Reichsbanner Schwarz-rot-Gold: als auch die „Roten“ ihr Land noch liebten

Wenn man dem heutigen durchschnittlichen JUSO oder SPDler zeigen würde, was die Sozialdemokraten in den 20er und 30er Jahren, ja auch noch in den 50ern und 60ern getan haben, würden vermutlich einige Köpfe zu dampfen beginnen und dann effektvoll explodieren.  Unter dem Wahlspruch «Einheit, Freiheit, Vaterland» sind die Mitglieder vom Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold durch Berlin marschiert, um sich den SA-Truppen entgegenzustellen. Die Tatsache, dass es sich beim Reichsbanner umd nach heutigem Verständnis beinharte Patrioten und teils Nationalisten handelte, sorgt bei heutigen Jusos für rote Ohren. Erhalt der Reichsgrenzen, Schutz von Oberschlesien vor polnischen Partisanen, Rückholung von Böhmen und Zuspruch für die Frontsoldaten und Werksarbeiter im Ersten Weltkrieg. Forderungen der SPD und des Reichsbanners während der 20er und 30er Jahre, die voller politischer Umbrüche waren. Republikanisch, sozial, patriotisch, heimatgebunden – ja vaterländisch. Was heute reflexartig automatisch mit Nationalsozialismus und rechts gleichgesetzt wird, war damals noch eine klare Antithese zur Ideologie der Nazis. Moderne Sozialdemokraten und Junge Sozialdemokraten machen es sich zur Aufgabe, jeden Pathos und jedes Gefühl für Heimat oder Vaterland aus der Politik herauszustreichen. Nach eigener Aussage verstehen sich gerade die Jungen Sozialdemokraten als antideutsch und empfinden den Patriotismus, Heimattümelei und dergleichen, als lästig. Der Therm «deutsch» alleine, inklusive des Volkes, müssen nach antideutscher Ideologie verschwinden.



Die heutigen Jusos, wenn sie den Männern vom Reichsbanner unter die Augen gekommen wären, hätten sich wohl eine ordentliche Tracht Prügel eingefangen. Republikanische Patrioten, Feinde von Sowjetstern und Hakenkreuz, sowie Kämpfer für Reich und Vaterland. So verstand man sich im sozialdemokratischen Reichsbanner.  SPD, Zentrumspartei und Deutsche Demokratische Partei: im Reichsbanner organisierte sich jeder und alles, der an der republikanischen und demokratischen Staatsform festhalten wollte und gleichzeitig Deutschland liebte. Liberale, Sozis und demokratische Konservative gegen Faschismus, Kommunismus und Antisemitismus. Mittlerweile hat sich das ja etwas gewandelt, sodass moderne JUSOS und Linke eher auf Anti-Israel Demos mit Hamas und Hizbollah rumbrüllen oder ein «Bomber Harris Do it again» lächend abnicken, während sie sich für den Kommunismus als wahre Staatsform aussprechen.

Republikanischer Patriotismus wird heute mit Nationalsozialismus gleichgesetzt, selbst von staatlichen Organisationen, die kein Augenmaß mehr für solche Feinheiten haben und sich, bei näherer Betrachtung, in einem historischen Paradoxon wiederfinden würden.  Der erste Reichspräsident und Sozialdemokrat Friedrich Ebert, nach welchem auch die Stiftung der SPD benannt ist, äußerte sich zu Deutschland und dem deutschen Volk mit folgenden Worten:

In einem sind wir alle einig: Grenzen werden uns nicht trennen. Die Einheitlichkeit unseres deutschen Vaterlandes ist für uns alle ein Stück unseres Glaubens, unserer Liebe und Hoffnung. […]

[…] Unsere deutsch-österreichischen Brüder haben auf ihrer Nationalversammlung bereits am 12. November vorigen Jahres sich als Teil der großdeutschen Republik erklärt. Jetzt hat die deutsch-österreichische Nationalversammlung erneut unter stürmischer Begeisterung uns ihren Gruß entboten und die Hoffnung ausgesprochen, daß es unserer und ihrer Nationalversammlung gelingen wird, das Band, das die Gewalt 1866 zerrissen hat, wieder neu zu knüpfen. Deutsch-Österreich müsse mit dem Mutterland für alle Zeiten vereinigt werden. Meine Damen und Herren! Ich bin sicher, im Sinne der gesamten Nationalversammlung zu sprechen, wenn ich diese historische Kundgebung aufrichtig und voll Freude begrüße und sie mit gleicher, herzlicher Brüderlichkeit erwidere. Unsere Stammes- und Schicksalsgenossen dürfen versichert sein, daß wir sie im neuen Reich der deutschen Nation mit offenen Armen und Herzen willkommen heißen. Sie gehören zu uns, und wir gehören zu ihnen.

 

Friedrich Ebert wäre heute ein Fall für den Verfassungsschutz. Auch Helmut Schmidt wäre zweifelsohne eine Persona Non-Grata in der eigenen SPD. Die heutige Sozialdemokratie (die CDU ist auf dem selben Weg) hat ihre historischen Wurzeln verleugnet, abgesägt und befindet sich nun im freien Fall, ohne Rückhalt von Heimat, Tradition und Identität. Sie besitzt keinen Unterbau mehr, der über einen schwammigen Globalismus und Internationalismus hinausgeht.


Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsbanner_Schwarz-Rot-Gold#Der_Kampf_um_die_Republik_1930.E2.80.931933

https://www.welt.de/politik/deutschland/article7601135/Franziska-Drohsel-die-radikale-Gefuehlssozialistin.html

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/18433

https://de.wikipedia.org/wiki/Jungbanner

Foto: Bundesarchiv, Bild 102-08218 / CC-BY-SA 3.0

 

Exklusives Bild eines getriggerten Juso: ( <3 Lefties )


 

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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport, und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

3 thoughts on “Reichsbanner Schwarz-rot-Gold: als auch die „Roten“ ihr Land noch liebten

  1. Den Reichsbanner – Schwarz-Rot-Gold gibt es übrigens immer noch. Aber er ist bereits zu einer Sekte mutiert und hat innerhalb der SPD schon sehr lange an Bedeutung verloren. Hatte der Reichsbanner damals über drei Millionen Mitglieder (und damit die stärkste paramilitärische Organisation damals), so hat dieser Verein nur noch um die 500 Leute.

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