Ein paar Hundert Meter vom Kanzleramt entfernt existiert ein anderes Land – Berlin-Moabit

 

Ich bin vor einigen Jahren vom Wedding nach Moabit gezogen, ehe ich nach Ostberlin umgezogen bin. Quasi vom australischen Waldbrand-Inferno in den brennenden Vulkan. Zwischen Turmstraße, Rathenower Straße und Lehrter Straße, nur wenige Hundert Meter vom Regierungsviertel entfernt, steht die Justivsvollzugsanstalt und das Kriminalgericht Moabit. Dort, ich erinnere mich noch sehr genau, stand meine Mutter vor ihren Peinigern, zwei jungen muslimischen Teenagern, die sie mit einem Messer bedroht und attackiert hatten. Völlig grundlos und ohne Beute zu machen. Aus Jux und Spaß an der Gewalt. Sie verspotteten sie vor dem Portal des Kriminalgerichts und wie wir uns denken können, wurden die jungen Kerle nicht bestraft. Ein paar warme Worte, ein Patscher auf den Hinterkopf und Sozialstunden, ehe man die Verbrecher wieder in die Straße entließ. Vor den Augen der Beamten lachten und spotteten sie noch eine Weile, grinsten breit und fletschten die Zähne. Wer seine GEZ nicht zahlen will, kommt ins Gefängnis. Wer Raubkopien anfertigt und verbreitet, kann mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen. Wer mit einem Messer eine Mutter auf dem Heimweg bedroht und terrorisiert, kriegt nicht einmal Bewährungshaftstrafen.

Vor der eigenen Haustür konnten mein Vater und ich an einigen Abenden beobachten, wie ein großer PKW auffällig vor unserem Wohnblock anhielt und den Motor laufen ließ. Kurze Zeit später stiegen einer, manchmal auch zwei arabische Männer hinzu, die sich im PKW unterhielten, Briefumschläge und kleine Pakete austauschten und sich dann wieder verabschiedeten. Mehr oder minder öffentlicher Drogenhandel, wie mein Vater und ich vermuteten. Die Jungs werden wohl kaum Pokemon getauscht haben.



Aus so einigen Balkonen riecht es fast immer nach Cannabis und wer die Turmstraße vom Gericht aus nach oben geht, erreicht dann auch das LAGESO direkt an der Perleberger Straße und den «Park» am Bahnhof Turmstraße, wo sich Deutsche und Osteuropäer vegetierend mit billigen Suff zudröhnen, immer wieder unterbrochen von den sich öffnenden U-Bahntüren, die ganze Völkerscharen Babylons nach draußen entlassen. Kopftuch, Vollverschleierung, Fusselbart, weißes Gewand. Alles dabei. Es war überhaupt nicht überraschend, dass Anis Amri und andere bekannte Islamisten sich in Moabit getroffen haben sollen. Zwischen den linken Szeneschuppen und dem Baumarkt finden sich so einige öffentliche und halb versteckte Treffpunkte für Salafisten und auch türkische Nationalisten. Nur ein paar Minuten Fußweg entfernt geht die wohlhabendere Schicht Berlins ins «Vabali Spa», das inmitten des Kiezes liegt, ummantelt von neu gebauten Eigentumswohnungen, die mit Kameras und kleinem Metallzaun abgesichert sind. Ständig beleuchtet von hoch oben montierten Scheinwerfern, die auch in der Nacht immer Einsicht in diese kleine Ecke geben, wo nun auch ein Gebäude von SOS-Kinderdorf entstehen soll.

Wer 2015 und 2016 Abends über die Turmstraße ging, sah hauptsächlich junge Männer mit dunklem Teint, meistens aus Äthopien, Eritrea oder Somalia, die am Straßenrand oder in den dunkleren Ecken standen und heute immer noch stehen. Drogenverkauf durch diese sofort erkennbaren Gesellen, in denen sich afrikanische DNA mit arabischem Einschlag vermischt hat. Und Tschetschenen pendeln wie verrückt zwischen Moabit und Hoppegarten, einer Gemeinde hinter der Ostgrenze von Berlin, wo scheinbar auch ein Treffpunkt ist. Warum gerade da? Keine Ahnung. Aber ich bin mir sicher, dass dort etwas sein muss. Ich bin zu oft mit immer den gleichen Tschechenen in der S-Bahn Richtung Hoppegarten gefahren. Rote Haare im schwarzen Bart, dunkle Bomberjacken und unterhalten tun sie sich nur auf russisch. Sogar mich sprachen sie mal auf Russisch an, weil sie mich für einen Russen oder Kasachen hielten.

Auch in Moabit regieren arabische Clans die Unterwelt. Das sind jene Gesellen, die den Justisvollzugsbeamten auch gerne mal einen Eimer Wasser über dem Kopf auskippen und unseren Rechtsstaat lächerlich machen können. Wer kennt diese kleinen mit weißem Licht von innen beleuchteten Lokale, wo Herrengesellschaften orientalischer Männer Wasserpfeifen rauchen, Karten spielen und Kaffee trinken. Und das so um 23 Uhr Abends bis ca 3 Uhr Morgens? Das sind ja keine Cafés, wo man einfach hineingehen kann und scheinbar auch keine Wettbüros. Und trotzdem parken dort die krassesten Autos vor der Tür, die sich selbst ein FDP-Wähler aus Zehlendorf kaum leisten könnte. Klein-Damaskus in der Nachbarschaft, inklusive Salafisten-Treff und Jugendgang.

Krisenherd hinterm Kanzleramt und «nobody kehrs».

 


 

http://www.berliner-zeitung.de/panorama/arabische-grossfamilien-clans-bilden-parallelgesellschaft-im-westen-berlins-24538966

https://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article103477380/Moabit-Kriminalitaet-und-Gewalt-gehoeren-zum-Alltag.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/moabit-kleiner-tiergarten-ist-neuer-brennpunkt-der-kriminalitaet-24410854

http://www.zeit.de/news/2016-12/23/kriminalitaet-anis-amri-und-die-salafisten-in-berlin-moabit-23194012

Foto: G.Elser

 


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport, und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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