Vergessene Schätze: Wir spielten Warhammer „Chaos Gate“ aus dem Jahre 1998

Das Jahr 1998. Da dürfte ich in der Ersten Klasse gewesen sein, als das Spiel «Chaos Gate» auf den Markt kam. An mir ging das damals völlig vorbei. Meine Erfahrungen in diesem Alter beschränkten sich glaube ich auf X-Wing vs. Tie Fighter und andere Goldies. Ich weiß aber noch, dass eine alte PC Games Zeitung oder Gamestar bei uns Zuhause zu finden war, wo Chaos Gate kurz mal besprochen wurde. Ich habe mich kürzlich mit einem Bekannten aus dem Warhammer Tabletop Hobby über die gute alte Zeit der frühen 2000er und späten 1990er unterhalten, als wir noch völlig baff von der geilen Grafik bei Spielen wie Half Life waren.  Drei pixelige Schwertkämpfer auf einen Holzturm in Age of Empires einprügeln zu sehen, war damals noch das höchste aller Gefühle!



Nun machte er mir den Vorschlag mir doch mal durch geheimnisvolle Techniken des Maschinenkultes von Mars die Fähigkeit anzueignen, einen uralten Schinken wie Chaos Gate zu spielen. Gesagt getan, auch wenn es lange dauerte, ehe ich das zum Laufen bringen konnte. Chaos Gate ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, ein wenig wie Heroes of Might and Magic, nur in Warhammer eben und ohne strategischen Aufbau bzw. Ortschaften. Taktische Gefechte in pixeliger Landschaft, die aussieht, als hätte ein Wahnsinniger einen roten und blauen Farbeimer über dem Bildschirm ausgeschüttet. Der Soundtrack jedoch ist das wahre Highlight des Spiels und hat quasi legendären Status erreicht.

Man folgt als Befehlshaber der Polygonklötzchen vom Orden der Ultramarines einer recht simplen Geschichte. Töte die bösen Chaos-Anhänger der Word Bearers Legion und rüste deine Einheiten mit besonderen Ausrüstungsgegenständen aus.  Der Oberbefehlshaber heißt witzigerweise Captain Kruger, der uns über das Erscheinen einer geheimnisvollen Reliquie berichtet, die noch aus der Horus-Häresie stammt.  Natürlich treffen wir mit unseren Brüdern auf die gefallenen Chaos-Space Marines und kämpfen uns auf unterschiedlichen Karten durch Mutanten, Dämonen und Verräter. Ein Heidenspaß, wenn man Warcraft II oder Diablo I spaßig findet.  Länger als zwanzig Minuten habe ich nicht ausgehalten, ehe ich meine Zeitreise ins Jahr 1998 beenden musste.

Einen kurzen Abstecher war es dennoch wert. Man fühlt sich beim Spielen dieser alten Schinken doch so, als wäre man nochmal neun Jahre alt oder so.

 


 

 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport, und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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