Niemals wieder CDU

 

Ich habe kürzlich eine SMS von der Jungen Union Berlin bekommen. Scheinbar bin ich immer noch in deren SMS-Verteiler, obwohl ich seit Jahren schon kein Mitglied mehr bin. Ich bekomme auf meine alte Mail auch immer noch die Newsletter und gehöre damit zu den gefühlt fünfzig Karteileichen, welche die JU Berlin-Mitte ausgemacht haben. Was 2011 noch am Stammtisch normaler Konsens war und zu den Bewerbungsreden der Abgeordneten der CDU in Berlin gehörte, gilt sechs Jahre später als Position am rechten Rand, wenn nicht gar als rechtsextrem. Und dabei war die JU-Berlin eigentlich ein verhältnismäßig schwarz-grüner Haufen, die einen wie mich nach drei Bier zu viel locker von rechts überholen konnten.

Aberwitzig! Angela Merkel bekam noch tosenden Beifall, als sie vor der Jungen Union 2012 sprach und verkündete, dass Multikulturalismus krachend gescheitert sei. Heute will sich Niemand mehr daran erinnern und scheint zu ignorieren, dass die CDU von allen Positionen abgerückt ist, die sie 2002-2010eigentlich noch vertreten hat. «Einwanderung kann keine Lösung der demographischen Probleme Deutschlands sein, ehe wir die Integration der hier bereits lebenden Migranten nicht abgeschlossen haben.  Wir brauchen sogar Minuszuwanderung»(es müssen also Leute raus). Das sind nicht meine Worte, sondern die von Angela Merkel, die einen heftigeren Wendehals als FDP-Lindner zu besitzen scheint.



Blond gelockte Schönlinge, Kinder wohlhabender Mittelstands-Eltern und schwarzgrüne Emanzen besetzen heute die Posten innerhalb der CDU. Vom konservativen Kern, dem Berliner Kreis, ist nichts geblieben. Die CDU, eigentlich Christdemokraten, hat sich selbst entkernt und das Führungsprinzip der SED übernommen. Ausrichtung auf die Person Angela Merkel, inklusive der typisch deutschen Bücklingsmentalität, des eifrigen Dieners und Speichelleckers. Peter Tauber verkörpert diesen Typus heutzutage am Besten. Der zweitklassige deutsche Sebastian Kurz.  Überhaupt gibt es im näheren politischen Umfeld von Angela Merkel, also überall dort, wo man ihr eventuell gefährlich werden kann und wo jemand sie ersetzen könnte, kein Personal der CDU, welches überzeugen kann. Altmeier, der uns erzählt, «dass wir im besten Deutschland leben, dass wir je hatten», bevor er sich weitere belegte Brötchen hinter die Kauleiste stopft. Ihm geht es sicherlich gut.

Maria Ladenburger  jedoch, die vom syrischen Flüchtling ermordete und vergewaltige junge Frau, scheint keine Erwähnung wert zu sein. Als er dann noch sagte, dass es in Deutschland Niemandem schlechter ginge, nur weil wir ein paar Millionen  illegaler Migranten und Flüchtlinge aufgenommen haben, ohne sie gründlich an der Grenze zu kontrollieren, wäre ich fast aus meinem Sessel gesprungen. Silvesternacht in Köln, Anstieg der Gewaltdelikte und über 800 islamistische Verdächtige, gegen die wegen Terrorismus von der Justiz belangt werden? Berlin-Breidscheidtplatz und Ansbacher  Bombenanschlag und der Attentäter mit der Axt im Zug bei Würzburg. Damit nur ein paar der Fälle genannt werden, die inmitten des Hintergrundrauschens der Nachrichten noch zu hören sind. Das meiste passiert sowieso, ohne dass es noch groß aufsehen erregt. Joggen gehen am Abend? (Link folgen oder einfach mal „Joggerin“ googeln).

Für eine Frau keine Selbstverständlichkeit mehr.

Die CDU hat, daran besteht kein Zweifel, ihr gutes Personal abgebaut. Sicherlich gibt es, das weiß ich aus erster Hand, fähige und kluge Leute an der Basis und in den Bezirksgruppen. Kleinere Parteimitglieder, welche unzufrieden sind, aber aus Loyalität und Pflichtbewusstsein bei der Stange bleiben. Daran zehrt die CDU noch, das ist ihr Notfutter und die eiserne Reserve, die bald aufgebraucht sein wird. Mit Parteieliten wie Ursula von der Leyen, Kauder und einem Seehofer Stubentiger als Verbündeten, lässt sich keine Zukunft gestalten. Wer einmal seinen konservativen Wählerkreis abstößt, wird es schwer haben ihn wiederzugewinnen. Ich würde sogar behaupten, dass einmal vergrault, die alten CDU-Hasen niemals wiederkehren werden.

Wehrpflicht, Kernenergie, Masseneinwanderung, traditionelle Familie und christliches Erbe – all das hat die CDU unter Merkel über Bord geworfen. Was sie 2002 im Wahlprogramm hatte, wird heute fast 1:1 von der AfD übernommen. Ersetzt wurden diese Themen durch Merkel, Merkel und nochmals Merkel. Die CDU ist zum Kanzlerwahlverein verkommen und hat abgespeckt. Wolfgang Bosbach und andere Konservative sind nur noch Tontauben, welche einige Unentschlossene und alte Herren und Damen im Vorruhestand bei der CDU halten sollen.

Im näheren Dunstkreis von Angela Merkel existiert keiner, der ihr gefährlich werden kann.  Sie ist uns ein gnädiger Gott in Deutschland, wenn sie nach Gutdünken Grenzen öffnet und das tut, was sie angeblich 20010 vor der Jungen Union noch verneint hatte. Nämlich Deutschland in einen multikulturellen Schmelztiegel der Kulturen und Völker zu verwandeln.

Selbst wenn jetzt ein scheinheiliger Kurswechsel angetäuscht werden sollte: wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Und das heißt für mich eben, dass ich nie wieder CDU wählen werde.

Foto: https://www.flickr.com/photos/eppofficial/9307207454

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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