Solange du glaubst, sind die Märtyrer der Geschichte nicht umsonst gestorben

Von Ignatius, Student der Theologie und Geschichte, Rheinländer, früher Afghanistan-Urlauber in Flecktarn

Geschichte lebt in dir weiter

Martyrium ist der größte Beweis, den ein Mensch für seinen Glauben machen kann. Ein Akt aus tiefster Überzeugung gegen die Widerstände der Zeit, gerade wenn sie voller Lügen ist, im Wissen um die Wahrheit. Schisma hin und oder her: in Syrien starben vor einigen Tagen laut internationaler Presse zwei russische Staatsbürger, die vermutlich als Freischärler gegen den Islamischen Staat und sein Horror-Regime gekämpft haben. Sie wurden der Öffentlichkeit in einem Video präsentiert, welches sie nach Folter und Gefangenschaft zeigt. Der IS ließ über sein Soziales Netzwerk dann verkünden, dass man die Männer enthauptet hätte, nachdem sie sich geweigert hatten ihrem christlich-orthoxen Glauben abzuschwören und dem Islam beizutreten.  Sie haben sich geweigert sich von Gott dem allmächtigen Vater und seinem Sohn Jesus Christus abzuwenden und sind für dieses Bekenntnis in den Tod gegangen.  Ohne zu übertreiben kann man vermuten, dass die meisten Mitteleuropäer in Deutschland nicht den Mut und die Festigkeit in ihrem Glauben und ihrer Identität, ob christlich oder nicht, haben, um diesen Weg zu gehen. Eher würden die meisten sich zu Mohammed als Prophet bekennen und sich von der Christenheit lossagen, um ihr Leben zu retten. Die beiden Männer im Video, sollte die Geschichte stimmen, sind wie die zehntausenden von Christen des Nahen Ostens, die für ihren Glauben auch ihr Leben hingegeben haben, Märtyrer. Und obwohl sie Aussicht auf vermeintliche Erlösung von ihrem Leid hatten, indem sie beispielsweise zum Islam übergetreten wären, haben sie sich dagegen entschieden. Dafür wurden sie getötet, wie Jesus Christus für sein Wirken und Wort getötet wurde. Wie Jesus Christus haben sie ihr Leben aber auch freiwillig gegeben. Er gab es willentlich und wissentlich für die Wahrheit seiner Botschaft und die Echtheit der Liebe Gottes.

Die heutige Gemeinschaft der Christen in Europa hat kein Verständnis mehr von der Idee des Märtyrers, weil sie diese mehrheitlich nur noch auf Jesus Christus reduziert. Unwissenheit herrscht darüber, dass der Heilige Geist im Christen, also im Menschen selbst haust und diesen erfüllen kann, wenn er sich denn für ihn gänzlich öffnet. Man selbst ist doch der fleischgewordene Träger der Geschichte der Menschen, des eigenen Volkes und des Glaubens.

Die große Frage unseres Zeitalters, das christliche Abendland betreffend, stellt sich heute dort, wo der Pfarrer, der Imam und der Rabbi gemeinsam vor das westliche Publikum in der Schaubühne treten und mit dem Mikrofon am Mund verkünden, dass sie doch alle an das Selbe glauben und das Selbe meinen. Dort wo viele Tausend Christen bei Mossul und Beirut in den letzten Jahren abgeschlachtet wurden, ohne dass die römisch-katholische Kirche auch nur einen Finger zur Verteidigung seiner Herde gehoben hat.  Dabei ist es christliche Mission den Glauben zu verbreiten und nach Gerechtigkeit zu streben. Inwiefern die Vernichtung der orientalischen Christengemeinden eine gerechte Sache sei, konnte mir bisher noch kein Gläubiger klar machen. Ausflüchte werden darin gesucht, dass die gerechte Strafe für die Untaten des IS und anderer Islamisten am Ende schon kommen möge, und man sich deshalb mit dem Nichtstun zufrieden stellen kann.  Selbstaufgabe und Apathie wird von den modernen Christen mit dem Willen Gottes verwechselt. So macht man es sich leichter, die Augen vor dem Leid anderer zu verschließen und redet sich selbst ins Gewissen, beschönigt das Nichtstun im Angesicht ärgster Gefahr.

Christ sein heißt, dass ich mich aufopfere.  Wie die Jungfrau Johanna von Orleans, die aus dem Herzen einer  Frau heraus die Kraft und den Mut fand, der schrecklichen Übermacht der englischen Armeen zu widerstehen und Frankreich zu retten. Sie ist ganz zweifelslos eine Heilige. Trotz und gerade weil sie auch mit der Waffe ihre Nächsten verteidigte. Wie kann es im Sinne Gottes sein, wenn die Gläubigen in Kairo durch Bombenterror getötet oder in Bussen niedergeschossen werden?  «Du sollst nicht töten» ist eine schlechte Übersetzung aus dem griechischen Text, wo es noch Phonéfseis heißt. Du sollst nicht MORDEN. Ein Mord, ein Akt aus niederen Motiven. Aber das eigene Leben zu verteidigen und das seiner Mitmenschen, notfalls, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist, auch mit der Waffe in der Hand, ist ist nicht unchristlich.

Gott hilft jenen, die sich selbst helfen. Nach über 300 Jahren islamischer Expansion im Nahen Osten, welche die Zerstörung der Grabeskirche im Jahr 1009 durch al-Hākim bi-amr Allāh beinhaltete, reagierte die Kirche in Rom erstmals mit den Kreuzzügen als Antwort auf Versklavung der christlichen und jüdischen Bewohner Jerusalems, die als Bürger zweiter Klasse (dhimmis) lebten, Kopfsteuer zahlen mussten und ständigen Übergriffen ausgesetzt waren. Welche Mission hatten sich denn die chrisltichen Kreuzfahrer auferlegt? Den Schutz der christlichen Pilger ins Heilige Land, die nicht mehr nach Jerusalem gehen konnten, ohne getötet oder schikaniert zu werden! Die moderne Kirche und Christenheit im Westen hat ihre eigene Geschichte dahingehend so sehr verfälscht, sodass aus dieser Verteidigungsmission eine Mordkampagne wurde. Und sie hat diese selbst erdachte Lüge auch noch verinnerlicht und verbreitet diese als ewige Schande. Sie missinterpretieren die Kreuzzüge als Raubzug, wo doch der wahre Raubzug von der anderen Seite begonnen wurde.

Selbstlosigkeit ist christlich! Was kann selbstloser sein, als den Weg nach Jerusalem zu gehen, von den dunklen Wäldern Englands und Germaniens aus, um die Pilger und Christenvölker unter dem Himmel und auf dem Boden zu verteidigen, unter dem Jesus Christus geboren wurde?

 

 

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