivenzweig der Türken sieht den Einsatz massiver Bombardements und in Folge eine Bodenoffensive der türkischen Armee vor, in deren Fahrtwasser islamistische Milizen unter Rufen von Allahu-Ackbar gegen die kleine kurdische Enklave im Norden von Syrien vorgehen.  Die Christen und anderen Minderheiten dieser Region fürchten sich zu Recht vor dem Islamismus dieser Kämpfer, die bereits mehrfach durch Gräuel und Diskriminierungen aufgefallen sind. NATO, Bundesregierung und Brüssel schweigen jedoch meines Wissens zu dieser Entwicklung, während die Bundesregierung nicht müde wird uns die Türkei als Partner und Verbündeten zu verkaufen.

Wenn sich von deutschen Soldaten ausgebildete Kurden mit deutschen Waffen Gefechte mit türkischen Truppen liefern, die der NATO angehören und ebenfalls deutsche Waffen ins Feld führen, bekriegen wir uns dann nicht eigentlich selbst? Übrigens hatte die AfD genau vor dieser Option der Eskalation gewarnt, als das Mandat für den Irak-Einsatz der Bundeswehr beschlossen wurde. Derlei Panikmache wurde natürlich von unserer Regierung in den Wind geschlagen. Es sei ja unmöglich, dass Deutschland in einem Regionalkonflikt mit hineingezogen wird, an dem es sich nicht beteiligen sollte.

Die Politik innerhalb der NATO erscheint mir doch mehr als irritierend und fragwürdig. So als würde man überhaupt gar keinen zusammenhängenden Ansatz verfolgen und von einem Abenteuer ins nächste stürzen.

Quo vadis NATO?

 

 

Posted by Faruk Firat on Friday, January 19, 2018

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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