Die AfD zieht ein – ein paar Frösche springen aus Muttis Kochtopf heraus

Am Sonntag hat Deutschland den Bundestag neu gewählt.

Alles bestimmend in diesen Wahlkampf ist die Willkommenspolitik Politik der Bundeskanzlerin gewesen, die eine Spaltung innerhalb Deutschlands vertieft hat.

Ich schreibe vertieft, weil diese politischen Gegensätze in Ansätzen schon vor der Flüchtlingskrise zu erkennen waren.

Themen wie die frühkindliche Sexualerziehung, die Einführung der Gender-Ideologie als staatstragende Doktrin, die Kriminalisierung Andersdenkender und die Plünderung und Entkernung des deutschen Staatswesens zu Gunsten fremder supranationaler Organisationen, hatten schon die Geduld eines guten Teiles der deutschen Bevölkerung überstrapaziert.



Die ersten Symptome dafür, dass das bestehende politische Spektrum nicht mehr alle vertretenen und vertretbaren Meinungen bei der politischen Debatte und bei der Entscheidungsfindung berücksichtigte, waren die Entstehung des Berliner Kreises in der CDU, der zum Sammelbecken der Kritiker der von der Partei vollzogenen «fortschrittlichen» Kursänderung wurde. Zusätzlich die Reaktion der deutschen Leser auf Thilo Sarrazins Buch, «Deutschland schafft sich ab», das trotz medialen Sperr- und Trommelfeuer zum Bestseller wurde und lange die öffentliche Debatte beherrschte. Innerhalb der SPD und der Linken ihrerseits wandten immer mehr Wähler ihrer angestammten politischen Heimat den Rücken zu, ob der antideutschen und der genderideologischen Strömungen, die den traditionellen Kampf um bessere Arbeitsbedingungen und sozialer Gerechtigkeit, durch einen intersektionalen kritischen Marxismus ersetzten, die den linken (jeden) Mann als Unterdrücker seiner Frau brandmarkten und ihn, der sein Leben lang malochte, als vermeintlich reichen Deutschen in die Rolle des Ausbeuters der Dritten Welt drängte, der zustimmen sollte seinen «Reichtum» mit den noch Ärmeren weltweit zu teilen.

Ein Kulturkrieg wurde so ausgelöst, der bis vor Kurzem nur einen Kriegsteilnehmer hatte. Die «Kräfte des Fortschrittes» prügelten auf die politisch amorphe Masse jener ein, «die schon länger in diesem Land leben» und warfen ihr ihre angebliche Rückständigkeit und verbrecherisches Wesen vor, welche für alle Missstände und das Versagen ihrer illuminierten Gesellschaftspolitik verantwortlich wäre.

Unter der Furcht medial hingerichtet zu werden, die eigene Existenzgrundlage zu verlieren und oder zum gesellschaftlichen Ostrazismus verurteilt zu werden, schwiegen Viele und sie schwiegen lange. Der linke Kulturkrieg vergrößerte mit jeder Wahl die Heerscharen der Nichtwähler und erschöpften ihre politische Widerstandsbewegung am Stammtisch, oder in den immer stärker zensurierten Kommentarspalten der Etablierten und der weitaus weniger zensierten neuen Medien.

 

Erste Zerfallerscheinungen

Nun kam aber die Eurorettung und damit ging ein Ruck durch viele jener Frösche, welche die Wärme des Wassers, das sie kochte, mit Muttis Liebe verwechselt hatten. Man hatte zu schnell die Flamme angefacht und manche Frösche fingen an zu quaken, die bis dahin ruhig im etablierten Topf ausgeharrt hatten. Die zwar hin und wieder über die Sprachverhunzung des Genderneusprechs den Kopf geschüttelt hatten, aber sonst keinen wirklichen Grund zur Klage sahen.

Die Antwort der etablierten Politiker ließ nicht lange auf sich warten. Ein «shock and awe» Feldzug wurde durchgezogen, um die Ungezogenen und noch nicht richtig Umerzogenen zum Schweigen zu bringen. Anträge vor dem Verfassungsgericht wurden, nach Meinung gewichtiger Staatsrechtler, zu Unrecht abgewiesen und Deutschland opferte in einer Nacht- und Nebel Aktion ihre Finanz-Souveränität der Europäischen Zentralbank oder, um genauer zu sein, dem Europäischen Stabilitätsmechanismus.

Das war die Geburtsstunde der AfD, gegen die sofort die Nazikeule ins Feld geführt wurde, weil ja nur Nazis die Interessen ihrer Länder verteidigen.

So weit so gut, weil diese Strategie aufzugehen schien. Die AfD blieb bei der Bundestagswahl unter der 5% Grenze und der Regierung wurde so die Unannehmlichkeit erspart, sich im Bundestag mit einer Partei auseinandersetzen zu müssen, die in ihre Reihen genug hervorragende Köpfe führte, um ihre Politik auf der Wirtschaftsebene ernsthaft zu zerpflücken. Die Medienbatterien taten inzwischen das Ihrige, um vielen dieser ur-bürgerlichen Persönlichkeiten den Verbleib in der Partei zu verleiden, wodurch dann überflüssigerweise Flügelkämpfe ausbrachen, welche die AfD in die Bedeutungslosigkeit zu führen drohten.

Die ewige Krankheit der Honoratiorenpartei, die persönlichen Rivalitäten und der Kleinkrieg um Scheinwerferlicht und Bedeutung, zeigte ihre hässliche Fratze und es hätte nicht viel gefehlt dafür, dass dieser Artikel nie geschrieben worden wäre.

 

Die Wende

Die AfD schien erledigt. Aber dann kam Mutti und rettete die Lage. Sie fachte das Migrationsfeuer unter dem Froschkochtopf derart an, dass diese in Scharen anfingen rauszuspringen.

Und nein, diese Entscheidung war nicht den Fotos aus Ungarn geschuldet. Es war die Umsetzung einer von Deutschland mitabgesegneten Migrationsrichtlinie der EU, die 70 Millionen Menschen nach Europa bringen möchte, wie der zuständige Kommissar Avramopoulus in Dezember 2015 treuherzig zugab. Die Agenda wurde im Mai 2015 beschlossen, also zusammen mit dem Anwachsen des «Flüchtlingstzunamis» (1).

Die unsäglich unkritische Art mit der die privaten und die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und Medien, im Gleich- wenn nicht gar im Stechschritt  die entstandene Lage schönfärbten, ihre Weigerung über die massenhaften Sexübergriffe zu berichten, die zu und nach Neujahr 2016 in Köln und ganz Deutschland stattfanden, das Bekanntwerden der verbundenen Kosten und der nicht mehr durch Rechentricks zu kaschierende Anstieg der Gewaltkriminalität, taten das Übrige, um der Glaubwürdigkeit der Kommunikationskanäle der Regierenden einen wohl unverbesserlichen Schaden zuzufügen.

Hinzu kamen die sich häufenden Anschläge in Deutschland und Europa, die Versuche die neuen Medien an die Kette einer von einer ehemaligen Stasimitarbeiterin geführten Organisation zu legen und immer neue Rettungspakete für die internationale Finanzwelt und ihr Sorgenkind, das unrettbar verschuldete Griechenland.

Nun wundern sich die Mächtigen Deutschlands darüber, dass die AfD ca. 13% geholt hat, was bedeutet, dass sie immer noch nichts verstanden haben, was der AfD nur recht sein kann, denn es garantiert ihr steten Zuwachs auch bei kommenden Wahlen.

Die Probleme werden sich nämlich weiter verschärfen und desto mehr deutsche Männer, Frauen, Mädels und gar Kinder, mit und ohne Migrationshintergrund, Opfer von Terrorismus, Gewalt, sexuellen Übergriffen und stark abnehmender Lebensqualität in ihren Stadtteilen betroffen werden, umso stärker werden die bösen, bösen Rechtspopulisten werden.

Ich wundere mich auch über dieses Ergebnis, gleichwohl aus anderen Gründen. In jedem Land mit einer gesunden politischen Landschaft, hätte man die Regierung und die sie unterstützenden Parteien in die Wüste geschickt (meinetwegen auch nach Anatolien entsorgt), nach den offensichtlichen Schäden, die sie Deutschland, der Integration, den Finanzen und Europa zugefügt haben.

Aber Deutschland ist und bleibt wohl ein Sonderfall, der seit 1914 nicht mehr in der Lage ist, politisch folgegerecht zu urteilen und so wird unsere Köchin weiter am Herd stehen und versuchen, uns arme Frösche im jetzt jamaikafarbenen Topf doch noch mundgerecht weichzukochen.

 

Quelle:

(1) http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/fluechtlinge/sn/artikel/eu-kommissar-brauchen-ueber-70-mio-migranten-in-20-jahren-175742/


 

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Absolvent der chilenischen Militärschule, ewiger Student von vielen Fächern, Journalist und Polemiker auf zwei Kontinenten. Nationaler Minarchist der stets für ein Bier und eine gute Diskussion zu haben ist.

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