Das ist der erst der Anfang – etwas ist faul in diesem Land

Ich berufe mich auf Artikel 5 des Grundgesetzes, Basis unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Ich bin und war nie Sozialdemokrat. Aber man kann nicht ignorieren, was Altkanzler Helmut Schmidt als Verteidigungsminister und Bundeskanzler für unser Land getan hat. Er befahl die gewaltsame Befreiung der Geiseln der Landshut, stand hinter seiner Entscheidung und auch hinter der Bundeswehr als Armee unseres Landes. In schwierigen Zeiten blieb er den Menschen als charakterstarker Kanzler in Erinnerung. Er ist, so glaube ich, der Grund, warum die SPD jahrelang überhaupt auf einen großen Pool von Wählern zugreifen konnte, die nur aufgrund von Nostalgie der SPD noch ihre Stimme gaben. Einmal Schmidt, immer Schmidt.
Nun nehme ich an, dass Frau Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nicht explizit befohlen hat, das Foto des Altkanzlers in der Bundeswehr-Universität(die seinen Namen trägt) abzuhängen. Dies geschah womöglich aufgrund von vorauseilendem Gehorsam, welcher unser Volk seit vielen Jahrzehnten schon verseucht. Aber ich kreide es Frau von der Leyen an, dass sie ein Klima der Angst und des Misstrauens innerhalb der Truppe geschaffen hat. Agenten des MAD durchkämmen die Kasernen, übertünchen Gemälde, hängen Bilder ab und stellen die Stuben der Soldaten auf den Kopf. Es erinnert mich an die kommunistischen Säuberungsaktionen aus Vietnam oder China, wo explizit nach westlicher Propaganda gesucht wurde. Man erinnert sich, dass es auch in der DDR diese Denkweise gab. Ein falsches Buch, ein ungewolltes Foto und sei es nur ein Andenken an den verstorbenen Großvater – was nicht in den von oben diktierten Zeitgeist passt, muss vernichtet werden. Frau von der Leyen beraubt die Truppe nicht nur ihres alten Liedgutes, sondern sorgt durch ihre Hetzkampagne nach Innen auch für Zwietracht in der soldatischen Gemeinschaft, wie es sie noch nie vorher gegeben hat.
Doch was ist dies alles, wenn nicht nur die Spitze des Eisberges? Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Innenminister Heiko Maas, Ursula von der Leyens Inquisition und die Abgeordneten NRWs, die weder auf das deutsche Volk schwören wollen, noch etwas von seiner Kultur wissen möchten.
Dies sind nur die ersten Ausläufer; es ist alles nur der Anfang: Immer wenn ich glaubte, dass dieser Wahnsinn nicht mehr schlimmer werden konnte, wurde er schlimmer und repressiver. Im Gegensatz zu Heiko Maas trage ich mein Grundgesetz fast immer links oben in meiner Jackentasche. Wie konnte es soweit kommen, dass ein Mann, der aus dem Schulbuch der Stasi entsprungen sein könnte, uns mangelnden Verfassungspatriotismus vorwerfen darf? Wie konnten wir es zulassen, dass eine solch eine Vernichtungsstimmung in die Reihen unserer Streitkräfte getragen wird?
Der Ibuk, Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt, hat eine Fürsorgepflicht für die eigenen Soldaten. Dazu gehört nicht, ihnen die Identität, das freie Denken und die Selbstachtung zu nehmen.
So wenig Respekt vor den Toten zu haben, dass man das Bild eines verstorbenen Soldaten und Altkanzlers klammheimlich abhängt, ist einfach nur noch erschütternd. Und wir hören die aus lauem Munde ausgesprochenen Worte aus dem BmVg. Wie wenig Schneid darf ein Generalinspekteur haben? Die Pflicht zum Treuen dienen entbindet den Staatsbürger nicht von seinem Gewissen.

Etwas ist gewaltig faul in diesem Land. Unsere Republik bewegt sich in eine Richtung, die gerade durch unser Grundgesetz verhindert werden sollte und es ist, wie ich vermute, erst der Anfang.

 


Bild: Bundesarchiv, B 145 Bild-F048646-0033 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA 3.0


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport, und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

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