Der Wille zur Selbstverteidigung ist Grundlage für das Leben

 

Der Urinstinkt, der uns zur Schlacht ruft, ist auch im Kaffee schlürfenden Bankangestellten vorhanden, der sklavisch seinen Frohndienst im kubischen Metallbüro verrichtet. Auch der dahinsiechende adipöse Feigling im Abhörzentrum, auch der Aktenschlepper in Uniform möchte im tiefsten Innern gerne ein Kämpfer sein. Das ist uns Männern von der Natur und Evolution einfach vorgegeben. Wer beim Anblick reitender Rohirrim in Herr der Ringe als Mann keine Gänsehaut bekommt und mitreiten möchte, ist wahrscheinlich im Kopfe falsch gepolt. Oder gar von seinem Umfeld so entmännlicht worden, dass er es bevorzugt, den Vanille-Latte in hautengen Jeans zu schlürfen, während er sich über «toxische Männlichkeit» im Internet beschwert. Man möge mir die Überspitzung hier verzeihen – die Stoßrichtung meines Gedankens sollte dadurch aber klar sein!

 

Warum suchen wir modernen Menschen denn den Adrenalinkick im Extremsport? Weil es ein Ersatzkonsumgut für den Körper ist, der nach Gefahr und Härte verlangt.  Die postmoderne Welt hat uns größtenteils die Chance geraubt, uns als Kämpfer und Jäger in lebensgefährlichen Situationen zu beweisen, und deshalb suchen wir Ersatzstoffe, um diese instinktive Sucht zu befriedigen. Auch der fette Nerd im Keller wünscht sich in seinen Fantasien doch, ein gewalttätiger Krieger zu sein, der von den Frauen angehimmelt wird. Zu sagen, man lehne die «Gewalt generell ab» ist stumpfsinnig und unehrlich. Der Trieb zur Tat, auch zur Gewalttat zum Schutze des eigenen Lebens und des Lebens der Familie und Freunde, ist tief in unserem biologischen Innersten verankert. Die Filme von Hollywood und Konsorten funktionieren einfach nicht mit dem ökologisch abbaubaren Hipster Tommy. Dieser setzt sich für die Rettung des Regenwaldes, während er mit flauschigen Hamstern kuschelt.  Er ist seit fünf Jahren mit Jenny befreundet, weil er hofft, durch Nettigkeit und gute Freundschaft endlich bei ihr romantisch landen zu können. Tommy wird aber nicht zum Stich kommen, und kein Schwein kann sich für durchgegenderte Schwächlinge und unauthentische Neo-Feministinnen im Film und Fernsehen begeistern. Alles Erotische hat auch immer eine gefährliche und verbotene KomponenteAmüsant ist doch diese Begebenheit, die der Leser sicher auch kennt: Einerseits wiederholt die eigene Freundin immer wieder, dass sie Gewalt gar nicht leiden kann. Doch wenn man sie gegenüber ein paar Pöblern verteidigt und eine Blessur im Gesicht hat, kann sie andererseits nicht mehr die Finger von einem lassen!

 

Die großen Epen, Dramen und Tragödien von Odysseus, Antigone, Hamlet, Romeo und Julia und so weiter sind romantische, erotische und knisternde Erzählungen. Sie sind alle mit der Anrüchigkeit des Todes und des Streits verknüpft, sie funktionieren nicht ohne diese. Alle sind sie mit Gewalt und Kampf verbunden!

Schon im Kindesalter wird den Kindern hier beigebracht, dass Konflikte NIEMALS! ( BETONT – NIEMALS!) mit Gewalt zu lösen seien, auch wenn die betroffenen Kinder zum zwölften Mal von Mohammed/Kevin in den Schlamm geschubst und verprügelt werden. Auf keinen Fall dürfe man sich wehren, weil Gewalt immer Gegengewalt erzeuge.

Das Gegenteil ist der Fall. Beständiges Nachgeben und anhaltende Wehrunfähigkeit wird immer dazu führen, dass die Gewaltmenschen zu Recht in einem Nicht-Gewaltmenschen ein Opfer sehen. An diesem kann konsequenzlos Gewalt ausgeübt werden, oft sogar bis zum Tod. Dies beweisen die Leichen etlicher Mobbingopfer, die es niemals geschafft haben, sich ernsthaft zur Wehr zu setzen. Insofern ist allen Gemobbten dieser Welt ein guter Ratschlag gegeben: Sie müssen mit angemessener Entschlossenheit und Schnelligkeit den nächsten Angriff gegen ihre eigene Person und Würde verhindern! Dabei ist der Wille zur Selbstverteidigung die Voraussetzung für das Andauern des eigenen Lebens. Wer nicht in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen, ist auf den Schutz einer Gruppe angewiesen. Grob gesagt heißt dies, dass auch der Prenzelberger Hipster Malte Sören auf Schutz angewiesen ist. Distanz, Grenzzäune und Soldaten/Polizisten bzw. im Zweifelsfall Onkel Otto mit der Mistgabel müssen IS-Kämpfer daran hindern, Malte Sören den Kopf abzuschlagen, weil sein ganzes Leben ziemlich haram ist.

Seien Sie ehrlich. Was wollen Sie lieber sein? Ein alter Löwe oder ein winselndes Schäfchen? Welches nur durch die Wachsamkeit des Schäferhundes, eines anderen Raubtieres, beschützt wird? In einem Mitteleuropa, in dem Leib und Leben durch den Staat nicht mehr geschützt werden können haben wir nach Thomas Hobbes alles Recht der Welt, gegen diesen Leviathan zu rebellieren. Dieser kommt seiner grundlegenden Aufgabe, nämlich seine Bürger zu schützen, nicht mehr nach.

 

Becoming a Barbarian: Rezension des Buches von Jack Donovan

 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport, und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

7 thoughts on “Der Wille zur Selbstverteidigung ist Grundlage für das Leben

  1. Hi,

    ich les Deine Texte immer gern und meistens hast Du meiner Ansicht nach auch in den meisten Fällen recht, nur hier muss ich Dir in einigen Punkten widersprechen:

    Es mag ja sein, dass Malte als studentischer Veganer oder Heinz als im Unterhemd dasitzender Pantoffelheld bei dem von Dir beschriebenen Angriff mitreiten will, aber ich widerspreche der Ansicht, dass man das wollen müsse, um sich verteidigen zu können. Ich habe nun nicht unbedingt was gegen Gewalt und werde auch meiner Tochter nicht beibringen, die andere Wange hinzuhalten, andererseits muss man sich nicht auf der Couch sitzend in die Schlacht wünschen, um kein „Weichei“ zu sein. Ich war vier Jahre Panzergrenadier und auf eigenen Wunsch in Kabul, ich bin in Selbstverteidigung etwas ausgebildet und habe eine Weile Kampfsport gemacht, entsprechend selbstsicher gehe ich durch die Strasse und weiß, dass ich mich gegen testosterongesteuerte junge Männer wehren kann, allerdings fröne ich nicht solchen Phantasien. Und ich bin der Meinung, auch die, die Extremsportarten machen als ausgleich für den fehlenden Hormonkick, tun dies nicht, sondern ergötzen sich stattdessen eben in solchen Taten.

    Gruß, Maik

    1. Moin Danke für dein Input Maik..Nehme ich zur Kenntnis. Ging einigen Autoren hier ähnlich und die würden dir sicherlich auch zustimmen. In der Hinsicht bin ich wohl etwas „anders“. Ist auch ein Artikel, den du mit „zwei Körnchen Salz“ nehmen solltest, wie man im Englischen sagt.
      Bin dahingehend auch durch negative Erfahrungswerte vorgeprägt, die nicht jeder teilen kann.

    2. Grüße dich, Kamerad im Geiste und der Verwendung. Sehe ich sehr ähnlich.. der Autor YG lebt eben nach dem zweiten Fallschirmjägergebot 😀 wie hieß es in meiner WT-Schule? „Der beste Kampf ist der vermiedene (und der zweitbeste der gewonnene)“.

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