Der anhaltende Versuch der SJW, mit „Rasse“ Politik zu machen

Studentische Aktivisten an der Universität von Harvard haben es dieses Jahr vollbracht, ihre erste «Black Only» Abschlusszeremonie abzuhalten. Übersetzt bedeutet dies, dass diese Abschlusszeremonie ein freiwilliges Nebenangenbot für Menschen mit dunkler Hautfarbe darstellt (nein, Inder sind wohl nicht erlaubt), welche eine genetisch afrikanische Abstammung mitbringen müssen, um zur Feier zugelassen zu werden. Mehrere Hundert «schwarze Schüler» haben an dieser Veranstaltung teilgenommen, um, laut Veranstalter, auf die exzessive Geschichte afrikanischer Versklavung und die Beteiligung der weißen Amerikaner an dieser hinzuweisen. Und da die Harvard Universität vor etwa 150 Jahren weiße Sklavenhalter auch ausgebildet hat, sei es erforderlich die «Awareness»  durch eine «Black Only» Abschlusszeremonie zu steigern.

Ich frage mich hier nur, ob es beim Eintritt einen Gentest mit Blutabnahme gab oder ob man mithilfe von Augenfarbenkärtchen bzw. Hautfarben/Haarfarben Tabellen seine afrikanische Abstammung nachweisen musste. Schließlich gibt es viele afroamerikanische Personen, die in ihrer Abstammungsgeschichte stark mit weißen Europäern oder Asiaten vermischt sind. Wie glatt darf denn das Haar bitte sein, um noch als «African» zu gelten? Und sind grüne oder hellbraune Augen bereits ein Ausschlusskriterium? Hatten die Studenten Vermessungsinstrumente, um die Schädelform der Teilnehmer auszumessen und sicherzustellen, dass dort leicht karamellfarbe Leute nicht etwa doch heimliche «Weiße» sind? Und warum hat sich Herr Obama eigentlich nie als weißer, sondern immer als schwarzer Mann definiert, obwohl seine Mutter eine Europäerin mit hellem Phänotyp war? Sie sehen vielleicht, wo ich hier mit dieser Aufzählung hin will. Die modernen SJW, die «Social Justice Warriors» (Krieger der Sozialen Gerechtigkeit), welche sich bestimmter Themen im politischen Diskurs angenommen haben und diese versuchen zu dominieren, sind völlig überschnappt. Hätte es an der Harvard Universität eine parallele Veranstaltung gegeben, wo nur weiße Amerikaner mit europäischer Abstammung zugelassen gewesen wären, dann würden wir heute noch die wütenden Tränen der globalen Presse und Medien aufwischen, weil BBC, CNN und MSBNC, zusammen mit ARD, 3Sat, ZDF und Zeit Online gar nicht mehr mit dem kollektiven Aufschrei aufgehört hätten. Man würde auch im nächsten Jahr noch Sondersendung zu einer solchen rassistischen Veranstaltung abhalten und nebenbei Donald Trump die Schuld in die Schuhe schieben.



Die irrwitzige Ironie daran ist, dass die Bürgerrechtler in den USA im letzten Jahrhundert genau dafür gekämpft haben, dass man zusammen mit den weißen Amerikanern überhaupt studieren darf.  Im Moraine Valley Community College gibt es mittlerweile Klassen nur für «Schwarze», die auf Wunsch einiger SJWs von der College-Leitung eingeführt wurden.  Denn weiße Lehrer hätten andere Ansprüche an schwarze Schüler und weiße Mitschüler würden ein schlechtes Lernklima für schwarze Mitschüler schaffen, so die Argumentation der politischen Frontgruppen dieser Transformation des amerikanischen Campus ( und ich dachte immer, es wäre rassistisch, wenn man Menschen bestimmter Herkunft, bestimmte Verhaltensmuster zuschreibt – die Linken sind voller Widersprüche).

“Black students lack spaces where they feel safe and comfortable,” the UCLA demands state. “The Afrikan Diaspora floor is a way for us to connect more to other Black students, the Afrikan Student Union, and the Afro-Am department. The floor should be branded as a safe space for all Black students.”

Die Ironie daran ist natürlich, dass man sich gleichzeitig mit Martin Luther King schmückt, während man sich selber segregiert und eine erneute Rassentrennung durchführt. Dieses Mal auf Wunsch der «afroamerikanischen Community» selbst. Ein Treppenwitz der Geschichte. Schwarze Schüler benötigen, so die Argumentation, «safe spaces», wo sie frei von weißen oder hellhäutigen Menschen lernen und leben können.  An der Universität von Kalifornien (Santa Cruz) haben es Aktivisten dieser Gruppierungen geschafft, nach dreitätigem Protest, eine vier Jahre anhaltende Wohngarantie für Mitglieder aus «unterrepräsentierten Minderheiten» in einem assozierten Gebäude der Universität zu ergaunern, nachdem die Uni-Leitung nachgab und allen Forderungen dieser SJW nachgab. Nachdem mehrere Tage der Uni-Campus besetzt, vermüllt und die Büros der Leitung zugebrüllt wurden, gab man einfach nach und gab diesen Rassisten auch noch ein Gebäude, dass für Minderheiten Vorzüge schafft. Wer zur (noch) weißen Mehrheit gehört, also aufgrund seiner Abstammung, Herkunft und Rasse ein weißer Mensch ist, wird keine Möglichkeit erhalten hier bevorteilt zu wohnen. Außerdem forderte die Gruppe erfolgreich, dass die Universität das Gebäude in den panafrikanischen Farben anstreicht. Auf der Seite der Huffington Post kann man sich am Ende des Berichtes über dieses Protest bei Black Voices Email eintragen lassen, um immer auf dem Laufenden zu sein, was die «Black Community» so macht, erwähnt Lilly Workneh, Black Voices Senior Editor.  Ich konnte trotz längerer Recherche keine «White Voices Email» bei der HuffPost finden, was mich auch nicht sonderlich überrascht hat. Man stelle sich mal vor, wie ein solcher Emailverteiler in Deutschland aussehen würde, wenn die Rollen umgekehrt wären. «Weißer Mailverteiler für Menschen europäischer Abstammung: bleibt informiert über eure Kultur und Rasse!»  – hochachtungsvoll, Reinhardt Köttel, Weiße Stimme Chefredakteur.

 

Europa und vor allem Deutschland holen was «Social Justice Aktivismus» angeht im Eiltempo auf.  Vor Weihnachten kommentierten wir hier den neuen Vorstoß des Zeit Autors Jakob Simmank, welcher sich für eine rassische Bevorzugung nicht-weißer Menschen bei der Vergabe von Plätzen im Medizinstudium ausspricht. Würde man seine Forderung umkehren und meinen, dass man «weiße Menschen» aufgrund ihrer Rasse bevorzugt behandeln sollte, würde die halbe Republik auf die Barrikaden gehen und das zu Recht. Aber auf Zeit Online fing sich Simmank nicht nur Widerspruch, sondern auch Fürspruch ein. Darunter mehrheitlich weiße Linke, die Baizuos unserer Generation, welche in Übersee für Belustigungen sorgen. Mehrheitlich wurde Simmanks Vorstoß jedoch eher belächelt oder Gott sei dank, noch von den hauseigenen Lesern abgeschmettert, weil er nicht nur verfassungsfeindlich, sondern auch rassistisch ist. Nur eben unter umgekehrten Vorzeichen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Gehirnseuche des Social Justice Aktivismus,  die einer überhöhten, meist uneberechtigten Opfermentalität entspringt, nicht trotzdem ihre Tentakel in die Redaktionen unserer Presse und in die Gremien unserer Universitäten ausstrecken würde. «Lets fight White Pride» war der Slogan, der auf einem Stoffbanner an meiner Universität prangerte, unter der sich zwei weiße bzw. europäische Männer zwischen 25-30 gefunden hatten. Ich muss es an dieser Stelle daher wieder erwähnen: keine andere politische Strömung ist derzeit so von der Rasse besessen, wie die politische & kulturmarxistische Linke im Westen, die im «Rassenkampf» ihr neues Steckenpferd entdeckt hat und die Aufklärung und den Antirassismus missbraucht, rückabwickelt und gleichzeitig abschafft. Wir sind in so einer irren Welt angekommen, dass die SJWs den Antirassismus beschwören, um rassistische Forderungen durchzusetzen (beispielsweise die Exklusion von nicht-afrikanischstämmigen Menschen). In Deutschland fordert ein deutscher Autor bei der Zeit etwas ganz ähnliches, was noch harmloser klingt, aber bereits die selbe Stoßrichtung besitzt: Bevorteilung von nicht-weißen Studenten bei der Vergabe von Plätzen im Medizinstudium. Ein klarer Verstoß gegen die Verfassung gegen das Grundgesetz Artikel 3, Absatz 3 «Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden», der Simmank völlig egal zu sein scheint. Es fällt ihm nicht einmal auf.

In den USA trat das Versprechen, welches in der Verfassung gemacht wurde, nämlich dass alle Menschen gleich vom Schöpfer geschaffen und mit den gleichen Rechten ausgestattet wurden, in Konflikt mit der rassistischen Diskriminierung, die noch im letzten Jahrhundert vorherrschend war. Diese wurde rechtens und sinnvollerweise abgeschafft. Was nun aber passiert ist, dass unter der Maskerade eines vermeintlichen Antirassismus, eine rassische Politik von Links vorangetrieben wird, die völlig am eigentlichen Gedanken der Gleichberechtigung vorbeigeht.  Es ist der beständige und unermüdliche Versuch der autodestruktiven Linken, mit Rasse und Hautfarbe Politik machen zu wollen. Dazu mehr hier:

Das linke Paradox


 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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