Conex, Getex, Stabilo Due – Proben für den staatlichen Kollaps in Europa

 

Die Bundeswehr probt, so die aktuellen Meldungen in der deutschen Presse, für den potenziellen gewalttätigen Zerfall der Europäischen Union in Europa. Projeziert wird dieses Szenario auf das Jahr 2040, in welchem die EU als Organisation größtenteils zerfallen ist und Deutschland sich multiplen Bedrohungen gleichzeitig ausgesetzt sieht. Europa befindet sich in diesem Gedankenspiel vermutlich in einer Wirtschaftskrise und leidet an Altersschwäche und demographischen Verfall.



Damit zieht die Bundesrepublik nach, nachdem die Schweiz bereits ähnliche Szenarien mit der Armee und Polizei hat simulieren lassen. Conex 2015 probte den Ernstfall, indem die Schweizer Armee zeigen musste, dass sie die Grenzen der Alpenrepublik vor illegallen Übertritten beschützen und sich auch gegen irreguläre Kräfte im Inland behaupten kann.

„In einem fiktiven Europa der Zukunft, mit neuen Ländern und Grenzen, herrscht Wirtschaftskrise. Die Folgen wirken sich auch auf die Schweiz aus: Verknappung der Vorräte, Schwarzhandel, kriminelle Organisationen. Große Öl-, Gas- und Getreidevorräte werden zum Ziel von Sabotagen und Plünderungen. Außerdem führen ethnische Spannungen zu größeren Flüchtlingsströmen in die Schweiz.

Der Bundesrat hat Teile der Armee aufgeboten, um das Grenzwachtkorps zu verstärken und die zivilen Partner der Kantone (Polizei, Feuerwehr, Sanität) subsidiär zu unterstützen. Die Armee wird mit dem Schutz besonders gefährdeter Infrastrukturen der Telekommunikation, der Stromversorgung und der Lebensmittelverteilung beauftragt.“

 

 

Terrorismus, Migration, ethnische Spannungen, irreguläre Kräfte und Bandenkriminalität sind keine Übungsszenarien für Kongo oder Angola, sondern für Mittel- und Westeuropa geworden. Wo die Armeen des Atlantikbündnisses und ihre Verbündeten noch vor zwanzig Jahren ihre Militärs abgebaut und verkleinert haben, wird heute notdürftig nachgerüstet. Bedauerlicherweise handelt es sich bei den Problemen Europas um einen geopolitischen Rohrbruch, der durch mehr nasse Lappen (mehr Armee und Polizei) nicht dauerhaft behoben werden kann. Hinzu kommt, dass Polizei und Armee in allen westeuropäischen Ländern um ähnliche demographische Zielgruppen bei der Auswahl ihrer Bewerber konkurrieren. Mehr Lappen und Schwäme auf den Rohrbruch zu drücken, wird die Katastrophe nicht abwenden können. Die in den Szenarien angeschnittenen Konflikte sind nicht grundlos ausgewählt, auch wenn von Seiten der Bundesregierung sicherlich beruhigerende Worte kommen würden. Ethnische Konflikte und religiöse Auseinandersetzungen, im Klartext also Kämpfe zwischen Islamisten und autochonen Christen bzw. Europäern, sind nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich. Schließlich befinden sich laut EU-Koordinator mindestens 50.000 potenziell gewaltbereite Islamisten bereits in Europa. Die Dunkelziffer dürfte sogar höher liegen und im Falle einer gewalttätigen Eskalation zwischen den muslimischen Einwanderergruppen und den europäischen Staaten, könnte die Anzahl der Dschihadisten deutlich zunehmen. #

Der demographische Wandel in Europa, ein netter Euphemismus für das Absterben der autochonenen Bevölkerungen, führt zum automatischen Rückggang der potenziellen Rekruten in allen Sicherheitsorganen. Ausrüstungsverbesserungen, die jetzt von einigen Parteien links und rechts im politischen Haifischbecken gefordert werden, sind zwar notwendig und sinnvoll, kommen aber zu spät und sind lediglich bedauerliche Trostpflaster. Längst werden nicht nur in Sachsen, sondern auch in Frankreich und Großbritannien Hilfspolizisten und alternde weiße Männer angeheuert, um dem Personalmangel doch noch irgendwie Herr zu werden.

Ohne sichere Grenzen und bessere Einwanderungs- und Ausländerpolitik, welche den dem Zufluss an Problemmultiplikatoren einen Riegel vorsetzt, wird sich die Lage nicht deeskalieren lassen. Zusätzlich möchte ich nicht unerwähnt lassen, inwieweit wir noch von einer sogenannten freien Gesellschaft sprechen können (ein Begriff, der gerne von vielen in Regierung und Medien benutzt wird), wenn Pollersteine Weihnachtsmärkte und Festivals absichern und Polizisten mit MP5(das Magazin ist eh nur halb befüllt) an jedem Hauptbahnhof unserer Länder stehen. Kameraüberwachung am Südkreuz, am Starbucks und am REWE, dazu Telefonüberwachung und Vorratsdatenspeicherung. Abschaffung von Bargeld, angeblich um Kriminalität zu bekämpfen, sowie die Einführung von Gesichtserkennungssoftware an öffentlichen Orten.

Die freie Gesellschaft? So verkommt sie doch zu einem  Witz.


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Quellen und weiterführende Informationen zu dem Thema:


 


 

 


Quellen und weiterführende Literatur:

https://www.basellandschaftlichezeitung.ch/basel/basel-stadt/die-schweizer-armee-probt-den-ernstfall-in-basel-129136790

https://conex15.wordpress.com/

http://www.tageswoche.ch/de/2015_38/basel/698655/

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/militaer-verteidigung/id_82636304/geheime-studie-bundeswehr-spielt-zerfall-der-europaeischen-union-durch.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/hilfspolizisten-in-sachsen-waffeneinsatz-nach-dreimonatiger-ausbildung-14291563.html

Schweiz simuliert Zerfall der EU und erwartet Unruhen in Europa

http://www.thenews.pl/1/9/Artykul/308070,Polish-Territorial-Defence-Force-gains-first-400-soldiers

Anti-Terror-Übung „Pandora“ beendet

https://www.nzz.ch/schweiz/schweizer-armee-mobilmachung-auf-knopfdruck-ld.1293579

GETEX: Gemeinsame Übung von Polizei und Bundeswehr in Ländern und Bund

Geplante gemeinsame Übung von Polizei und Bundeswehr: Nicht so viel hoheitliche Aufgaben?

Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Civil_unrest_Lausanne_mp3h8557.jpg

Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport, und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

4 thoughts on “Conex, Getex, Stabilo Due – Proben für den staatlichen Kollaps in Europa

  1. Nun ja, die Schweizer Armee hat mit der sogenannten Weiterentwicklung Armee, kurz „WEA“ genannt, die Truppenstärke auf 100-tausend Mann reduziert.
    Das heisst, sie kann im Dauerbetrieb noch 7ooo Mann unter Waffen halten.
    Denn von 100-tausend sind nur noch 21ooo Mann Infanteristen oder kämpfende Truppen.
    Der Rest sind Artilleristen, Nachschub-Logistik usw. usf.
    Macht man 3-Schichtbetreib, sind es pro Schicht 7000 Mann und die ganzen 21ooo Mann in wenigen Wochen ausgebrannt.
    Nun gibt es breiten Widerstand gegen die WEA und ich denke, nach dem ersten Muslimischen Terroranschlag in der Schweiz werden wir die Sache nochmals neu diskutieren.

    Bis jetzt sind aber immer noch ca. 500-tausend Mann ausgebildet und wehrfähig, könnten also jederzeit in den Einsatz geschickt werden.
    Ich spreche von den Jahrgängen über 30 die mit der „WEA“ ausgemustert werden.
    Gegen eine Terrorlage sind vor allem viele Männer mit Gewehren nötig.
    Dazu muss der Mann nicht 25 sein, ja die älteren Jahrgänge sind genauso gut einsetzbar.
    Ich habe meinen letzten WK mit 38 absolviert und zwar gerade in der Übergangszeit zur Armee von der Armee 95 zur Armee 2000, bei den Radfahrern der Schweizer Armee. nach der alten Armee wäre ich mit 32 zu den Festungstruppen versetzt worden.

    Wir, dass heisst die alten Hasen, waren in diesem WK jedoch der beste Zug unserer Kompagnie.
    Denn wir alten Hasen hatten alles schon X-mal getan und die Hörner im Berufsleben schon abgestossen. In unserem Zug waren die Spinde sauber, die Arbeit wurde erledigt und ja, der Betrieb lief fast von alleine.
    Natürlich Sportlich waren uns die Jungen überlegen, aber Mental keineswegs.
    Unser Kommandant war ja viel Jünger als wir, so 26 und er machte sich schon so seine Sorgen, ob wir uns von ihm was sagen lassen würden.
    Er Lobte uns zum Schluss explizit, denn uns zu Kommandieren war eine sehr leichte Aufgabe. Wir wussten schon was kam bevor er es sagte, wie es gemacht werden musste auch, und wir „Alten“ hatten kein Interesse mehr an sinnlosen Querelen……

    Also, Momentan haben wir in der Schweiz 500-tausend Mann die Eingesetzt werden können.
    Es ist nicht genug Ausrüstung für die alle vorhanden, aber ein Gewehr für jeden Mann ist sicher da.
    Vergesst nicht, wir haben in der Schweiz ca. 25% Ausländer die zu grossen teilen vom Staat leben und weitere ca. 10% Ausländer die einen Schweizer Pass haben, …………..wo deren Loyalitäten liegen aber weitgehend unbekannt ist.
    Ich spreche nicht von den EU Ausländern, die machen mir keine Sorgen,
    das sind vielleicht 5 %.

    Diese „anderen“ Personengruppen schaffen ein sehr grosses Potential für Unruhen, ja die werden mangels Loyalität zur Schweiz, kaum Rücksichten nehmen, sollte in einer Krise der Rubel vom Sozialamt nicht mehr rollen.

    Jeder Haushalt in der Schweiz hat noch irgendwo eine Waffe.
    Auch der Karabiner der Grossvaters verschiesst die heute noch vorhandene GP-11.
    Damit kann man bei Unruhen die Lage wieder herstellen.
    An jede Kreuzung 3 Mann, an jede Trafostation 10 Mann, in jedes Lagerhaus 5 Mann, zu jedem Kaufhaus 5 Mann, in jedes Wasserwerk 7 Mann……

    Der Grund warum ich von derart grossen Zahlen ausgehe, ist militärisch Ausgebildeten klar, ……………….. der Angreifer kann sich sein Ziel aussuchen, während der „verteidigende“ meist nicht weiss wo der andere zuschlagen wird.
    Darum hat der abwehrende einen immens viel grösseren Personalbedarf.

    Also, die nächsten 20 Jahre können wir noch von unserer einst grossen Armee zehren, später wird’s aber auch bei uns kritisch.

    Bislang haben die Islamisten ja wenig Fantasie bewiesen wenn’s darum geht Ziele auszusuchen.
    Der Gotthardtunnel, Trafostationen, Wasserwerke usw, alles wäre viel verheerender wie die Anschläge die sie bis jetzt verübten.

    Leider wird das aber noch kommen da bin ich sicher.

    ——————————————-

    Übrigens, mein Hauptmann ………….also Kompaniechef, war in den ersten WK-Jahren Ueli Maurer, der spätere Bundesrat für die Armee und heutige Finanzminister.
    Er weiss was die Zeit geschlagen hat, da bin ich mir absolut sicher.
    Und er hat als Wehrminister diese Bedrohungslagen ganz bewusst üben lassen.
    Nur durfte er es natürlich nicht zu offensichtlich machen, denn Links lauert auch hierzulande überall.

    Aber, und das ist wichtig, der Geist bei den Jahrgängen über 40-ig ist sehr oft noch intakt.

    1. Gute Lageübersicht Walther, danke. Bin ja ziemlich gespannt, ob die Islamisten tatsächlich demnächst mal mehr Intelligenz beweisen. Mit den bisherigen Mitteln und Zielen haben sie zwar viele unschuldige Menschen getötet (schlimm genug). Aber jeder grenzdebile Hauptschüler müsste eigentlich wissen, dass es weitaus luktrativere Ziele vor allem in Großstädten gibt. Die Bedrohungslagen für Europa sind dahingehend größer geworden. Ich fürchte um unseren Kontinent und zweifel stark, ob wir dafür gerüstet sind. Ein uns moralisch überlegener Feind, in der Lage überall zuzuschlagen, wo er will? Gefährlich genug. Zehntausende davon, wie die EU kürzlich bekannt gab, sind eine gänzlich neue Dimension, eine Größenordnung, der die alternden europäischen Gesellschaften schutzlos gegenüberstehen.
      Alte Hasen wie du sagst, können sich hier und dort etwas reißen. Aber blicken wir auf die demographische Entwicklung in Europa, sehe ich schwarz. Die Schweiz wird wohl trotzdem eines der Länder sein, welches sich besser auf solche Szenarien vorbereitet sieht.

      1. Wenn sie Intelligenz beweisen würden….dann würden sie überhaupt nichts tun. Denn für die läuft ja alles wie am Schnürchen. Das einzige was sie brauchen, ist Geduld und die Erkenntnis das sie persönlich vielleicht nichts mehr davon haben, aber ihre Nachfahren die Herrscher über diesen Kontinent sind.
        Wir können nur hoffen, daß sie diese Geduld nicht aufbringen und nicht warten wollen, bis es ihnen von selbst in den Schoß fällt. Wir selbst sind nämlich nur noch zur Reaktion, aber nicht mehr zur Aktion fähig. ( vielleicht noch nicht einmal das mehr)
        Wäre wohl besser gewesen, wenn man früher auf einen linken Sozialdemokraten gehört hätte? Welche Ironie des Schicksals!
        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14344559.html

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