Der Zug der Nostalgie rollt wieder – Warcraft II: Tides of Darkness

Es ist wieder soweit. Wir haben Webers Sozialökonomie und die Schlagpratzen zur Seite gelegt und die Zeitmaschine angeworfen. Das Jahr? 1995! Gespielt habe ich es tatsächlich erst 2002, parallell zum Erscheinen von WC3. Der Qualitätsunterchied ist schon deutlich spürbar und dennoch kann man nicht ignorieren, dass die Spielemacher bei Blizzard damals schon verstanden haben ihren Werken einen ganz eigenen Charme zu geben, der die Jahrzehnte überdauern kann. Warcraft II: Tides of Darkness ist der direkte Nachfolger zum ersten Warcraft, welches ich auf keinem einzigen System zum Laufen bringen konnte. Um es kurz zu fassen: In Warcraft II war die Welt noch sehr in Ordnung. Die brutale orcische Horde ist durch das Dunkle Portal nach Azeroth eingefallen und hat das Königreich Stormwind im Süden vernichtet. Auf ihrem Eroberungsfeldzug treiben sie die Flüchtlinge von Stormwind vor sich her, die nach Norden über das Meer flüchten und in Lordaeron eine Allianz von Menschen, Zwergen und Elfen gründeten, um die bestialische Horde zu besiegen. Tides of Darkness führt erstmalig auch Schlachten zur See ein. Das Spiel funktioniert im Grunde wie ein Command & Conquer RTS. Der Unterschied besteht darin, dass man eben keine Cyborgs und Panzer, sondern Oger und Ritter kommandiert. Der Comic-Stil trägt dazu bei, dass vieles im Spiel einen recht ulkigen Charme erhält, obwohl die Geschichte an sich sehr erwachsen, wenn auch unendlich simpel ist. Das hat der Nachfolger Warcraft III deutlich besser gemacht.

 

 

Amüsant zu sehen, wie aus diesen pixeligen Figuren, die sich grunzend und meckernd die Köpfe einschlagen, ein gigantisches und erfolgreiches Fantasy-Universium geworden ist. Wenn man sich die Screenshots von damals ansieht, kann man das ja fast nicht glauben. Schließlich ist das Spiel so alt. Im Jahr 1995 trat die CDU noch für Leitkultur und gegen Masseneinwanderung ein und machte mit «ASYLMISSBRAUCH BEENDEN-Plakaten» Wahlkampf.

Sollte man diesem Oldie eine Chance geben? Definitiv. Aber nur wenn man das Spiel noch bei sich Daheim liegen hat und bereit ist das Dröhnen der CD-Rom im Laufwerk zu ertragen.

 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport, und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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