Es werden noch Dutzend Millionen nach Europa kommen

Eine Arbeitskollegin schaute mich kürzlich völlig entsetzt an, als ich in einem Nebensatz einmal sagte, dass es ziemlich dumm war die Grenzen während der Flüchtlingskrise ohne jede Bedingungen an die Kontrolle der Einwanderung zu öffnen. Das Wort «Nazi» lag ihr vielleicht auf dem Mund , da ich aber so aussehe wie ich aussehe, kam von ihr nur ein empörtes Einatmen. Ich erwiderte daraufhin mit einer Frage. «Würdest du deine Wohnungstür 24/7 und 365 Tage im Jahr offen stehen lassen?» Es kam keine Antwort.

Grenzen fangen beim Individium an. Meine individuellen Eigentumsrechte sind nur dadurch geschützt, dass ich meine Sachen am Mann und meine Wohnungstür abgeschlossen halten kann. Eigentümer oder Mieter einer Wohnung oder eines Hauses zu sein, gibt mir das Recht darüber zu verfügen wer in mein Haus eintreten kann und wer nicht. Die Tür schützt mich vor Diebstahl, Einbruch und auch Gewalt. Es wäre sicherlich nicht falsch einer Person Schutz zu gewähren, die sich temporär in Not befindet. Und das würde ich auch tun, wenn es temporär notwendig und sinnvoll ist. Aber es kann kein Dauerzustand sein. Es gibt insofern kein Recht auf Zutritt zu meiner Wohnung, weil das Bedürfnis danach besteht. Denn diese Rechte von sicherlich Millionen Bedürftigen kollidieren mit meinem Recht auf Leben und Eigentum, dessen Abhandenkommen mich daraufhin ebenfalls zum Bedürftigen machen würde.

Grenzen schützen nicht nur individuelle Bürgerrechte, sondern sind ein elementares Attribut von Staatlichkeit. Die mir im Grundgesetz zugestandenen Rechte und auferlegten Pflichten gelten im Rahmen der Grenzen, also innerhalb Deutschlands. Nur hier können sie forciert und geschützt werden, da die Staatlichkeit der Bundesrepublik dort endet, wo das nächste Land beginnt. Dies mag uns heute nicht mehr so bewusst sein, da wir problemlos von Deutschland nach Italien fahren können, ohne einen Grenzposten zu passieren. Aber de facto haben die politischen Organe unseres Landes im Nachbarland nichts zu sagen. Die mir im Grundgesetz garantierten Rechte existieren für mich nur in Deutschland(nur hier können sie wirklich erzwungen werden), während ich in Saudi-Arabien, einem anderen Land, nach dem Gesetz dieses Landes gerichtet werden kann.  Globalisten halten dagegen, dass man die weltliche und staatliche Ordnung im Sinne einer kosmopolitischen Umwälzung abbauen bzw. gänzlich zerstören muss. «Weltbürgertum» heißt eine Welt ohne Nationalstaaten, in denen alle Ethnien, Völker, Religionen, Nationen und Staatenbünde einem umfassenden Weltgesetz unterworfen sind, welches von einer übergeordneten Behörde forciert werden müsste. Man denkt hier an die Vereinten Nationen oder aber Superstaaten und Weltmächte, wie die USA. Die Idee vom Weltstaat oder der Staatenlosigkeit der Welt, in dem alles gleichgemacht wird und alle Menschen gleich behandelt werden. Die Europäische Union in ihrer Form heute ist ein Vorläufer dieses Gleichmachers, dieses Weltstaates. Sie versucht die unterschiedlichen Nationen mit ihren unterschiedlichen Gesetzen, Lebensvorstellungen, Religionen, Völkern und politischen Systemen in ein einziges System zu zwingen und am Ende einen übernationalen Superstaat zu schaffen, wie die USA bereits einer sind. Die «Vereinigten Staaten von Europa» als Modell für die Zukunft. Aber schon Immanuel Kant erteilte diesen Vorstellungen von Superstaaten eine Absage und begründete dies vor allem mit der Beobachtung, die schon in Griechenland getätigt wurde. Nämlich, dass die Bürgerschaft unmittelbare Kontrolle über ihre Regierung ausüben können muss und in der Lage sein sollte, bei Ungerechtigkeiten zu intervenieren. Über 500 Millionen nominelle Bürger der EU haben weder Einsicht, noch Übersicht über das was in Brüssel in Straßburg passiert und könnten, selbst wenn sie es wüssten, nur bei der nächsten Europawahl eingreifen.

Die Globalisten wünschen sich eine gigantische Bundesrepublik der Nationen der Erde. Manch einer könnte dies als Imperium betrachten, welches ökonomisch, politisch und institutionell aus einem Stück geschmiedet sein würde. Grenzen gäbe es nicht mehr und Staaten wären nur Standpunktverwalter für die mobile Wirtschaft, die sich ihre Standorte so sucht, wie es gerade nützlich und günstig ist. Keine Loyalität mehr gegenüber den Nationen, sondern Freihandel ad inifitum. Die Folge einer grenzenlosen Welt der Bundestaaten wäre die totale Mobilität der Völker und Menschen, die sich als Menschenkapital verschieben lassen wohin man sie gerade haben will. So würde das demographische Altern eines Landes kein Problem mehr darstellen, wenn man dann beispielsweise Japans alternde Bevölkerung mit Kongolesen und Thailändern auffüllen könnte. Die Offenheit der Welt macht es möglich. Der Mensch zieht dann immer nur dorthin, wo es gerade für ihn am günstigsten ist und wo er sich bessere Lebensumstände erhoffen kann. Wer innerhalb dieser globalen Weltordnung nicht konkurrieren kann oder aber soziale Umverteilung betreiben will, kann nicht mithalten und bleibt auf der Strecke. Globale Migration ist niemals ein sinnvolles Mittel gegen die weltweite Armut, wie das von so manchen Vertretern des Globalismus behauptet wird. Die Umverteilung eines Humankapitals auf die besten Standorte, mit den am höchsten entwickelten Sozialsystemen und Lebensstandards, führt zu einem enormen Brain-Drain innerhalb der Abwanderungsländer, die oft für ihre Verhältnisse hohe Ausgaben haben, wenn sie in Bildung und Entwicklung ihrer eigenen Jugend und Bevölkerung investieren, diese aber dann an chancengerechtere Standorte wieder verlieren. Eine Möglichkeit dieses Problem zu bekämpfen wäre, wenn Staaten Entwicklungshilfe an jene Länder abgeben, von denen sie die meisten Einwanderer erhalten. Eine Art Kompensations-Steuer für den Schaden, den man dem jeweiligen Land durch seine Politik der offenen Grenzen zufügt.

Laut UN leben EINE Milliarde Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Und ihre Zahl wird sich drastisch erhöhen, noch innerhalb dieser Jahrhunderthälfte wird Afrikas Bevölkerung alleine auf 3 Milliarden anwachsen. Diese Entwicklung wird nicht positiv sein, sondern den Abwanderungsdruck, also die Push-Faktoren in Afrika nochmals potenzieren und zu einer nie dagewesenen Völkerwanderung in den geographischen Norden führen. Schon jetzt macht die Süd-Nord Wanderungsbewegung einen Löwenanteil mit 81,9 Millionen Menschen aus. Das sind 35% Anteil an der Gesamtmigration. Prognosen der Vereinten Nationen nach wird sich auch dieser Anteil noch erhöhen. Aber dazu brauch man keine Experten, wenn man sich anschaut, wie knapp die Rohstoffe und Möglichkeiten für den sozialen Aufstieg in Afrika und Kleinasien schon jetzt verteilt sind. Immer mehr Menschen drängen an die Küstenstädte und in den geographischen Norden, was in der Folge eine negative Wirtschaftsleistung in den Abwanderungsländern hat und noch mehr Abwanderungsdruck erzeugt. Wo Menschen fliehen und auswandern, flüchten umso mehr und folgen ihnen. Es handelt sich hier um eine Abwärtsspirale, die einmal losgetreten, kaum noch aufgehalten werden kann. Vor allem nicht durch Wortformeln wie «Es gibt keine Obergrenze».

 

 

710 Millionen Menschen sind derzeit «wanderungsbereit»,  davon sind ca 65 Millionen Flüchtlinge im Sinne der Vereinten Nationen (Wirtschaftlichsflüchtlinge, Kriegsflüchtlinge usw.) Wenn die Weltbevölkerung noch in diesem Jahrhundert über 10 Milliarden steigen wird, was sehr sicher ist, rechnet man im gleichen Maße mit einer Multiplikation aller Flucht- und Migrationsursachen. Was heißt, dass sich die Zahl von 710 Millionen Wanderungsbereiten und 65 Millionen Flüchtlingen nochmals potenzieren wird. Klimaflüchtlinge kommen hier noch hinzu, die vor allem in Afrika von einer Desertfikation betroffen sein werden, welche erneut Millionen Menschen die Lebensgrundlagen entziehen wird. Europa wird sich aufgrund seiner Lage, seiner Landverbindung zu Asien und dem Mittelmeer vor seiner Haustür, mit einer Migrationsbewegung und einem Einwanderungsdruck konfrontiert sehen, der alle Fantasien und Maßstäbe sprengen wird.  Nicht drei Millionen pro Jahr, sondern vier  oder fünf oder sechs? Ein Ende ist nicht in Sicht.

Und das meinte ich in meiner Anleitung. Es ist unser demokratisches Recht und unsere Pflicht darüber zu entscheiden, wer zu uns kommen kann und wer nicht. Die Staatlichkeit bedingt es, dass wir die Tür schließen müssen, wenn wir Gefahr laufen unsere eigene Existenzgrundlagen an andere zu verlieren. Die Aufnahme von möglicherweise 200 Millionen Afrikanern oder Nahost-Migranten in den nächsten 100 Jahren wird kaum etwas an den Problemen der Welt ändern.  Europa und seine Nationen allerdings wären dann nicht mehr existent. Die Forderung lautet also, dass endlich zukunftsfähige Modelle für die nachhaltige Entwicklung der Länder des Südens geschaffen werden. Auch eine Remigration von Illegalen gehört dazu, genau wie die Rückführung von Finanzen und technischem Know-How, um die Abwanderungsfaktoren zu verringern. Die Tore Europas zu schließen kann nur gelingen, wenn wir nicht zusehen müssen wie die verhungernden und verarmten Menschenmassen des Südens vor den mit Stacheldraht gesicherten Mauern Spaniens und Ungarns stehen und lieber sterben wollen, als in ihre hoffnungslosen Heimatländer zurückzukehren.

Die neue Völkerwanderung wird die nächsten 50 Jahre bestimmen.

 

 


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport, und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

2 thoughts on “Es werden noch Dutzend Millionen nach Europa kommen”

  1. Es wäre ein leichtes, das zu verhindern, aber seit 1967 gibt es das Nichtzurückweisungsprinzip der Genfer Flüchtlingskonvention, das uns verpflichtet, sie alle kommen zu lassen, und seit 2012 wird es in der EU gnadenlos umgesetzt.

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