CALEXIT – Linker Comic fantasiert über Widerstandskampf gegen den Trump-„Faschismus“

In der fiktiven Zukunft von «CALEXIT» übernimmt ein Donald Trump die Kontrolle über die Vereinigten Staaten von Amerika und installiert einen genuin amerikanischen Faschismus, wie ihn sich die linksliberalen Journalisten und SJW vorstellen. In diesem neuen Amerika, das sich bis jetzt immer noch nicht materialisiert hat, werden ALLE Migranten deportiert und teilweise in Todeslager gebracht, wo der faschistoide Superstaat mit  Polizei jagt auf alle macht, die nicht weiß, christlich und wohlhabend sind ( die Polizisten sehen hier aus wie Combine aus Half Life II ). Wer will kann sich auf mehr oder minder einschlägigen Seiten in den Comic einlesen ohne dafür auch nur einen Cent zu bezahlen. Ich empfehle es, auch wenn es mir die Haare hat zu Berge stehen lassen. Der Comic ist so plump in seinen Anspielungen und simpel in seiner Agenda, dass ich ihn erst für Satire hielt.

Die Heldin ist eine lateinamerikanische bzw. mexikanische US-Amerikanerin, die sich zusammen mit ihren Antifa-Freunden und einem Kleinkriminellen Migranten aus dem Nahen Osten auf den Weg macht um die Republik Kalifornien gegen das faschistische Regime von dem bösen Diktator zu verteidigen. Witzigerweise bedient man sich dabei der Ängste der sogenannten Tea Party Bewegung, die schon seit Obamas Ära vor dem immer weiter anwachsenden Machtpotenzial der US-Regierung warnt und sich lieber wünschen würde, dass die individuellen Bürger und Bundesstaaten mehr Rechte und weitesgehende Unabhängigkeit haben. Die Tyrannei des Staates wird auf einmal Fantasie der Linken, jetzt wo sie am dreckigen Ende des Scheisseknüppels anfassen müssen. Wo die US-Demokraten, die NYT und Washington Post gar nicht genug Kompetenzen für die Zentralregierung in Washington fordern konnten, um Klimawandel, Flüchtlinge und Waffen zu kontrollieren, hört man neuerdings ganz libertäre Töne aus der linken Ecke. Der Staat kann auch böse sein! Zumindest für diese Erkenntnis verdienen die Macher des Comics einen Orden, am besten einen roten Kommunistenstern, den sie sich wahrscheinlich wünschen. Denn ein Trotzki würde sich freuen, wenn er die rot verkorkste Ideologie der bewaffneten Antifa in Calexit sehen könnte. Der weiße Mann als Feind und ein pseudofaschistischer Kapitalismus als Regierung? Die linke Fantasie ist perfekt. Problematisch ist nur, dass es eben nur eine Fantasie ist.

Die Massenvernichtungslager für Muslime und Migranten, wie sie noch vor Trumps Wahl von den SJW Warriors und linken Gegnern Trumps an die Wand gemalt wurden, haben sich nicht bewahrheitet. Spielt aber im Comic keine Rolle. ALLE Migranten werden von «Trump» deportiert oder vernichtet. Vermutlich auch seine Frau, die ja schließlich auch aus dem Ausland kommt, oder nicht? Zum Bedauern mancher Linksideologen und so mancher Neonazis haben sich die Genozide in den USA an «Migranten» bisher in Grenzen gehalten. Nicht einmal der sogenannte «Muslim Ban» war eine Rückkehr zur «White America» Politik, sondern begründete sich aus der hohen Anzahl an Terrorverdächtigen. Eine Empfehlung von den US-Sicherheitsdiensten, die auch Obama schon umgesetzt hatte. Aber davon hört man in Deutschland und in den US-Medien auch kaum ein Wort. Gleich ist eben nicht unbedingt gleich.

 

Jedenfalls beschaffen sich die Freiheitskämpfer unter der Führung einer mexikanischen Heldin ihre Waffen und leisten Widerstand, um die Unabhängigkeit der seperatistischen Republik zu verteidigen. Muslime, Lesben, Schwule, Frauen, Männer, Migranten usw. Alle halten zusammen in einem Konsortium der Vielfalt gegen den weißen trumpschen Faschismus. Witzig ist doch aber, dass man sonst nie von Linken gehört hätte, dass Privatpersonen Waffen benötigen. Gerade aus der politisch linken Ecke kommen doch sonst nur die Rufe nach mehr staatlicher Kontrolle und der Wunsch nach dem Waffenmonopol. Wofür bräuchten denn Bürger auch eigene Waffen? Scheinbar hat sich diese Haltung nun geändert. Denn ohne Waffen ließe sich kein Widerstand gegen eine im Comic zumindest böse Regierung leisten, die manche ihrer Bürger töten will. In der neomarxistischen Denke der amerikanischen Linken ist es wohl angekommen, dass Waffen nicht per Definition schlecht sind. Nachdenklich sollte uns nur machen, dass sie nur «Gun Control» fordern, wenn sie selbst im Staate den Ton angeben und die Forderung in ihr Gegenteil verkehren, wenn sie es plötzlich nicht mehr sind. Dann sind die Bürgerrechte des Amerikaners und sein Recht auf die Schusswaffe plötzlich wieder notwendig.

Heuchler. Wir alle sind dazu fähig. Auch ein Donald Trump, der Obama für das viele Golfspielen kritisierte und selber viel zu gerne den Schläger schwingt. Aber mir scheint als würde Heuchelei bei den Linksideologen zur politischen DNA gehören. Texas will ja übrigens auch eher unabhängig von der föderalen Regierung der USA werden. Sie begründen das unter anderem damit, dass man weniger eingeschränkt bei Fragen der Einwanderung sein will. In Texas heißt das, dass man weniger Einwanderer aus Mexiko haben will.

Damit ist man in demokratischen Lagern Washingtons aber nicht einverstanden. Schließlich zahlt Texas massiv in den großen Geldtopf der USA ein. Das hochverschuldete Kalifornien ist völlig abhängig von den anderen Bundesstaaten ringsherum was seine Wasserversorgung angeht. Die gigantische Wirtschaftsmacht Kalifornien würde in wenigen Wochen vertrocknen, wenn Colorado plötzlich dicht machen würde und den Wasserhahn abstellt.

 

Das Problem mit dieser Fantasie ist jedoch, dass sich die linken Ideologen und SJW das Monster Trump selbst ausgedacht haben. Es hat keine Basis in der Realität und wird sich auch nicht materialisieren. Calexit ist jedoch kein Sci-Fi Comic, sondern eine anarchistische Mastrubationshilfe für schlechte Verlierer.

 



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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport, und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

One thought on “CALEXIT – Linker Comic fantasiert über Widerstandskampf gegen den Trump-„Faschismus“

  1. Von der Republik Commiefornia träumen die Pussys aus Berkeley vielleicht in dunklen Nächten, das war es dann aber auch schon. Sind einfach nur Witzfiguren, die wenigstens im Comic mal auf harte Macker_*Innen machen wollen.

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