Paris und die kommende Katastrophe

 

Wenige Sekunden dauerte die Meldung über die anhaltenden gewalttätigen Massenausschreitungen in Paris, wo sich Tausende hauptsächlich männliche Personen zusammenrotten, Autos anzünden, Geschäfte demolieren und den französischen Rechtsstaat peinlich vorführen. Die Brutalisierung dieser jungen Männer, augenscheinlich nach Videos zu urteilen keine einheimischen Franzosen, ist erschreckend offensichtlich. Nun möchten die Massenmedien und Staatsmedien uns ein Bild von zutiefst beleidigten und leidenden jungen Menschen zeichnen, die nur wegen vermeintlicher Polizeibrutalität auf die Straße gegangen sind. Mehrere Polizisten sollen einen farbigen Jugendlichen mit einem Schlagstock sexuell missbraucht haben. Dies soll bei der Festnahme geschehen sein. Hier steht Aussage gegen Aussage und der Prozess läuft erst jetzt an. Scheinbar reicht die Anschuldigung jedoch bereits, um einen gewalttätigen Mob von «Jugendlichen» zu produzieren. Ich sage bewusst immer wieder «Jugendliche», weil die meisten traditionellen Medien die Menschenmenge nicht näher definieren wollen und sich lieber mit diesem sehr ungenügenden Sammelwort begnügen. Auf gar keinen Fall möchte man wohl einen Zusammenhang zwischen Herkunft, Erziehung, Prägung, Religion oder Identität herstellen. Es bleibt bei der unbestimmten Masse an jungen Männern.

«Jugendliche» heißt in diesem Fall jedoch nicht Mathis, Noah und Louis, auch wenn es diese durchaus vereinzelt in Form französischer linker Bewegungen dort zu sehen gibt. In den Banlieues ist allerdings vor allem eine Gruppe der Bevölkerung sehr dominant vertreten. Es kommt in diesen Vierteln, den Problemvierteln, immer wieder zu Konfrontationen zwischen den Bewohnern und der französischen Öffentlichkeit. Gewalt, Kriminalität und die totale Missachtung der Ordnungsmacht. Erst kürzlich demonstrierte sogar die französische Polizei gegen die absurd gefährlichen Dienstbedingungen innerhalb der französischen Ghettos und die alltägliche Gewalt, der sie täglich ausgesetzt ist. Die Gefängnisse sind überfüllt mit Islamisten, die Justiz überfordert und steht vor dem Kollaps.

Wer erinnert sich noch an die Massenproteste um das Jahr 2005 herum? Die Polizei zwang dort im Rahmen des Verschleierungsverbots eine Frau ihre Vollverschleierung abzulegen. Das war Anlass genug für Tausende «Jugendliche» alles kurz und klein zu schlagen. Autos, Mülltonnen, Geschäfte und Vorgärten. Alles wurde angezündet und kaputtgeschlagen. Und dann geht da noch ein Video herum, wo ein junger Mann in die wacklige Kamera ruft: «Die Bullenschweine haben die Moschee beschädigt!» (erwies sich dann als unwahr)

Man versucht, wie mir scheint, sehr stark einen sozialen Zusammenhang zwischen diesen Ausschreitungen und ihrer Häufigkeit in den französischen Problemvierteln zu konstruieren. Und generell bin ich der Meinung, dass es dort sicherlich einen gibt, er aber nicht der einzige beisteuernde Faktor bleibt. Aber jeder Versuch die öffentliche Diskussion auf die Dimension von Religionszugehörigkeit, Erziehung und die damit verbundene kulturelle Herkunft zu erweitern, wird von den Meinungsmachern in diesem Land wohl sehr bewusst verhindert. Es handle sich um einen vereinzelten Fall von Massenprotest, der auf einen bestimmten Anlass zurückzuführen sei! Getreu dem Motto: «Nichts hat mit nichts zu tun».

Aber unsere westeuropäischen Gesellschaften erleben derzeit einen fundamentalen Desintegrationsprozess. Sie lösen sich auf und wir schauen zu, während in der Öffentlichkeit ein Bild relativer Heiterkeit und Gesundheit gezeichnet wird. Europa gehe es gut! Die Tatsache, dass sich vor unseren Augen eine demographische Zeitbombe entwickelt hat, die aus kulturfremden Millionen besteht, darf uns nicht sorgen. Insofern leiden unsere Massenmedien an Realitätsflucht, weil sie jene Faktoren bewusst ausblenden, die womöglich doch etwas mit dem Problem zu tun haben könnten. Ähnlich virulente Proteste gab es schon mehrfach in Paris, die auch oft von der gleichen Gruppe innerhalb der Bevölkerung ausgingen.  Der Anlass ist dabei immer der, welcher gerade am günstigsten ist. Jeder Anlass ist ihnen recht und genügt den jungen Männern aus Nordafrika und Nahost, um ganze Hundertschaften der Polizei in Straßenschlachten zu bekämpfen. Die Stadt der Liebe, Paris, ist die Stadt des Krieges geworden. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass ihnen jeder Hundertschafter in der Polizei Frankreichs bestätigen kann, dass das romantisierte Bild des idyllischen Frankreichs, der verspielt liebevollen Pariser Sommernächte, nichts mehr gilt. Was rollt da also auf uns zu?

Aber wie ein deutscher Politiker einst sagte: «ein Teil meiner Antwort würde sie beunruhigen.» Dennoch bin ich bereit Sie zu beunruhigen und sage deshalb, dass Frankreich Anzeichen eines zerfallenden Staates trägt, wo der öffentliche Raum ein rechtsfreier geworden ist, in welchem die Polizei größtenteils machtlos agiert. Hier wurden Entwicklungen in Gang gesetzt, die sich dem Wunschdenken der Multikulturalisten und Beschöniger der Buntheit entziehen. Insofern wird ihnen weiterhin keine andere Option bleiben, als diese krankhaften Wucherungen ihres Sozialexperimentes zu ignorieren, um noch ein paar Jahre die Illusion aufrechtzuerhalten. Selig sind die Unwissenden!

Diese explosiven Ausschreitungen sind nicht in der Peripherie unserer Gesellschaft. Ganz im Gegenteil. Es sind die gut betuchten, sozial abgesicherten und zufriedenen Europäer, die vom Rand ihrer eigenen Gesellschaft auf einen jungen, wachsenden und wütenden neuen Mittelpunkt blicken.

«Die Dinge können schnell wieder gerade gerückt werden, wenn das nahende Unglück schon früh vorhergesehen wird. Aber wenn es nicht vorhergesehen wird und ihm erlaubt wird zu wachsen, sodass Jedermann es sehen kann, dann gibt es dagegen kein Mittel mehr.»  Machiavelli

 


Presse:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ausschreitungen-in-paris-die-spirale-der-gewalt-dreht-sich-weiter-14874475.html

http://www.n-tv.de/panorama/Proteste-gegen-Polizeigewalt-eskalieren-article19698550.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Proteste-und-Randale-In-Paris-werden-boese-Erinnerungen-wach-id40534451.html

http://www.news.com.au/world/europe/chaos-as-rioters-torch-vehicles-and-attack-cops-in-paris-protest/news-story/67f708eeb4e648ff6e88b061d4be287d

 

 


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Geboren in Berlin und aufgewachsen im Wedding und Moabit.
Young German ist der Initiator und Hauptautor unseres Blogs. Ein Vielschreiber mitte 20, dessen Hauptfokus auf Außen- und Innenpolitik sowie militärischen Themen liegt. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und verbringt viel Zeit in der Natur, sofern er das als Städter einrichten kann und das Studium es erlaubt. Wie viele seiner Generation sucht er die Entspannung auch gerne mal in Form von Games, SciFi und Fantasy.

4 thoughts on “Paris und die kommende Katastrophe

  1. Nun ja, ich kenne mehrere Franzosen.

    Und es gab in früheren Zeiten in der Tat sehr gewaltsame Ausschreitungen der Polizei gegen Demonstranten.
    Das war glaube ich Ende der 60-iger.
    Also die Polizei in Paris ist weit weniger verweichlicht wie hierzulande., aber sie ist nun bedrängt und verunsichert.

    Aber Heute liegt die Sache ganz anders. Heute wird die Polizei gezwungen nachgiebig zu sein, währendem die Migranten in den Banlieus extrem hartgesotten sind.
    Die empfinden das vorgehen der Polizei als Schwäche und jener Verhaftete der mit dem Polizeiknüppel Anal penetriert wurde, der ist denen nur der Grund um loszulegen, persönlich interessiert er niemanden von diesen sogenannten „Demonstranten“.

    Wenn sie mit einem Franzosen reden der dort draussen lebt, so erfahren sie das der Prozess seit 40 Jahren vor sich geht.
    Was wir 2005 und heute erleben ist nur die Phase von 1/4 vor 12.
    Es wird noch viel schlimmer kommen, sage nicht ich, sondern die Franzosen. Und sie denken das es nächstes mal nur noch 3 nicht 10 Jahre dauert bis es abgeht.
    Die illegalen Migranten die dabei auch mittun, die hoffen das auch gute Stadtviertel in die Anarchie abgleiten, denn die möchten dort Plündern, die denken ganz praktisch.

    Die Franzosen hat man auch von Staatswegen seit langem eher Waffenlos gehalten, viele bedauern das nun sehr.
    Marine Le-Pen hat mit solchen Unruhen immer bessre Chancen an die Regierung zu kommen.
    Das dürfte wohl auch der Grund sein warum das Thema möglichst nicht bearbeitet werden soll.

    Es gibt ja Zahlen aus Österreich die besagen das nur 1 % der Verbrechen von Migranten es in die Presse schaffen. Im Falle Österreichs bedeutet das, dass man 200-tausend Fälle kennt, aber nur 2000 Artikel in den Medien dazu fand.

    Wie sehen die Zahlen in Frankreich aus ?

  2. Die „Pariser Zustände“ werden wir auch In Deutschland erleben. Es gibt bereits genug Vorboten dieser Entwicklung.
    Der Beitrag beschreibt etlicheUrsachen, aber auch die Ignoranz durch Politik und Medien präzise.

    Und dieses Ausblenden der Realität im Sinne ideologischer Borniertheit führt ohne Widerruf in die Katastrophe.

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